Das Problem

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18:00 - 15/03/2000 von Thomas Pabst

Internet Kommunikation, oder jeder andere Datentransfer, der mehr als 9600 baud fordert sind heute nur von stationären Anlagen aus zu realisieren, wenn man von den Übertragungswagen der Fernsehsender absieht. Da wir alle deshalb jedoch viel (teure) Arbeitszeit unproduktiv in Fahrzeugen verbringen, lag die Suche nach einer brauchbaren Lösung nahe.

9600 baud ist bei den heutigen Inhalten von Webpages oder E-Mails eine völlig unbefriedigende Lösung. Da man diesen Wert jedoch nicht verbessern kann, stellte sich die Frage, wie kann die Rate bei der Datenübertragung verbessert werden. Erste Idee: Bündeln. Wenn eine Handy-Verbindung 9600 bit/s bietet, dann erreicht man mit 16 Verbindungen 150 KiloBit / Sekunde. Der doppelte Wert einer einfachen ISDN Verbindung.

So verrückt der Ansatz auch klingen mag, genau das ist es, was im Megacar umgesetzt und technisch mit bestehenden Produkten, realisiert worden ist. Im Gegensatz zu der Studie, die Intel auf dem IDF vorgestellt hat, ist die Realisierung von Megacar nicht von den Fortschritten der weiteren Entwicklung im Bereich Hardware abhängig. Zudem ist das Ergebnis der Intel Lösung aus rein technischer Sicht überlegen.

16 GSM Verbindungen so zu bündeln, daß sie letztlich wie eine Verbindung erscheinen, ist natürlich mit einer ganzen Reihe von Problemen behaftet, die es auf dem Weg zum jetzt fertiggestellten Prototyp, zu lösen galt.

Wie können die 16 entstehenden TCP/IP Pakete synchronisiert werden, das letztlich ein kontinuierlicher Datenstrom entsteht, der die Ergebnisse in der richtigen Reihenfolge abliefert? Wie kann sichergestellt werden, daß auch alle Pakete ankommen? Wie kann die Qualität von 16 verschiedenen Verbindungen kontrolliert werden? Wie ist das mit den Antennen? Sieht ein Auto mit dieser Installation letztlich aus wie ein Igel mit 16 Antennen? Oder können diese Funktionen zusammengefaßt werden? Wie verhindert man dann aber entsprechende Überlagerungen? Wie werden die Überlagerungen kontrollierbar? Welche Anforderungen sind an den zentralen Rechner zu stellen, der eventuell heftigen Stößen (Schlaglöcher) oder Beschleunigungen ausgesetzt ist? (Bremsen, scharfe Kurven usw.)

Damit nicht genug. Wie sollte die Leistung dem Anwender letztlich zugänglich gemacht werden? Nur über ein Notebook? Wenn man schon bereit ist eine beträchtliche Summe auszugeben, welches System sollte dem Ganzen dann zu Grunde liegen?

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