
Während sich Intel bereits die ersten Bausteine mit PCI Express zurechtlegt, setzt VIA weiterhin auf das bekannte AGP-Interface (Accelerated Graphics Port). Nicht zu unrecht, denn beim Sockel A handelt es sich um eine ausgereifte Plattform, für die der Wechsel zu PCIE Graphics vermutlich kaum mehr Sinn macht.
Ein Nachteil ist dies nach unseren Erkenntnissen nicht, denn sowohl gängige als auch erst angekündigte Anwendungen und Spiele werden mindestens für die kommenden 9-12 Monate keinerlei Vorteil aus der höheren Bandbreite des x16 PCI Express (4 GB/s pro Richtung) ziehen können. Noch dazu werden es vornehmlich Grafikkarten im oberen Preissegment sein, die mit PCIE-Schnittstelle angeboten werden.
VT8251 mit PCIE ab Mitte des Jahres
Durch den nicht veränderten Ultra V-Link bietet sich Motherboard-Herstellern außerdem die Möglichkeit, Mitte des Jahres auf VIAs neue Southbridge VT8251 zu setzen. Diese bietet neben zwei x1 PCI Express Slots außerdem gleich vier statt bisher zwei Serial-ATA-Ports. Im Gegensatz zu Intels neuen Southbridges wird VIA jedoch bei zwei vollwertigen UltraATA-Kanälen bleiben; zudem handelt es sich um das UltraATA/133-Protokoll, wobei Intel aufgrund ausbleibender Mehrleistung bei UltraATA/100 geblieben ist.
Aufgrund der vier SATA-Ports soll es möglich sein, mehrere Festplatten im laufenden Betrieb in ein RAID-Array umzuwandeln (DriveThru genannt). Nachdem bisher die RAID-Modi 0 und 1 unterstützt werden, ermöglichen vier Ports auch RAID 0+1, der Performance und die Datensicherheit gleichermaßen steigert.
