Lotus-Gründer arbeitet an Open-Source-Organizer

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13:56 - 22. Oktober 2002 von Stephan Lex

Mitch Kapor, Erfinder von Lotus 1-2-3 und damit des Computer-Spreadsheets, finanziert die Entwicklung eines neuen Open-Source-Personal-Information-Managers. Seinen Ausführungen zufolge soll dies "im Geiste von Lotus Agenda" als Organisierhilfe für das Hirn arbeiten. Neben Kapor und Hertzfeld sollen noch eine ganze Reihe erfahrener Software-Entwickler an dem Non-Profit-Projekt Kapors teilnehmen.

Die Projektleitung am Projekt Chandler übernimmt die "Open Source Application Foundation" aus San Francisco - deren Initiator und Chef Kapor ist. Das derzeitige Chandler ist nur ein Prototyp, doch Kapor verspricht, dass bald alle Funktionen von Microsoft Outlook implementiert sein werden. Kontaktverwaltung, E-Mail und Teminplanung sollen dabei einfacher zu bedienen sein als Microsoft Outlook - und mit Replikationsfunktionen wie in Notes verknüpft werden, die man nicht unbedingt mit Outlook verbindet.

Darüberhinaus will Kapor Funktion wie in Lotus Agenda integrieren, das er 1988 als "Speadsheet für das Hirn" bezeichnete. Die formfreie Textdatenbank erlaubte Nutzern, Einträge zu klassifizieren und alle Daten jederzeit einem anderen Thema oder Bereich zuzuordnen. Diese flexible Art von Datenhaltung entspricht mehr Mindmapping-Tools als Organizern. Die Flexibilität dieser Idee soll nun auch die bisher weitestgehend starren Datenbankkonzepte von Organizern erreichen.

Wie das endgültige Projekt des Gehirnakrobten schließlich aussehen wird, weiß bislang allerdings noch niemand.

Quelle: Tom's Hardware

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