AMD Duron vs. Intel Celeron: Faires Duell

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19:00 - 01/10/2001 von Frank Völkel
Hersteller AMD Intel
Prozessor Duron 1100 Celeron 1200
CPU-Core Morgan Tualatin
Fertigungstechnologie 0,18 Micron 0,13 Micron
CPU-Plattform Sockel 462 Sockel 370
Bus-Protokoll EV6 AGTL
CPU-Bustakt (Front-Side-Bus) 100 MHz 100 MHz
L1-Cache 128 kB 32 kB
L1-Cache Zugriff CPU-Takt CPU-Takt
L2-Interface 64 Bit 256 Bit
L2-Cache 64 kB 256 kB
L2-Taktfrequenz CPU-Takt CPU-Takt
L2 Cache Range 64 GB 64 GB
MMX-Befehlssatz ja ja
3D-Befehlssätze
3D Now ja nein
3D Now+ ja nein
SSE ja ja
SSE2 nein nein
Elektrische Eigenschaften
Multiprozessor-fähig nein nein
Kernspannung 1,45 bis 1,75 Volt 1,30 bis 1,65 Volt
Verlustleistung (max.) 41 Watt 27 Watt
Stromstärke (max.) 46 Ampere 48 Ampere
Überlastschutz (Thermal diode) ja ja
Vergleich der beiden Low-cost-Prozessoren. Der Intel Celeron 1200 besitzt die Tualatin-Core und wird nach dem 0,13-Mikron-Prozess gefertigt.

Vergleicht man die beiden Datenblätter der Kontrahenten, so stellt sich heraus, dass beide Prozessoren vollkommen unterschiedlich ausgestattet sind. Während der Intel Celeron 1200 mit einem nur 32 kB großen L1-Cache ausgestattet ist, so kann der AMD Duron 1100 auf den vierfach so großen Zwischenspeicher mit 128 kB zugreifen. Anders sieht es beim L2-Cache aus: Intel stattet den Celeron 1200 mit 256 kB aus und ist damit identisch mit der Tualatin-Version des Intel Pentium III/1133. AMD sieht lediglich einen 64 kB fassenden L2-Cache vor. Schon an dieser Stelle ergibt sich die Frage, wie sich wohl die unterschiedliche Cache-Ausstattung in der Praxis bemerkbar macht. Gleichheit herrscht bei der Anbindung der Prozessoren an den Front-Side-Bus: Beide CPUs arbeiten mit 100 MHz. In Anbetracht der Spitzenmodelle von AMD und Intel, die mit mehr als 100 MHz FSB-Takt arbeiten, ergibt sich hier berechtigt die Frage, ob die Hersteller nicht künstlich die Taktrate auf 100 MHz begrenzen, um eine deutliche Abgrenzung zum Highend-Markt - und den automatisch viel teureren CPUs wie beispielsweise AMD Athlon XP- zu erreichen. Für den Heimanwender und vor allem für ambitionierte Freaks bleibt immer noch die Möglichkeit des Overclockings: Dieses Thema haben wir in unserem Vergleichstest ebenfalls beleuchtet.

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