Aus dem Hause des Chipherstellers: das Intel D975XBXKLKR Motherboard.
Die Zeiten, in denen Intel spärliche OEM-Kost ohne Funktionen ablieferte, sind endgültig vorbei. Gegenüber den äußerst abgespeckten Varianten, wie sie in Komplettsystemen á la Dell zum Einsatz kommen, bietet die vollkommen abweichende Enthusiasten-Version nahezu alles an. Kaum zu glauben, welche Vorstellung Intel mit dem D975XBXKLKR ablieferte, selbst die notorisch kritisch eingestellten THG-Ingenieure waren überrascht. Sehr komfortabel hat Intel das Update des Bios gelöst, wobei keinerlei Eingaben des Anwenders notwendig sind. Die Aktualisierung geschieht vollkommen automatisch - auf Wunsch kann auch eine Boot-Diskette erstellt werden. Einmalig am Markt ist die Notierung von aufgetretenen Fehlern beim Startvorgang, indem Datum und Uhrzeit im Bios vermerkt werden. Somit ist auch der Einsatz als Serverboard denkbar, wo derartige Funktionen zwingend erforderlich sind. Für die Fans des Übertaktens gibt es Tools für Windows XP - Intel nennt die Software Desktop Control Center.
Für gute Ergonomie sorgen zahlreiche Einstellmöglichkeiten der Lüfter, wobei sich verschiedene Temperaturgrenzen einstellen lassen. Letztendlich ist es möglich, trotz Einsatz einer kräftigen CPU (Pentium EE 965) einen recht leisen Betrieb zu erreichen. Allerdings gibt es keine Einstellmöglichkeiten für die Temperaturgrenzen des Prozessors. Zudem stellten wir fest, dass nach der Entfernung des CPU-Lüfters die CPU-Temperatur bis auf 100 Grad Celsius anstieg ohne dass eine Warnmeldung ausgegeben wird. Hier sollte in jedem Fall nachgebessert werden. Interessenten dieser Platine sollten beim Kauf daran denken, dass ein Netzteil mit ATX 12V 2.2 Spezifikation notwendig ist. Derartige Modelle sind noch ziemlich rar am Markt. Achtet man nicht darauf, sitzt man nach dem Zusammenbau des Rechners vor einem stromlosen System.
Interessant für Übertakter ist der Bios-Config-Jumper vor allem dann, wenn gar nichts mehr geht. Somit lässt sich das System in einer Art abgesicherten Modus starten, indem der Debug-Jumper gesetzt wird. Alle Takteinstellungen werden auf "Standard" gesetzt, dennoch bleiben alle Bios-Einstellungen erhalten. Eine Unzulänglichkeit gab es auch: Im Test funktionierte weder der CMOS-Clear-Jumper noch das Kurzschließen der Batterie-Pins, um die Bios-Daten zu löschen.
Die Intel Platine in der 3D-Ansicht.
| Intel D975XBX (Rev. AA) | |
|---|---|
| Platform | Sockel LGA775 |
| Northbridge | Intel 975X (Rev. 00) |
| Southbridge | Intel ICH7R (82801GB) |
| Phasen | 5-Phasen Regulator |
| BIOS | BX97510J.86A.0807.2006.0314.1158 |
| Clock Chip | ICS 954519BGLF |
| Clock Setting in BIOS | Measurement |
| 266.6 MHz (FSB1066) | 266.7 MHz (0.00%) |
| SPD Memory Timing Recognition | Timing Result |
| DDR2-667 | CL 4.0-4-4-8 |
| Interfaces | |
| Connectors | onboard / IO - panel |
| USB 2.0 | 4 / 4 |
| IEEE1394/Firewire | 1 / 2 |
| Serial COM Port | none / 1 |
| Parallel LPT Port | none / 1 |
| Game | none |
| LAN | none / 1 |
| WLAN | none |
| SATA | 8 / none |
| Audio analog | LineIn CD / 7.1 Cannels |
| Audio digital | none / chinch and optical Out |
| Connectors | onboard only |
| PCIe 16x | 2 |
| PCIe 4x | 0 |
| PCIe 1x | 2 |
| PCI | 2 |
| IDE (PATA) | 2 (4 channels) |
| Fan 4 pins (CPU) | 1 |
| Fan 3 pins (System) | 2 |
| Mass Storage Controller | |
| ICH7 | 1x IDE (ATA100)
4x SATA (RAID 0,1,5,10) |
| Silicon Image Si3114CTU | 4x SATA (RAID 0,1,0+1,5) |
| LAN | |
| Intel PC82573L PCIe | 1x 1 Gbit/s LAN |
| Audio | |
| Sigmatel STAC9221D5 | AC97 (High Definition Audio) |
| IEEE1394/Firewire | |
| Texas Instrument TSB43AB23 | 2x 1394a (400 Mbit/s) |



