Intel D975XBXKLKR: Überzeugend aber teuer

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13:11 - 30/05/2006 von Die Redaktion

Aus dem Hause des Chipherstellers: das Intel D975XBXKLKR Motherboard.

Die Zeiten, in denen Intel spärliche OEM-Kost ohne Funktionen ablieferte, sind endgültig vorbei. Gegenüber den äußerst abgespeckten Varianten, wie sie in Komplettsystemen á la Dell zum Einsatz kommen, bietet die vollkommen abweichende Enthusiasten-Version nahezu alles an. Kaum zu glauben, welche Vorstellung Intel mit dem D975XBXKLKR ablieferte, selbst die notorisch kritisch eingestellten THG-Ingenieure waren überrascht. Sehr komfortabel hat Intel das Update des Bios gelöst, wobei keinerlei Eingaben des Anwenders notwendig sind. Die Aktualisierung geschieht vollkommen automatisch - auf Wunsch kann auch eine Boot-Diskette erstellt werden. Einmalig am Markt ist die Notierung von aufgetretenen Fehlern beim Startvorgang, indem Datum und Uhrzeit im Bios vermerkt werden. Somit ist auch der Einsatz als Serverboard denkbar, wo derartige Funktionen zwingend erforderlich sind. Für die Fans des Übertaktens gibt es Tools für Windows XP - Intel nennt die Software Desktop Control Center.

Für gute Ergonomie sorgen zahlreiche Einstellmöglichkeiten der Lüfter, wobei sich verschiedene Temperaturgrenzen einstellen lassen. Letztendlich ist es möglich, trotz Einsatz einer kräftigen CPU (Pentium EE 965) einen recht leisen Betrieb zu erreichen. Allerdings gibt es keine Einstellmöglichkeiten für die Temperaturgrenzen des Prozessors. Zudem stellten wir fest, dass nach der Entfernung des CPU-Lüfters die CPU-Temperatur bis auf 100 Grad Celsius anstieg ohne dass eine Warnmeldung ausgegeben wird. Hier sollte in jedem Fall nachgebessert werden. Interessenten dieser Platine sollten beim Kauf daran denken, dass ein Netzteil mit ATX 12V 2.2 Spezifikation notwendig ist. Derartige Modelle sind noch ziemlich rar am Markt. Achtet man nicht darauf, sitzt man nach dem Zusammenbau des Rechners vor einem stromlosen System.

Interessant für Übertakter ist der Bios-Config-Jumper vor allem dann, wenn gar nichts mehr geht. Somit lässt sich das System in einer Art abgesicherten Modus starten, indem der Debug-Jumper gesetzt wird. Alle Takteinstellungen werden auf "Standard" gesetzt, dennoch bleiben alle Bios-Einstellungen erhalten. Eine Unzulänglichkeit gab es auch: Im Test funktionierte weder der CMOS-Clear-Jumper noch das Kurzschließen der Batterie-Pins, um die Bios-Daten zu löschen.

Die Intel Platine in der 3D-Ansicht.
Intel D975XBX (Rev. AA)
Platform Sockel LGA775
Northbridge Intel 975X (Rev. 00)
Southbridge Intel ICH7R (82801GB)
Phasen 5-Phasen Regulator
BIOS BX97510J.86A.0807.2006.0314.1158
Clock Chip ICS 954519BGLF
Clock Setting in BIOS Measurement
266.6 MHz (FSB1066) 266.7 MHz (0.00%)
SPD Memory Timing Recognition Timing Result
DDR2-667 CL 4.0-4-4-8
Interfaces
Connectors onboard / IO - panel
USB 2.0 4 / 4
IEEE1394/Firewire 1 / 2
Serial COM Port none / 1
Parallel LPT Port none / 1
Game none
LAN none / 1
WLAN none
SATA 8 / none
Audio analog LineIn CD / 7.1 Cannels
Audio digital none / chinch and optical Out
Connectors onboard only
PCIe 16x 2
PCIe 4x 0
PCIe 1x 2
PCI 2
IDE (PATA) 2 (4 channels)
Fan 4 pins (CPU) 1
Fan 3 pins (System) 2
Mass Storage Controller
ICH7 1x IDE (ATA100)
4x SATA (RAID 0,1,5,10)
Silicon Image Si3114CTU 4x SATA (RAID 0,1,0+1,5)
LAN
Intel PC82573L PCIe 1x 1 Gbit/s LAN
Audio
Sigmatel STAC9221D5 AC97 (High Definition Audio)
IEEE1394/Firewire
Texas Instrument TSB43AB23 2x 1394a (400 Mbit/s)

Mindestens einer von jedem wichtigem Anschluss wurde am I/O-Panel herausgeführt.
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