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2004 wird der Sockel 754 bei AMD hinsichtlich verkaufter Stückzahlen dominieren. Doch schon im nächsten Jahr soll sich das Blatt zugunsten des Sockels 939 wenden.
Auch in diesem Jahr wird AMD mit zwei verschiedenen Prozessorsockeln arbeiten. Einer davon ist der bereits wohlbekannte Sockel 754, für den bis zum Sommer noch ein Athlon64 3700+ mit 2,4 GHz Takt (Newcastle), sowie bis Ende des Jahres möglicherweise auch noch ein schnelleres Modell erscheinen wird. Im Spätsommer wird zudem die Athlon-XP-Familie von Sockel A auf Sockel 754 umgestellt. Technisch bedeutet dies, dass es einen Athlon 64 ohne 64-Bit-Erweiterungen geben wird (Codename Paris). Vorgesehen sind 2800+, 3000+ und 3200+, wobei die bekannten Athlon XPs für den Sockel A bis 2005 aus dem Angebot verschwinden und nur bei Bedarf als Low-Cost-Prozessoren interessant bleiben werden.
Technisch wird AMD einen Respektsabstand des "neuen" Athlon XP zum Athlon 64 durch eine weitere Reduzierung des L2-Cache auf 256 kB erreichen. Notwendig ist dies auch aus Kostengründen, denn nach wie vor produziert AMD nur mit 200 mm Wafern in 130 Nm, während Intels Prescott in 90 Nm und auf 300 mm messenden Wafern hergestellt wird.
Der zweite Sockel ist der Sockel 939, der am 25. Mai den bekannten Sockel 940 ablösen soll. Im Sommer werden Athlon-64-Prozessoren auf Basis von AMDs 90-Nm-Fertigung mit Zweikanal DDR-Controller ausgeliefert werden: Winchester als Athlon64 3800+ und San Diego als Athlon 64 FX-55, beide im Sockel 939 mit 1-GHz-HyperTransport und SSE3-Befehlserweiterung. Bis zum ersten Quartal 2005 ist dann auch mit dem 4200+ zu rechnen.
In diesem Jahr wird AMD noch verstärkt auf den Sockel 754 setzen, da sich Produktpakete auf dieser Basis zu sehr interessanten Preisen schnüren lassen und der Chiphersteller deshalb mit weiter steigenden Stückzahlen rechnen kann: Einkanal DDR-Speicher, Upgrademöglichkeit auf einen 64-Bit-Chip beim Kauf eines Athlon XP, Cool & Quiet zur Senkung der Verlustleistung und des Kühlungsaufwandes, das NX-Bit (non execute) als Sicherheit steigernde Maßnahme gegen Buffer-Overflow-Attacken etc.
Während AMD den Sockel 754 fast zur reinen 32-Bit-Plattform degradieren will, ruhen die Erfolgshoffnungen für 2005 auf dem 90-Nm-Chip Toledo und Sockel 939. Sollte der Prozessor bis dahin über ein DDR2-Speicherinterface verfügen, so rechnen wir abermals mit der Einführung eines neuen Prozessorsockels. Da DDR2-DIMMs 240 statt 184 Kontakte besitzen, ist der Betrieb eines DDR2-Athlon-64 im Sockel 939 nicht mit herkömmlichen 32 Bit DDR2-DIMMs möglich. 64-Bit-Module wären hier eventuell eine Lösung.
