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Mit den Chipsätzen 915 und 925 führte Intel bereits einen neuen, flexibleren Massenspeicher-Controller ein, der unter dem Stichwort Matrix Storage Technology geführt wird. Grundsätzlich geht es dabei um Unterstützung mehrerer RAID-Arrays gleichzeitig, und das auch auf ein und denselben Laufwerken. Ein RAID-Array verwendet mehrere Festplatten gleichzeitig, um die Leistungsfähigkeit des Festplattensubsystems bzw. die Datensicherheit im Fall eines Laufwerksdefektes zu erhöhen.
Bislang standen lediglich zwei Serial-ATA-Anschlüsse zur Verfügung, so dass ein Matrix-RAID lediglich aus bis zu zwei Arrays (RAID 0 oder RAID 1) bestehen konnte. Nun stehen vier Ports parat, womit sich Intel neue Optionen bieten. Die Southbridge ICH7-R unterstützt mit drei Laufwerken nun auch ein RAID 5, mit vier verwendeten SATA-Festplatten sind RAID 5 und RAID 10 möglich. Weiterhin unverändert bleibt die Unterstützung für RAID 0 mit bis zu vier Laufwerken und RAID 1 mit zwei Festplatten.
Ein interessanter Aspekt dieses Features (siehe Grafik) ist die Kombination eines schnellen Arrays (z.B. RAID 0) mit einem sicheren (RAID 1 oder 5). Bei Verwendung zweier Festplatten drängt sich hier ein RAID 0 für das Betriebssystem sowie die Auslagerungsdatei auf. Ein zusätzliches RAID 1 kann darüber hinaus alle wichtigen Anwenderdaten sowie eventuell auch ein System-Image zur schnellen Wiederherstellung aufnehmen.
Mit vier Laufwerken lässt sich das ganze nun sprichwörtlich auf die Spitze treiben, denn es lassen sich problemlos ein RAID 0 und ein RAID 5 kombinieren. Drei Laufwerke sind dafür allerdings Voraussetzung, denn im RAID 5 werden Paritätsdaten rotierend auf alle Laufwerke verteilt, was erst ab drei Festplatten möglich ist.
Wer kleiner anfangen möchte, sollte schon bei der Windows-Installation den Intel Matrix Storage Manager als Treiber für den Controller installieren. Ist dieser vorhanden, so eröffnen sich dem Anwender zahlreiche Migrationsmöglichkeiten, etwa die Aufrüstung von einer einzelnen Festplatte auf ein RAID oder die Erweiterung eines vorhandenen RAID-Arrays um eine zusätzliche Festplatte.
Der SATA-Controller unterstützt Native Command Queuing sowie 300 MB/s Transfergeschwindigkeit pro Port. Letzteres macht in der Praxis praktisch keinen Unterschied, da aktuelle Laufwerke noch bei unter 80 MB/s liegen und das direkte Auslesen/Schreiben aus bzw. in den Laufwerks-Cache keinen spürbaren Einfluss hat.
Zudem handelt es sich bei den SATA-Controllern der ICH7-Southbridge-Komponenten um AHCI-konforme Geräte (Advanced Host Controller Interface). Die aktuelle 1.1-Spezifikation beschreibt die Schnittstelle auf Register-Level und ermöglicht die weitgehende Standardisierung von SATA-II-Controllern, nachdem vorangegangene Geräte weitgehend proprietär arbeiteten. Wichtig ist dies unter anderem für die effiziente Nutzung von Command Queuing.
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