EU-Kommission: Microsoft muss 280,5 Millionen Euro Strafe zahlen
Nächste NewsDie EU-Kommission hat gegen den Softwarekonzern Microsoft eine neue Strafe von 280,5 Millionen Euro verhängt.
Microsoft soll so dafür bestraft werden, dass es immer noch nicht ausreichende Informationen für Wettbewerber über das Betriebssystem Windows veröffentlicht hat, so die EU-Kommission. Die Kommission drohte ein tägliches Zwangsgeld in Höhe von drei Millionen Euro ab 31. Juli an, falls Microsoft bis dahin den Auflagen der EU nicht nachkommt.
Die neue Strafe entspricht einem Satz von 1,5 Millionen Euro pro Werktag seit dem 16. Dezember 2005. Dies ist das erste Mal seit der Gründung der EU vor 49 Jahren, dass ein Unternehmen wegen Verstoßes gegen die Wettbewerbsregeln der EU verurteilt wird.
Vor zwei Jahren hatte die EU bereits ein Bußgeld von 497 Millionen Euro verhängt. Microsoft hat bisher argumentiert, es sei allen Aufforderungen der Kommission nachgekommen.
"Microsoft hat auch nicht annähernd genaue und detaillierte Daten vorgelegt", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hingegen. Die Kommission habe "Zurückhaltung" bei der Festsetzung der hohen Strafe walten lassen, sagte sie. Microsoft hätte die Strafe durch rechtzeitiges Handeln abwenden können. Microsoft hat angekündigt, in wenigen Tagen neue ergänzende Dokumente vorzulegen.
Quelle: Tom's Hardware
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