Antennen aufgestockt

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19:00 - 15/05/2004 von Dr. Harald B. Karcher

Nur 650 Meter Luftlinie von diesem UMTS-Funkturm entfernt liegt das Testbüro - links im Bild ist die Rückseite der Vodafone-Niederlassung in der Münchener Kastenbauerstrasse zu sehen.

Das Testbüro liegt 650 Meter Luftlinie vom gigantischen Vodafone-Funkturm entfernt: In der Münchener Kastenbauerstrasse betreibt Vodafone neben der Niederlassung Süd seit Sommer 2001 das erste UMTS-Testcenter auf deutschem Boden zusammen mit Siemens und weiteren UMTS-Experten.

Einsatz in der Praxis

Die UMTS-Karte steckt samt Installations-CD und Handbuch in einem Plastiketui in der Form einer dicken DVD-Verpackung. Auf der Frontseite sehen wir eine Business-Lady im Nadelstreifen-Kostüm. Sie arbeitet an einem großen Toshiba-Business-Laptop mit eingesteckter Vodafone-UMTS-Karte, in einem gepflegten Gartenrestaurant. Unter der nadelgestreiften Biergartenlady lesen wir: "Vodafone - How are you? Ihr mobiler Zugang ins Internet und Firmennetz - Vodafone Mobile Connect Card UMTS".

Auf der Rückseite der UMTS-Box wird es gleich technischer. Zu den unterstützen Anwendungen schreibt Vodafone:

"Senden und empfangen von E-Mails und Zugang zum Internet und zum Firmennetz überall im Vodafone-Netz, Kabelloser Zugriff - keine Kabel, kein Modem, kein kompliziertes Setup, Zugriff auf das UMTS- und GPRS-Netzwerk mit einer Geschwindigkeit von bis zu 384 kBit/s, Eine einfache Benutzeroberfläche, mit der Sie in Verbindung bleiben."

Schon hier wird klar, dass diese UMTS-Karte nur für Datenapplikationen gedacht ist, nicht aber für die klassische Mobilfunk-Telefonie. Zu den Systemanforderungen steht auf dem Hinter-Cover der Verpackung:

Windows XP, 2000, ME, NT 4.0 (SP6a), 98 (SE), Freier Steckplatz für PC-Card Typ II, Freier Festplattenplatz: mindestens 50 MB, 100 MB empfohlen, Arbeitsspeicher: mindestens 32 MB RAM, 64 MB empfohlen, NT 4.0: PCMCIA-Software von Notebook-Hersteller erforderlich. Informationen darüber erhalten Sie beim Hersteller Ihres Notebooks"

Diese Anforderungen erfüllt unser Test-Notebook, ein Toshiba R100 XP, natürlich locker - wie wohl die meisten Notebooks jüngeren Datums. Von Windows 95, Pocket PC 2002, PPC 2003 alias Windows Mobile, Apple MAC OS und Linux ist jedoch nichts im dünnen Handbüchlein zu lesen. Hartnäckige Nachfragen bei Vodafone ergeben jedoch, dass "Treiber für weitere Betriebssysteme, wie beispielsweise Mac OS" in Vorbereitung seien, auch wenn Verfügbarkeits-Termine noch nicht feststünden.

Vodaphone die Mobile Connect Card UMTS. Auf der Rückseite der UMTS-Karte wird die SIM-Karte von Vodafone eingesetzt.

Die Karte stammt indes nicht von Vodaphone selbst, sonder ist zugekauft, wie auch die Vodafone-GSM-Handys. Mager sind die technischen Angaben: "PC-Karte hergestellt von OPTION WIRELESS TECHNOLOGY... Die Vodafone Mobile Connect Card UMTS wird unter Lizenz von QUALCOMM Incorporated hergestellt." Die kalifornische Qualcomm hält viele UMTS-Patente und hat damit erheblichen Einfluss auf die Verbreitung der UMTS-Technik in Amerika, Europa, Asien und dem Rest der Welt, bis hin zum riesigen Hoffnungsmarkt China. UMTS ist ein langfristiger Weltmarkt für die Großkonzerne, da geht es um viel mehr als nur ein paar Hotel-Hotspots. UMTS muss die Betriebs-Renten der heute aktiven Manager und Mitarbeiter mit absichern: Vom Gross-Provider bis zu den Gross-Lieferanten sitzen da alle im gleichen Boot: Die Lizenzen und die Investitionen für UMTS waren extrem teuer, also muss es auch ein globaler Erfolg werden.

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