UMTS mit GPRS-Fallback

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19:00 - 15/05/2004 von Dr. Harald B. Karcher

Laut Handbuch beherrscht die Datenkarte sowohl UMTS als auch GPRS: "Die Vodafone Mobile Connect Card UMTS-Software wird standardmäßig so installiert, dass Sie automatisch mit UMTS verbunden werden, sofern dieser Datendienst zur Verfügung steht. Steht UMTS nicht zur Verfügung, wird automatisch GPRS gewählt, sofern dieser Datendienst zur Verfügung steht."

Welcher Datendienst jeweils tatsächlich zur Verfügung steht, zeigt das Vodafone-Dashboard unter Signal GPRS oder Signal UMTS. Die UMTS-Abdeckung ist im Münchner Raum aber derart lückenlos, dass wir erstmals am 8. März 2004 in einem TV-Studio in Ismaning den automatischen Fall-Back auf GPRS beobachten konnten. Das automatische Hochschalten von GPRS auf UMTS konnten wir jedoch nicht selbst erleben. Also zitieren wir dazu das Vodafone-Handbuch: "Wenn Sie mit GPRS verbunden sind (z.B. weil UMTS nicht zur Verfügung steht), können Sie jederzeit versuchen, eine Verbindung zu UMTS herzustellen. Denn es wird nicht automatisch mit UMTS verbunden, sobald Sie in den Empfangsbereich von UMTS kommen...Bitte beachten Sie, dass die bestehende IP-Verbindung dabei unterbrochen wird. Bitte beenden sie vorher dementsprechend alle Netzwerk-Applikationen (z.B. Outlook)."

Voila: Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Netzwechsel noch immer eine technisch große Herausforderung darstellt. Auch bei den UMTS-Handys sollen ja die Probleme beim Wechsel von UMTS auf andere Funknetze und wieder zurück einer der wesentlichen Gründe für die verzögerte Einführung der Endgeräte darstellen: Wenn der Sprung zwischen den Netzen nicht schnell genug klappt, wird das Telefonat unterbrochen. Das stört die meisten User ungemein mehr als Aussetzer beim Surfen.

Allerdings war die Anzeige der Verbindungsdetails im Dashboard nicht immer aktuell: Noch eine halbe Stunde nach dem Herausziehen der UMTS-Karte meldete die Applikation noch immer fröhlich Signal UMTS mit drei schwarzen Balken für eine brauchbare UMTS-Feldstärke sowie Netzwerk Vodafone. Offenbar stellt sie die letzten UMTS-Signal-Werte verzögert dar, vielleicht um den Endanwender mit den bekannt starken Schwankungen von Funknetzen nicht sekündlich zu verwirren.


Zum Vergrößern anklicken: Der Profilmanager zeigt die Voreinstellungen der Installation, mit der wir auch getestet haben. Im Verbindungstyp UMTS bevorzugt soll die Software automatisch mit GPRS verbinden, wenn UMTS nicht verfügbar ist.

In einem TV-Studio in Ismaning setzte tatsächlich die UMTS-Versorgung aus, worauf hin sich das Notebook via GPRS mit brutto 57,6 kBit/s ins Netz einbuchte, statt mit den bei UMTS üblichen brutto 384 kBit/s.
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