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Volume-Tarife

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19:00 - 15/05/2004 von Dr. Harald B. Karcher

"Kunden, die ihre mobile Online-Nutzung besser über das übertragene Datenvolumen als über die Zeit kalkulieren können, haben außerdem die Wahl zwischen den Tarifen Vodafone-Volume L, Vodafone-Volume XL beziehungsweise Vodafone-Volume XXL. Die Monatspreise liegen hier zwischen 11,60 Euro (10 Euro netto) und 69,60 Euro (60 Euro netto). Bei diesen Tarifen sind Inklusivvolumina von 10, 50 beziehungsweise 150 MByte (jeweils abgerechnet in 100 kByte-Schritten) für die Nutzung im deutschen Vodafone-Netz eingeschlossen. Jedes weitere MByte kostet zwischen 2,20 Euro (1,90 Euro netto) und 1,04 Euro (0,90 Euro netto).

Vodafone-Volume

Solange das UMTS-Netz noch schön leer ist, sollte man den Zeit-Tarif in die enge Wahl nehmen. Wird das Netz einmal voller und langsamer, könnte der Volumentarif mehr MBytes pro Euro via UMTS in den Laptop bringen.

Vergleichen wir den VOLUME-Tarife für GPRS und UMTS nun mit sehr guten WLAN-Hotspots: Im Kempinski Vier Jahreszeiten kommen 5,3 MByte in 17 Sekunden aus dem WLAN-HotSpot, umgerechnet 0,31 MByte/s, also 18,6 MByte pro Minute oder 1116 MByte pro Stunde. Diese zwei Stunden kosten via Swisscom Rubbelkarte 9,50 Euro inkl. MWST. Natürlich wird sich die Swisscom als Provider nicht nach solchen Usern sehnen, die auf Teufel komm raus das letzte MByte aus den zwei Stunden raussaugen.

Bei Vodafone gibt es für 11,60 Euro im Volume-L-Tarif gerade 10 MByte über UMTS oder GPRS, und die kommen dann auch noch viel langsamer daher als über WLAN. Auch wenn das Vier Jahreszeiten schon 2001 und auch noch 2004 mit einem 2 MBit/s schnellen Internet-Zugang nach wie vor zu den besonders schnellen WLAN-Hotspots gehört, ist der Preisnachteil von UMTS gerade im Volume-L-Tarif gegenüber WLAN doch eklatant. Aber nur, wenn man die zwei Rubbelkartenstunden halt auch ganz heftig bis zum Anschlag mit Riesendownloads ausnutzt.

Letztendlich muss hier jeder User seine eigene Bedarfsstruktur einschätzen und dann seine eigene Vergleichsrechnung aufmachen. Wir haben hier nur die Eckpunkte durchgerechnet. Die nur leicht angedeutete Empfehlung der Vodafone-Hotline, lieber den Zeittarif zu nehmen, so lange das UMTS-Netz noch schön leer und daher sehr performant ist, könnte für viele User tatsächlich richtig sein.

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