Die Abspielgeschwindigkeit lässt sich im Bereich zwischen 0,5-fach und 2-fach einstellen. Außerdem steht ein parametrischer Equalizer zur Verfügung, mit dem man Höhen und Tiefen um jeweils +-12dB verändern kann. Als weitere Zugabe verfügt die Jukebox über einen digitalen Signalprozessor, der die Klangcharakteristika verschiedener Orte oder Räume simuliert. Eigens dazu können Sie ein zweites Lautsprecherpaar an die Jukebox anschließen. Wie erwartet sind die Effekte dann deutlich ausgeprägter. Das System dazu heißt EAX und sollte einigen Anwendern bereits bekannt sein. Diese Environmental Audio Extensions verwendet Creative nämlich auch bei den aktuellen Soundkarten.
Über den Mikrofon-Eingang kann man schier grenzenlos Sprache oder Geräusche aufnehmen. Somit lässt sich die Jukebox auch als Diktiergerät benutzen. Das Limit setzt weniger die Festplatte sondern die Akkus: Circa 4 Stunden Dauerbetrieb sind mit den vier Mignon-Zellen möglich. Ein Netzteil befindet sich ebenfalls für den stationären Betrieb im Lieferumfang.Creative arbeitet derzeit bereits an einem Softwareupdate, das den Betrieb der Jukebox als externe Festplatte erlaubt. Allein zu diesem Zweck gibt es günstigere Lösungen, doch als kostenlose Dreingabe ist diese Option viel wert - zumal praktisch alle modernen PCs und Notebooks über USB-Schnittstellen verfügen.

Der Preis für die DPA Jukebox soll bei etwa 1000 Mark liegen. Dies ist ein saftiger Preis. Immerhin bekommt man dafür eine ganze Menge geboten. Eine derart große Kapazität sucht man bei Konkurrenten vergeblich; Creative ist in dieser Disziplin daher ungeschlagen. Mitgeliefert werden sogenannte Backphones. Das sind Kopfhörer, die man nicht von oben sondern von hinten aufsetzt. Der Bügel sitzt dann im Nacken. Dieses Prinzip ist zwar grundsätzlich nicht schlecht, aber gerade das mitgelieferte Modell kann nicht durch Tragekomfort begeistern. Auch die Klangqualität passt nicht zum ansonsten sehr guten Grundgerät.
Die teils umständliche Bedienung der Geräts ließe sich mittels eines kleinen Updates schnell beheben. Bis zur Auslieferung im Oktober bleibt zumindest noch etwas Zeit.
Wer viel Musik hört und den der Preis von 500 Dollar bzw. 1000 DM nicht scheut, bekommt eine wahre "Jukebox" mit schier unbegrenztem Fassungsvermögen. Mechanisch anfällige Kassetten bzw. CD gehören damit der Vergangenheit an. Leider sind die mitgelieferten Backphones nicht zum Dauergebrauch zu empfehlen, denn ihr Tragekomfort lässt zu wünschen übrig und weder Klang noch Dynamik können überzeugen.
Durch ein technisch mögliches Firmware-Update könnten die Unstimmigkeiten in der Bedienung bestimmt verbessert werden. Ein kleiner Nachteil ist die Tatsache, dass man das Gerät nicht als mobilen MP3-Speicher verwenden kann. Sie können nur selbst aufgezeichnete Dateien wieder auf Ihren Rechner zurückspielen. Mit einem Trick kann man diese Sperre jedoch umgehen: Zwar lassen sich bislang keine MP3-Dateien zurückschreiben, doch andere Formate (etwa .wav) machen keine Schwierigkeiten.
