- Motherboards mit i965-Chipsatz II: Nächste Runde
- Motherboards mit i965-Chipsatz I: Startpreis 99 Euro
- CeBIT 2007: Motherboards, Speicher, Grafik
- 680i Motherboard-Vergleich Teil II: ECS überrascht
- 680i Motherboard-Vergleich I: Asus streikt extrem
- Ratgeber für Einsteiger: Das richtige Motherboard
- Sündteurer Umstieg: Vier Platinen für Intel Core 2
- Luxusklasse: 6 Platinen für Pentium D & Conroe
- Luxusklasse: 6 Platinen für Pentium D & Conroe
- ASUS, DFI, MSI: AMD-Platinen mit CrossFire- Unterstützung
Defekte Motherboards selbst repariert
- <<
- 1 Wenn die Hardware versagt...
- 2 Elkos, die unbekannten Wesen
- 3 Wenn Elkos leckschlagen
- 4 Defekte Elkos erkennen
- 5
- 6 Los geht's: Elko-Austausch in Eigenregie
- 7 Kondensatoren auslöten
- 8 Das Motherboard mit neuen Elkos bestücken
- 9 Das Motherboard mit neuen Elkos bestücken, Fortsetzung
- 10 Fazit: Motherboard-Reanimation zum Spottpreis
- >>
5 - Einkauf von Low-ESR-Elkos zum Austausch
Elektrolytkondensator in radialer Bauform
Der Einkauf spezieller Low-ESR-Elkos hat sich als schwieriger erwiesen als angenommen, da wir auf die Kosten achteten. Der Austausch der Kondensatoren macht in unseren Augen vor allem dann Sinn, wenn der Vorgang möglichst wenig kostet - da beim eigentlichen Austausch auch etwas schiefgehen kann - dass die Reparatur gelingt ist nämlich nicht immer garantiert.
Für unser defektes K7D Master im Labor benötigten wir 26 Elkos in radialer Bauform mit 1000µF, 6,3 V und Temperaturbelastbarkeit bis 105°. Diese Daten lassen sich auf der Außenseite eines Kondensators meist direkt ablesen. Die Abmessungen der Elkos betragen 8 mm im Durchmesser und 16 mm in der Höhe. Das Rastermaß beträgt 3,5 mm; dieses beschreibt den Abstand der beiden "Stifte" (Anode und Kathode) am Kondensator.
Unsere bestellten Elkos
Nach kurzer Suche bestellten wir per Internet bei einem Berliner Händler, der die Kondensatoren zum Staffelpreis anbietet. Die von uns benötigten Kondensatoren mit 6,3 V waren jedoch nicht lieferbar, so dass wir auf Kondensatoren mit 10 V ausweichen mussten. Das Rastermaß und der Durchmesser blieben gleich, die Höhe beträgt bei den von uns bestellten Kondensatoren allerdings 20 mm. Je nach eingesetzten Steckkarten können die 4 mm Differenz tatsächlich Probleme verursachen. Daher sollte man vor der Bestellung darauf achten, wie viel Raum noch zwischen den zu ersetzenden Elkos und Steckkarten wie der Grafikkarte oder anderen Steckkarten bleibt. In unserem Fall stellten die 4 mm Höhenunterschied kein Problem dar. Bei einer Abnahme von 30 Stück zahlten wir 56 Cent pro Kondensator, zuzüglich Versandkosten.
- Seite zurück Defekte Elkos erkennen
- Seite vor Los geht's: Elko-Austausch in Eigenregie


Ich hätte mir gewünscht, dass ihr testet ob euer Board wieder funzt.
Zu Fällen von defekten Mainboards gehört oft auch ein abgeschossenes BIOS.
Ich hab noch nen kleinen Typ der einen Versuch wert ist wenn per Garantie eh nix mehr zu machen will. Ich hab damit schon 5 mal ein Board gerettet.
Vorrausetzung ist, dass das Board mit einem "Steckbaren" Bios-chip ausgestattet ist und das man noch ein Board der selben Modellreihe zur Verfügung hat.
z.B. hatte ich ein K7N2-Delta ILSR welches ein defektes Bios hatte.
Ich hatte aber noch ein K7N2-Delta L auf Lager welches zwar weniger Features hat und auch dessen Bios nicht alle Funktionen des ILSR besitzt, dennoch konnte ich damit wenigstens den PC starten und per Bootdisk bis in einen DOS Modus bringen.
also schritt für schritt.
1.Bios-chips beider Boards vorsichtig lösen
2.funktionierenden Chip in board dessen Bios futsch ist einstecken...
3.Wenn ihr das glück habt das euer PC jetzt wieder angeht habt ihr schon die halbe Miete.
4.per Bootdisk ins DOS gehen
5.Jetzt kommt der Heikelste Teil. Ich konnte auf den Bios-chip der kleinen Board-Version nicht einfach die ILSR Version flashen weil der Chip weniger Speichergröße besaß als die vom kaputten Orginal Bios. Deswegen musste ich den funktionierenden Chip in Laufendem BETRIEB! wieder vom Board nehmen. DER PC lief BEI mir immer normal weiter!!!! Dann vorsichtig wären der PC weiter läuft den falsch geflashten Bios Chip wieder aufstecken.
6.Jetzt braucht man natürlich noch ein aktuelles Bios seines Boards und ein Programm wie z.B. für die Award Bios AWDFLASH. Ausserdem müsst ihr euch noch einige Befehle ausm Inet suchen, da bei mir z.B. sich das Orginal Bios trotzdem nicht einfach flashen lies, da beim Vergleich der Bios Version auf dem Chip und der die ihr Flashen wollt natürlich ein Fehler auftritt da das Bios auf dem Chip ja defekt ist und nicht mehr Verglichen werden kann.
7. Wenn ihr Glück habt und der Bios Chip nicht Physisch defekt war sollte euer Board gerettet sein.
Ich gebe keine Garantie das es bei euch klappt und möchte noch den Hinweis geben das ich meinem Bios-chip nicht falsch geflasht habe sondern im Fall des K7N2 Delta ILSR beim abspeichern der Biossettings der Netzteilstecker rausgerutscht war. Ausserdem
habe ich das spiel noch mit einem K7N2 Delta Platinum gemacht wo sich das Bios einfach bei bestimmten Settings komplett verabschiedet hat. In beiden Fällen konnte ich das Bios nicht mehr per Jumper zurücksetzen bzw. durchs entfernen der Bios Batterie.
Bei beiden Boards habe ich einen Bios-Chip von einem K7N2-Delta L kurzzeitig aufgesteckt, damit der PC wenigstens wieder bis ins DOS kam.
NOCHMAL ICH GEBE KEINE GARANTIE DAS ES BEI EUCH KLAPPT!!!!
aber bevor man das Board wegschmeisst ist es evtl ein Versuch wert!
Damit hatte ich jetzt noch nie Probleme.
Ich mache das so:
[*:2e573fc01b] Der Lötstelle entsprechend passende Entlötspitze (größe) wählen;
[*:2e573fc01b] das alte Lötzinn vollständig schmelzen lassen und erst dann unter vorsichtigem rütteln (oder kreisen) des Entlötkolbens das alte Lötzinn absaugen.
Manchmal geht das nicht weil die Lötstelle zu dreckig/alt ist. Es ist kein/nicht mehr genug Flußmittel da, damit das Lötzinn sauber fließen kann.
Dann die Lötstelle noch mal mit neuem Lötzinn frisch machen. Wichtig ist dabei, nicht zu viel Lötzinn und das Flußmittel im Zinn dabei nicht "verkochen", sonst hat man das gleiche Problem wieder das das Zeug ned fließt.
Was noch nervig ist: die Drahtfüßchen können in der Bohrung noch an den Rändern festkleben, aber mit ein bisschen Übung bekommt man das gut in den Griff.
Bohrloch freistechen oder gar aufbohren halte ich für völlig ungeeignet, weil man damit sehr leicht die Durchkontaktierung beschädigen kann. Ist die beschädigt, kann das entsprechende Signal nicht mehr auf die verschiedenen Layer "umsteigen" => Mainboard nicht mehr reparierbar.
Ich finde die Anleitung zur Reparatur des Mainboards eigentlich ganz gelungen bis auf einen doch noch entscheidenden Fehler im Ablauf des Lötvorgangs.
Leider wird jedoch der Vorgang vom Löten der Lötstelle und Abschneiden des überstehenden Bauteileanschlusses in der falschen Reihenfolge augeführt.
Es ist beim Löten enorm wichtig, dass zuerst die Anschlüsse der Bauteile auf die richtige Länge gekürzt werden, bevor der eigentliche Anschluss gelötet wird.
Wird dies jedoch wie im Artikel beschrieben in der falschen Reihenfolge ausgeführt, muss mit sehr minderwertigen Lötstellen gerechnet werden. Die Erklärung ist relativ einfach. Da der Anschlussdraht des Bauteils nach dem Erkalten der Lötstelle durch mechanische Einwirkung nochmals bewegt wird, enstehen winzig kleine Spannungsrisse in der Lötstelle. Im Laufe der Zeit können sich nun verschiedene Stoffe in diesen Rissen ablagern und somit zu einer korrodierten oder rekristallisierten Lötstelle führen.
Solche Lötstellen weisen anschliessend einen enorm hohen Übergangswiderstand auf und sind für viele Ausfälle und Defekte verantwortlich.
Ich fände es deshalb sinnvoll, diesen Artikel anzupassen um auch hochwertige Lötstellen in Eigenproduktion zu gewährleisten.
freundliche Grüsse
Laniac
der Artikel gefällt mir mehr davon!!
Ja richtig, Firmen nach MIL-Standard arbeiten (bzw. deren Kunden) legen da sehr großen wert drauf, wenn sie von Hand löten. Viele andere Hersteller nicht.
ich hatte mal ein günstiges ECS (Elitegroup Systems) KV2 Bord.

Da könnte man meinen, die Firma hätte eine Selbstzersörung mit Timer eingebaut..... zuverlässig wenige Wochen nach ende der Garantiezeit haben sich (gleichzeitig) alle Elkos und Spannungsregler verabschiedet. Ohne das ich an der Hardware/Software/BIOS was geändert hätte.
Danach habe ich mir ein gerauchtes ASUS Bord gekauft, das ist sogar besser (und hält wohl auch länger) als ein neues ECS Bord...