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Defekte Motherboards selbst repariert
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Das richtige Werkzeug
Prozessor-Löt-Entlötstation - Klick zum vergrößern
Bevor wir anfangen an dieser Stelle erst ein Hinweis: Alle im Folgenden beschriebenen Arbeiten geschehen auf Ihre eigene Gefahr. Die Durchführung empfehlen wir nur Anwendern, die im Umgang mit Lötzwerkzeug geübt sind. THG übernimmt keinerlei Haftung für eventuell entstehende Schäden.
Für die Lötarbeiten ist es unerlässlich, ein professionelles Entlötgerät zu verwenden. Ein Handlötkolben und eine Entlötsaugpumpe sind nicht geeignet, da das Erhitzen und entfernen des Lötzinns in einem Arbeitsgang erfolgen muss. Geschieht dies nicht, so wird das Lötzinn an der Lötstelle sofort wieder hart. Die Masse-Layer des Motherboards ziehen sehr viel Wärme ab und ein Entlöten ist so nicht möglich.
Die Lötspitze des Entlötkolbens sollte einen Durchmesser von 0,8 - 1 mm haben, damit das Lötzinn gut aus den Lötstellen gesaugt werden kann. In unserem Labor verwenden wir eine Prozessor-Löt-Entlötstation PLE-9001 von ELV. Ein weiterer Anbieter von Lötwerkzeugen aller Art ist zum Beispiel ERSA. Hier werden auch Profis mit Sicherheit fündig.
Entlötkolben mit elektrischer Saugpumpe
Außerdem benötigen wir Lötzinn und einen Elektronik-Seitenschneider. Dieser besitzt gegenüber einem normalen Seitenschneider geringere Abmessungen und ist bei feinen Arbeiten handlicher. Hilfreich ist auch ein kleiner Tischschraubstock mit Plastikbacken, um das Motherboard während des Lötens in der Vertikalen halten zu können. Beim Einspannen muss man aber darauf achten, dass man das Motherboard an einer geeigneten Stelle einspannt und den Schraubstock nicht zu kräftig anzieht.
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Ich hätte mir gewünscht, dass ihr testet ob euer Board wieder funzt.
Zu Fällen von defekten Mainboards gehört oft auch ein abgeschossenes BIOS.
Ich hab noch nen kleinen Typ der einen Versuch wert ist wenn per Garantie eh nix mehr zu machen will. Ich hab damit schon 5 mal ein Board gerettet.
Vorrausetzung ist, dass das Board mit einem "Steckbaren" Bios-chip ausgestattet ist und das man noch ein Board der selben Modellreihe zur Verfügung hat.
z.B. hatte ich ein K7N2-Delta ILSR welches ein defektes Bios hatte.
Ich hatte aber noch ein K7N2-Delta L auf Lager welches zwar weniger Features hat und auch dessen Bios nicht alle Funktionen des ILSR besitzt, dennoch konnte ich damit wenigstens den PC starten und per Bootdisk bis in einen DOS Modus bringen.
also schritt für schritt.
1.Bios-chips beider Boards vorsichtig lösen
2.funktionierenden Chip in board dessen Bios futsch ist einstecken...
3.Wenn ihr das glück habt das euer PC jetzt wieder angeht habt ihr schon die halbe Miete.
4.per Bootdisk ins DOS gehen
5.Jetzt kommt der Heikelste Teil. Ich konnte auf den Bios-chip der kleinen Board-Version nicht einfach die ILSR Version flashen weil der Chip weniger Speichergröße besaß als die vom kaputten Orginal Bios. Deswegen musste ich den funktionierenden Chip in Laufendem BETRIEB! wieder vom Board nehmen. DER PC lief BEI mir immer normal weiter!!!! Dann vorsichtig wären der PC weiter läuft den falsch geflashten Bios Chip wieder aufstecken.
6.Jetzt braucht man natürlich noch ein aktuelles Bios seines Boards und ein Programm wie z.B. für die Award Bios AWDFLASH. Ausserdem müsst ihr euch noch einige Befehle ausm Inet suchen, da bei mir z.B. sich das Orginal Bios trotzdem nicht einfach flashen lies, da beim Vergleich der Bios Version auf dem Chip und der die ihr Flashen wollt natürlich ein Fehler auftritt da das Bios auf dem Chip ja defekt ist und nicht mehr Verglichen werden kann.
7. Wenn ihr Glück habt und der Bios Chip nicht Physisch defekt war sollte euer Board gerettet sein.
Ich gebe keine Garantie das es bei euch klappt und möchte noch den Hinweis geben das ich meinem Bios-chip nicht falsch geflasht habe sondern im Fall des K7N2 Delta ILSR beim abspeichern der Biossettings der Netzteilstecker rausgerutscht war. Ausserdem
habe ich das spiel noch mit einem K7N2 Delta Platinum gemacht wo sich das Bios einfach bei bestimmten Settings komplett verabschiedet hat. In beiden Fällen konnte ich das Bios nicht mehr per Jumper zurücksetzen bzw. durchs entfernen der Bios Batterie.
Bei beiden Boards habe ich einen Bios-Chip von einem K7N2-Delta L kurzzeitig aufgesteckt, damit der PC wenigstens wieder bis ins DOS kam.
NOCHMAL ICH GEBE KEINE GARANTIE DAS ES BEI EUCH KLAPPT!!!!
aber bevor man das Board wegschmeisst ist es evtl ein Versuch wert!
Damit hatte ich jetzt noch nie Probleme.
Ich mache das so:
[*:2e573fc01b] Der Lötstelle entsprechend passende Entlötspitze (größe) wählen;
[*:2e573fc01b] das alte Lötzinn vollständig schmelzen lassen und erst dann unter vorsichtigem rütteln (oder kreisen) des Entlötkolbens das alte Lötzinn absaugen.
Manchmal geht das nicht weil die Lötstelle zu dreckig/alt ist. Es ist kein/nicht mehr genug Flußmittel da, damit das Lötzinn sauber fließen kann.
Dann die Lötstelle noch mal mit neuem Lötzinn frisch machen. Wichtig ist dabei, nicht zu viel Lötzinn und das Flußmittel im Zinn dabei nicht "verkochen", sonst hat man das gleiche Problem wieder das das Zeug ned fließt.
Was noch nervig ist: die Drahtfüßchen können in der Bohrung noch an den Rändern festkleben, aber mit ein bisschen Übung bekommt man das gut in den Griff.
Bohrloch freistechen oder gar aufbohren halte ich für völlig ungeeignet, weil man damit sehr leicht die Durchkontaktierung beschädigen kann. Ist die beschädigt, kann das entsprechende Signal nicht mehr auf die verschiedenen Layer "umsteigen" => Mainboard nicht mehr reparierbar.
Ich finde die Anleitung zur Reparatur des Mainboards eigentlich ganz gelungen bis auf einen doch noch entscheidenden Fehler im Ablauf des Lötvorgangs.
Leider wird jedoch der Vorgang vom Löten der Lötstelle und Abschneiden des überstehenden Bauteileanschlusses in der falschen Reihenfolge augeführt.
Es ist beim Löten enorm wichtig, dass zuerst die Anschlüsse der Bauteile auf die richtige Länge gekürzt werden, bevor der eigentliche Anschluss gelötet wird.
Wird dies jedoch wie im Artikel beschrieben in der falschen Reihenfolge ausgeführt, muss mit sehr minderwertigen Lötstellen gerechnet werden. Die Erklärung ist relativ einfach. Da der Anschlussdraht des Bauteils nach dem Erkalten der Lötstelle durch mechanische Einwirkung nochmals bewegt wird, enstehen winzig kleine Spannungsrisse in der Lötstelle. Im Laufe der Zeit können sich nun verschiedene Stoffe in diesen Rissen ablagern und somit zu einer korrodierten oder rekristallisierten Lötstelle führen.
Solche Lötstellen weisen anschliessend einen enorm hohen Übergangswiderstand auf und sind für viele Ausfälle und Defekte verantwortlich.
Ich fände es deshalb sinnvoll, diesen Artikel anzupassen um auch hochwertige Lötstellen in Eigenproduktion zu gewährleisten.
freundliche Grüsse
Laniac
der Artikel gefällt mir mehr davon!!
Ja richtig, Firmen nach MIL-Standard arbeiten (bzw. deren Kunden) legen da sehr großen wert drauf, wenn sie von Hand löten. Viele andere Hersteller nicht.
ich hatte mal ein günstiges ECS (Elitegroup Systems) KV2 Bord.

Da könnte man meinen, die Firma hätte eine Selbstzersörung mit Timer eingebaut..... zuverlässig wenige Wochen nach ende der Garantiezeit haben sich (gleichzeitig) alle Elkos und Spannungsregler verabschiedet. Ohne das ich an der Hardware/Software/BIOS was geändert hätte.
Danach habe ich mir ein gerauchtes ASUS Bord gekauft, das ist sogar besser (und hält wohl auch länger) als ein neues ECS Bord...