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MPEG-4: Hohe Videoqualität bei niedrigem Datenstrom

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19:00 - 23/08/2000 von Frank Völkel

Gegenüber den älteren und etablierten Kompressionsverfahren wie MPEG-1 und MPEG-2 weisst MPEG-4 folgende wichtige Neuerungen auf:

inhaltsabhängige Encodierung von Bildern und Video erhöhte Encoding-Effizienz, effiziente Kompression von Bildern, Video, und Texturen sehr variable Auflösungen skalierbare Komplexität erweiterte Fehlerkorrektur erhöhte Flexibilität bei objektbasiertem Encoding geringe Bufferverzögerung Global Motion Compensation (GMC) inhaltsabhängige Skalierbarkeit von Texturen
MPEG-1 MPEG-2 MPEG-4
verfügbar seit 1992 1995 1999
max. Auflösung Video 352 x 288 Punkte 1920 x 1152 Punkte 720 x 576 Punkte
Standard-Auflösung Video 352 x 288 Punkte 720 x 576 Punkte 720 x 576 Punkte
Frequenzgang Audio max. 48 kHz max. 96 kHz max. 96 kHz
Audiokanäle max. 2 max. 8 max. 8
Datenrate max. 3 Mbit/s max. 80 Mbit/s 5 kbit/s bis 10 Mbit/s
häufig verwendete Datenrate 1380 kbit/s (352 x 288) 6500 kbit/s (720 x 576) 880 kbit/s (720 x 576)
Frames/s (PAL) 25 25 25
Videoqualität befriedigend sehr gut gut bis sehr gut
Hardwareanforderungen für Encoding niedrig hoch sehr hoch
Hardwareanforderungen für Decoding sehr niedrig mittel hoch
In dieser Tabelle sind die einzelnen MPEG-Verfahren vergleichend dargestellt. Besonders auffällig ist die Tatsache, dass MPEG-4 trotz hoher Auflösung mit einer niedrigen Datenrate auskommt..

Ähnlich wie MPEG-2 besteht auch MPEG-4 aus verschiedenen Profilen. Somit läßt sich Audio-/Videodatenstrom an die jeweilige Anwendung anpassen. MPEG-4 berücksichtigt die Besonderheiten aus den Mischbereichen Computer, Telekommunikation und Fernsehen. Dabei werden nicht nur rechteckige Pixel sondern auch einzelne Objekte in einer Szene kodiert. Dazu ein kleines Beispiel: Ein Fahrzeug fährt vor einem bestimmten nahezu festen Bildhintergrund. Während das Gesamtbild in vielen rechteckigen Bildern kodiert wird, kann das Fahrzeug als Objekt herausgelöst vom nicht bewegten Bildhintergrund als Sprite behandelt werden.

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