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Vergleich von MPEG-2 und MPEG-4

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19:00 - 23/08/2000 von Frank Völkel

Unter den in der Praxis eingesetzten MPEG-Verfahren weist das aktuelle MPEG-4 die höchste Effizienz beim Encoding auf. Hauptverantwortlich dafür ist ACE (Advanced Coding Efficiency) - ein Kodieralgorithmus, der erstmals bei MPEG-4 zum Einsatz kommt. Mit Hilfe der Objektorientierung und im Zusammenspiel mit ACE sind sehr niedrige Datenraten erreichbar. Somit läßt sich ein kompletter Videofilm in voller PAL-Auflösung (720 x 576 Bildpunkte) und Stereoton (16 Bit, 48 kHz) auf einer einzigen CD-ROM unterbringen. Genauer gesagt: 700 MB Speicherplatz sind für die meisten Filme, die bis zu 110 Minuten Länge haben, vollkommen ausreichend. Dagegen belegt ein Film im MPEG-2-Format bei gleicher Auflösung zirka den 11-fachen Speicherplatz (DVD mit 8 GB). Während die Datenrate bei MPEG-2 sehr eng an das jeweilige Profile gekoppelt ist, läßt sich MPEG-4 sowohl beim Audio- als auch beim Videodatenstrom über einen weiten Bereich skalieren. Audiosignale können von 2 kbit/s bis 24 kbit/s verarbeitet werden, während Video in einem weiten Bereich zwischen 5 kbit/s bis 10 Mbit/s variierbar ist. Infolge dieser Skalierbarkeit lassen sich Audio-/Videodaten gezielt an das jeweilige Einsatzgebiet anpassen. MPEG-2 kommt im wesentlichen bei drei großen Anwendungen zum Einsatz: Als Datenformat auf einer Video-DVD, als Datenstrom beim digitalen Fernsehen und beim Videoschnitt für digitales Videobroadcasting.

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