Der Fast-Motion-Codec ist für Videosequenzen entwickelt, die sich aus vielen schnellen Bewegungen zusammensetzen. Dazu zählen beispielsweise Action-Filme, wo sich sehr oft die Bewegungsrichtung von Personen und Objekten ändert. Gleichzeitig wechseln sehr häufig die Szenen - Übergänge erfolgen in der Regel sehr hart. Dieser MPEG-4-Codec arbeitet mit dynamischer Kompression und ist deshalb sehr effizient. Nur die Obergrenze bei der anfallenden Datenrate lässt sich festlegen - eine exakte Bestimmung ist nicht möglich. Dazu ein Beispiel: Wird ein DVD-Video mit dem Fast-Motion-Codec und einer maximalen Datenrate von 6000 kBit/s codiert, beträgt die durchschnittliche Datenrate in der Praxis zwischen 1300 bis 1400 kBit/s. Die zuvor erwähnten "6000 kBit/s" beziehen sich nur auf die maximale Bitrate, die der Encoder während des Konvertierungsvorgangs wählt. Eine genaue Berechung der Datenrate, um etwa das Datenvolumen zum Brennen einer CD-ROM im Voraus zu bestimmen, ist keinesfalls möglich.

Der Slow-Motion-Codec eignet sich für Landschaftsaufnahmen oder Sequenzen mit fester Kamera. Sehr gute Ergebnisse erzielt der Codec bei niedrigen Auflösungen.
Vollkommen anders verhält es sich beim Slow-Motion-Codec : Er wurde - wie der Name schon erahnen lässt - besonders für langsame Videosequenzen entwickelt. Dieser Codec zeigt seine Überlegenheit gegenüber dem Fast-Motion-Codec bei Filmen mit wenig Bewegungsinhalt und festen Kamerapositionen. Anders als beim Fast-Motion-Codec, kann beim Slow-Motion-Codec die durchschnittliche Datenrate ziemlich genau festgelegt werden. Das geschieht mit der Einstellung der maximalen Datenrate, die annährend der durchschnittlichen Datenrate entspricht. Somit lässt sich die Dateigrösse und Länge einer Filmsequenz, die auf eine einzige CD-ROM passt, viel besser bestimmen.
Da sich der Codec während des MPEG-4-Encodings nicht austauschen oder verändern lässt, muss von vornherein der Inhalt des DVD-Filmes grob abgeschätzt werden. Für Action-Filme empfiehlt sich klar der Fast-Motion-Codec. Dagegen ist der Slow-Motion-Codec bei Landschaftsaufnahmen oder festen Kameraeinstellungen auf jeden Fall die bessere Wahl.

Der Audiodatenstrom ist im Vergleich zum Videoanteil eher gering. Eine sehr gute Stereo-Tonqualität lässt sich mit einem Datenstrom von 128 kBit/s bei einem Frequenzgang von 44 KHz erzielen.
Weniger kompliziert ist die Auswahl des richtigen Audio-Codecs : Am besten ist der MP3-Codec vom Fraunhofer-Institut geeignet, der sich sowohl in der Abtastrate als auch im Frequenzgang sehr variabel skalieren lässt. Eine sehr gute Stereo-Tonqualität wird mit der Einstellung 128 kBit/s (15 kB/s) und 44 KHz erreicht.
