18:00 - 26/02/2004 von Patrick Schmid

Das c300 der Herstellers cd3o unterscheidet sich fundamental von den anderen Kandidaten, da es lediglich ein System zur Kopplung von Rechner und Stereoanlage darstellt. Jedoch handelt es sich dabei leider nur um einen Audio-Player - Videoübertragung ist leider nicht vorgesehen, auch die Wiedergabe unkomprimierter WAV-Dateien scheiterte. Dafür werden auch WMA-Dateien akzeptiert, Datenraten bis zu 320 kBit/s sorgen für hohe Tonqualität.

cd3o bietet drei verschiedene Modelle an: Das c100, das für $ 129 die Verbindung über eine konventionelle Ethernet-Schnittstelle aufbaut und die Audiosignale via Cinch-Stecker analog an die Stereoanlage weitergibt. Flexibler ist das c200 ($ 179), das zusätzlich ein integriertes WLAN-Modul nach 802.11b und 11 MBit/s bietet. Zum Test erhielten wir jedoch das Topmodell c300, welches darüber hinaus digitale Audio-Ausgänge sowie eine Reichweiten vergrößernde Antenne besitzt - der Preis hierfür liegt bei $ 199.

Im Lieferumfang ist jeweils eine Fernbedienung, um die gewünschten Audio-Titel ohne Rechner anwählen zu können. Dazu muß zuvor das Control Center auf einem Rechner im Netzwerk installiert werden. Dieses gibt Verzeichnisse für das cd3o-Gerät frei und erlaubt die Wiedergabe darin abgelegter Titel direkt auf dem c300. cd3o bewirbt die Unabhängigkeit von bereits installierten Playern als Feature, allerdings wäre ein Plugin für den Windows Media Player oder WinAMP sicherlich eine überlegenswerte Idee.

Das eigentliche Manko des c300 ist jedoch Das Fehlen einer Titel-Anzeige. Statt dessen werden Genres, Interpreten, Alben oder Titel anhand einer Sprachausgabe kenntlich gemacht. Da die Ausgabe für Englisch optimiert ist, klingen deutsche Begriffe und Namen wie etwa "Herbert Grönemeyer" teils so schräg, dass man die Ausgabe mehrmals wiederholen muss, um zu verstehen, was gemeint ist.

Das Gerät sortiert alle vorhandenen Titel anhand der ID3-Tags. Wenn diese fehlerhaft oder unvollständig sind, wird der Dateiname als Sortierkriterium verwendet. Titel mit fehlenden ID3-Informationen werden dann schlicht als "Unknown Artist" oder "Unknown Album" abgelegt. Sind entsprechend viele MP3s vorhanden, gestaltet sich die gezielte Auswahl eines Titels sehr mühselig. Zudem empfanden wir die Sprachausgabe schon bald als nervig.

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