Natürlich interessiert am kleinen Stremium-Netzwerk-Player am meisten, wie gut er Video-Streams verschiedener Dateiformate wiedergeben kann. Für uns waren besonders wichtig:
MPEG1 - häufig verwendet in Video-CDs MPEG2 - bei DVD und DVB-x verwendet DivX4 und DivX5 -verbreitete MPEG4 - Formate XviD - die OpenSource-Variante der DivX-CoderAlle unsere Test-Dateien konnte der SL300i gut darstellen, wobei der selbt das Seitenverhältnis der dargestellten Videos gut im Griff hat: Bei keinem der Testfilme mussten wir auf gestauchte oder langgezogene Eierköpfe schauen. Einzig bei bestimmten Video- und Audio-Codec-Kombinationen haben wir eine mangelhafte Bild-Ton-Synchronisation verzeichnet.
Die Wiedergabe von MPEG1-Sequenzen benötigt eine beachtliche Bandbreite - mehr als im WLAN-Betrieb bei einer größeren Strecke zwischen SL300i und Access Point vorhanden ist. Der MPEG-1-Filme bleibt dann öfters zum Puffernachladen einfach stehen, läuft danach aber weiter.

Filme im Cinemascope-Format gibt der SL300i, wie hier zu sehen, wahlweise mit schwarzen Balken oben und unten oder formatfüllend mit abgeschnittenen Randbereichen rechts und links aus.
Insgesamt waren wir mit der Video-Wiedergabe sehr zufrieden. Doch auch der SL300i hat einen entscheidenden Nachteil: Aus rechtlichen Gründen kann der Netzwerk-Player am PC eingelegte DVDs mit Kopierschutz nicht direkt abspielen. Um solches Material über Netz zu transportieren, müsste der Anwender die .VOB-Dateien der DVD erst einmal entschlüsseln und auf die Festplatte transferieren - eine zwar verbotene, vielfach aber gelebte Praxis.

DVB-T-Aufzeichnungen gibt der SL300i werden formatfüllend aus.
Neben den Video-Dateien, die der Philips Media Manager lokal anbietet, kann der SL300i direkt auf Videoclip-Verzeichnisse im Internet zugreifen. Ein Blick auf iFilm lohnt sich: Dort findet man alles von Musikvideo über Filmtrailer bis zum künstlerische Kurzfilm

