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Musikindustrie versendet Drohbriefe statt Klagen an P2P-Nutzer

16:33 - Montag, 20. Oktober 2003 von Fritz
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: musikindustrie, versendet, drohbriefe, statt, klagen, an, p2p, nutzer 0 Kommentare

Wie die Tageszeitung Wall Street Journal berichtet, hat die RIAA eine Serie von 204 Drohbriefen an private Filesharing-Nutzer versandt, die aber keine Klage enthalten. Die Schreiben stammen von unabhängigen Rechtsanwälten, die im Auftrag der Konzerne mit einer Klage drohen, wenn die Dienste von Kazaa und Grokster weiter in Anspruch genommen werden.

"Das Anliegen dieses Schreibens ist es, Ihnen die Möglichkeit zu gewähren, diese Angelegenheit zu lösen, ohne verklagt zu werden", heißt es in dem Brief. Darauf folgt eine Warnung, dass eine Klage folgen wird, wenn der Empfänger nicht innerhalb von zehn Tagen auf die Aufforderung reagiert.

Im letzten Monat hatte die RIAA 261 Musikfreunde ohne Vorwarnung verklagt und circa 20 Prozent der Fälle gegen eine Zahlung von jeweils rund 2000 Dollar beigelegt. Unter den Leidtragenden befand sich auch eine zwölfjährige Schülerin und eine alte Dame, die als Mac-Nutzerin jedoch zu Unrecht beschuldigt wurde. Das starke Presseecho hatte einen enormen Imageverlust der Majorlabels zur Folge. Die neue Abmahnwelle erfolgt, ohne die Namen der Beschuldigten zu veröffentlichen.

Den Hintergrund dürfte der wachsende Widerstand der Telekommunikationsbranche bilden, die sich weigert, die Adressen ihrer Flatrate-Kunden herauszugeben. Die beiden Senatoren Norm Coleman und Carl Levin waren im US-Kongress in den letzten Wochen gegen die Klagewelle aufgetreten.


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