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Mutterfirma der PC Professionell Ziff-Davis vor der Zerschlagung
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
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Der Ziff-Davis-Konzern, in Deutschland wohl eher unter der angesehenen Zeitschrift PC Professionell und dem Online-Dienst www.zdnet.de bekannt, steht de facto vor seiner Zerschlagung. Für die meisten der sechs Geschäftsbereiche - Internet, Verlage, Veranstaltungen, Television/Radio, Marktforschung und Schulungen - wurde der Verkauf eingeleitet. Die Gesamteinnahmen aus den Verkäufen belaufen sich derzeit schon auf 1,2 Mrd. Dollar.
Was ist passiert?
31. August 1999: Die texanische Harte-Hanks Inc. kauft das Marktforschungsinstitut ZD Market Intelligence (www.zdmi.com) für 106 Millionen Dollar.
15. November 1999: Auf der Comdex 99 in Las Vegas wird das Gerücht verbreitet, dass ZD Events sich von der zweitgrößten Computermesse der Welt (nach der Cebit Hannover) trennen will. Die Messe soll zurück an den früheren Besitzer gehen. Kommt es zu einer Rückgabe, dann dürfte der Gesamtbetrag der Verkaufserlöse von derzeit 1,2 Mrd. Dollar noch weiter steigen.
17. November 1999: ZD Education, früher bekannt unter ZD University und jetzt www.smartplanet.com , wird an U.S. Equity Partners, LP für 172 Millionen Dollar verkauft.
19. November 1999: 64 Prozent des 24-Stunden-Fersehsenders ZDTV geht an die Investmentfirma Vulcan Ventures, die Microsoft-Mitbegründer Paul Allen gehört. Allen hält damit 97 Prozent an dem Sender, der sich auf Computer- und Internet-News spezialisiert hat. Der Preis betrug 205 Millionen Dollar.
6. Dezember 1999: ZD Publishing trennt sich von den meisten Publikationen für insgesamt 780 Millionen Dollar. Die Investmentfirma Willis Stein & Partners übernimmt die Verlage für eine Übergangszeit. Ziff-Davis behält vorerst die Zeitschrift Computer Shopper sowie seine Anteile an Red Herring und ZDNet. Zu den größten ZD-Fachzeitschriften gehört in den USA das PC Magazine, welches immer noch die Nummer 1 ist. In Deutschland ist Ziff-Davis mit der PC Professionell, der PC Direkt, der Internet Professionell und www.zdnet.de vertreten.
Wie kam es dazu?
Auslöser des Debakels war der japanische Finanzmogul Masayoshi Son. Er ist President und CEO der Softbank Corporation, die die größten Anteile an Ziff-Davis hält. Masayoshi Son gab im Frühjahr bekannt, dass er seine Firma neu ausrichten will. Der neue Fokus liege nun auf Internet Content. Das Ziff-Davis-Konglomerat passte deshalb nicht mehr in seine Geschäftsstrategie. ZD wollte daraufhin einen neuen Eigentümer suchen. Doch aus dem Verkauf als Komplettpaket wurde nichts. ZD ist de facto zerschlagen und die Firma Softbank kann stolz sein Investment in ZDNet auf ihrer Homepage verbuchen. Ziff-Davis Inc. (NYSE:ZD, WKN 913975) hatte seinen Börsengang am 29.04.99, für ZDNet (NYSE: ZDZ, WKN 920330) war der IPO am 30.03.99.


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