Für eine entspannte Kopfhaltung sollte die Blicklinie auf die Mitte des Monitors um etwa 35° nach unten verlaufen. Der Sehabstand zum Bildschirm sollte dabei mindestens 50 Zentimeter bei einer Schriftgröße von mindestens 3.2 mm betragen (15"-Monitor). Mit zunehmender Bildschirmdiagonale sollte man das Gerät noch weiter von sich platzieren und die Schrifttype größer einstellen z.B., 17", minimale Zeichengröße 3.9 mm und Mindestsehabstand 60 cm. So lauten zumindest die Angaben in den einschlägigen Ergonomie-Büchern vergangener Jahre.
Neuere Untersuchungen wie auch der gesunde Menschenverstand führen aber zu einem ganz anderen Ergebnis. Denn beobachtet man, wie wir uns beim konzentrierten Schauen auf kürzere Distanzen, sprich beim Lesen verhalten, wird jedermann feststellen, dass wir fast automatisch den Blick deutlich nach unten richten. Auf keinen Fall halten wir unseren Lesestoff so, wie es bei der Positionierung des Bildschirms angeblich ergonomisch sein soll. Oder haben Sie schon jemals jemanden ein Buch lesen sehen, indem er es mit ausgestreckten Armen in Augenhöhe hält? Der Grund dafür liegt in den Augen , die bei nach unten gerichtetem Blick im Nahsichtbereich besonders gut und einfach scharf stellen (akkomodieren) können und somit nicht so schnell ermüden. Der Bildschirm wäre dem zu Folge optimal in der Mitte des Nahsichtbereichs platziert, also in einem Winkel von gut 20 Grad unterhalb der Horizontalen. Diese Position, lässt sich aber meist nur dann erreichen, wenn das Notebook-Display extrem schräg und tief positioniert wird. Standalone-Bildschirme müssten demzufolge im Tisch versenkt werden, wie es die Abbildung andeutet.

