Napster-Schöpfer will für Musikindustrie arbeiten
Nächste NewsDer einst erbitterte Gegner wird zum potentiellen Arbeitgeber: Napster-Erfinder Shwn Fanning habe eine Technik entwickelt, die automatisch den Transfer eines urheberrechtlich geschützten Werks erkennt, berichtete die "Los Angeles Times" am Dienstag.
Ein "digitaler Fingerabdruck" soll Dateien kennzeichnen, der erkannt und mit einer Datenbank abgeglichen wird, sobald ein User diese in einer Tauschbörse online stellt. So sollen die Anwender pro Musikstück zur Kasse gebeten werden.
Fanning, der vor drei Jahren mit seiner Tauschbörse Napster zu einem der Hauptgegner der Musikindustrie geworden war, soll seine Idee bereits mehreren Plattenfirmen gezeigt haben. Wenn die Musikverlage die Technik annemen, würde Fanning sie gerne auch bei KaZaa und anderen Tauschbörsen sehen.
Allzu goße Chancen, die Platten-Labels zusammenzubringen und diese Idee zum Kopierschutz-Standard zu machen, hat Fanning aber nicht - die Musikriesen haben noch nicht einmal geschafft, ihre eigenen kostenpflichtigen Angebote gemeinsam auf den Weg zu bringen - meinen zumindest die Journalisten aus Los Angeles. Zudem wollen User nicht jedes Stück einzeln bezahlen, sondern unbegrenzte Downloads für eine fixe Summe haben, so die LA Times. Und wenn nicht alle Plattenfirmen an einem Strang ziehen, dann wäre das Ausweichen der Anwender auf kostenlose Dienste ohnehin unausweichlich.
Quelle: Tom's Hardware
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