National Semiconductor liefert TPM-Chip an IBM

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11:55 - 17. September 2004 von Wolfgang Gruener

National Semiconductor hat angekündigt, seine "SafeKeeper Trusted Input/Output"-Chips künftig auch an IBM zu liefern. Die Chips basieren auf TPM-Technologie (Trusted Platform Module), die das BIOS, das Betriebssystem und Anwendungen vor Angriffen aus dem Internet schützen soll.

IBM ist der erste PC-Hersteller, der einige seiner Desktop-Rechner mit der Technologie von National ausstattet. Im Gegensatz zu ähnlicher Sicherheits-Hardware anderer Hersteller, integrieren Nationals Trusted I/O-Chips ein TPM, ein Super I/O sowie von der Trusted Computing Group (TCG) standardisierte Funktionen. TPMs lassen sich generall als Mikrocontroller beschrieben, die Passwörter, digitale Zertifikate und Verschlüsselungsdaten und Verschluß halten können.

IBM verwendet in seinen Thinkpad-Notebooks ähnliche Technologien bereits seit 1999, die damals allerdings noch auf den Sepzifikationen der TCPA (Trusted Computer Platform Alliance) basierten. Seitdem wurde die Organisation neu geordnet und in TCG umbenannt. Mehr als 80 Firmen beteiligen sich heute an der TCG, darunter Schwergewichte wie AMD, HP, Intel, IBM und Microsoft.

Die Spezifikationen der TCG sowie andere Ansätze, wie etwa Intels La Grande und Microsoftsmittlerweile eingestellte Initiativen Palladium und NGSCB, versprechen, die Datenintegrität zu erhöhen, sorgten gleichzeit für reichlich Zündstoff in der Branche. Insbesonders amerikanische Verbrauchergruppen glaubten, dass die Technologien zu weit gingen und die Rechte der Anwender zu sehr einschränkten. Besorgte Stimmen meinten, die TCG-Spezifikation werde letzlich die Kontrolle über den PC vom Anwender auf die jeweils aktive Anwendung übertragen.

Tatsächlich agiert das TPM als virtueller Tresor und verwendet üblicherweise eine RSA-basierte Verschlüsselungstechnologie, um die im Chip gespeicherten Keys zu schützen. Diese Keys können jeden PC eindeutig identifizieren. Zu den Vorteilen der Technologie gehört etwa sicherere Transaktionen im E-Commerce. Allerdings erhalten Hardware- und Software-Hersteller damit auch ein leistungsfähiges Werkzeug, die Nutzung von Software auf einem PC einzuschränken, da sich etwa Nutzungsrechte für Programme per TPM definieren lassen. Bislang dementiert die TCG, dass die Technologie auch als Digital Rights-Management-Lösung (DRM) eingesetzt werden wird - das grundsätzliche Potenzial dazu hätte die Spezifikation jedoch.

National preist seine Hardware als Mittel an, den "erhöhten Sicherheitsbedenken und wöchentlichen Meldungen über bösartige Angriffe auf PC" entgegenzutreten. Software sei immer noch verwundbar, Nationals TPM mache es jedoch "beinahe unmöglich", kritische Informationen zu entdecken.

Die SafeKeeper Produktserie setzt sich aus zwei Chips zusammen: Beide Modelle, der PC8374T für Desktops und der PC8392T für Notebooks, basieren auf Nationals 16-bit CompactRISC Core und integrieren die TPM Spezifikation 1.1b. Die Preise liegen bei 5 Dollar für die Desktop-Variante und 7 Dollar für die Notebook-Version, jeweils bei einer Abnahme in 1000-Stück-Einheiten.

Quelle: Tom's Hardware

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