Die Grundprinzipien der GPS-Technologie haben sich kaum geändert, seit GPS vor einigen Jahren auch für zivile Anwendungen verfügbar wurde. Ein GPS-Sensor empfängt Funksignale von einem Satellitennetzwerk, das vom amerikanischen Verteidigungsministerium betrieben wird. Die Position des GPS-Empfängers wird nach einer komplexen Formel aus der Geschwindigkeit der Funksignale und dem Abstand zum Empfänger berechnet. Dabei werden auch Berechnungen zur Verringerung der Satellitenfehlerrate berücksichtigt. Die Signale können durch atmosphärische Bedingungen wie ionisierte Gewitterfronten oder terrestrische Objekte wie Bäume oder hohe Gebäude gestört werden.

Ein geosynchrones Satellitensystem unterstützt militärische, kommerzielle und private GPS-Systeme (Copyright Garmin Ltd.)
GPS-Geräte können auch terrestrische Basisstationen nutzen, die mit Sensoren ausgestattet und mit den Satelliten verknüpft sind, so dass sie inzwischen bis auf 5 m genau messen können. Bodenstationen verarbeiten und korrigieren die Satellitendaten und senden sie zurück an die Satelliten. Die terrestrischen Systeme werden in den USA als WAAS (Wide Area Augmentation System), in Europa als EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) und in Japan und Asien als MSAS (Multi-Functional Satellite Augmentation System) bezeichnet.
Die GPS-Genauigkeit wird weiter steigen, nachdem die Europäische Gemeinschaft (EG) und die europäische Raumfahrtagentur ESA letztes Jahr den ersten eines später insgesamt 30 Satelliten umfassenden GPS-Netzwerks gestartet haben. Dieses System soll nicht nur Europa in Sachen GPS von den USA unabhängig machen, sondern man verspricht sich dadurch einen Genauigkeit auf bis zu 1 m. Das europäische Satellitennetzwerk soll bis Ende 2010 komplett einsatzbereit sein.

Mehrwegesignale verringern die Qualität und Brauchbarkeit von GPS-Satellitenübertragungen (© Garmin)
Die Preise werden weiter fallen. Die von den OEM-Herstellern benötigten GPS-Sensorkomponenten (von denen die meisten von SiRF hergestellt werden) sind inzwischen schon für unter 5 € zu haben. Der aktuelle Preis liegt um ca. 80 Prozent unter dem Stand von noch vor ein paar Jahren.
Laut dem Analyseunternehmen Forward Concepts haben die nicht mobilfunkbezogenen digitalen GPS-Signalprozessoren, die etwa die Rolle der CPU in einem PC spielen, 2006 einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 3,02 €. Die Preise für GPS-DSPs sollten nach den Prognosen von Forward Concepts weiter um jeweils 8,8 Prozent jährlich fallen. Die OEM-Hersteller sind zwar nicht bereit, Preisprognosen für ihre Geräte abzugeben, aber man kann durchaus davon ausgehen, dass die Preise entsprechend den Preisen für GPS-DSPs weiter fallen werden. Noch vor etwas über einem Jahr musste man weit über 1.000 € für ein GPS-Gerät ausgeben. Der Garmin Nüvi 350, HP rx1950 Navigator und Navman ICN 550 im Test sind bereits deutlich günstiger zu haben, und seit der Verfassung dieses Artikels sind die Preise noch weiter gefallen.
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