Support-Check

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19:00 - 05/04/2005 von Arno Kral

Also wandten wir uns mit der Frage, wie der WPN824 in ein bestehendes Netzwerk einzufügen sei, an Netgear und erhielten vom Support folgende Antwort:

"Router bekommt eine neue LAN IP zugewiesen x.x.2.8 Die Install CD wird benutzt und findet den Router nicht (erst nach dem u.a. Eintrag).

Da die Install CD nur für das erstmalige Einrichten und Konfiguration gedacht ist, setzt dieses auf der 192.168.1.1 auf. Wenn man die IP abändert ist es nicht verwunderlich, wenn sich der Router nicht mehr ansprechen lässt.

Die Datei Hosts ist ähnlich wie die lmhosts.sam eine Datei, die lokalen Rechnern eine URL zu einer IP hinterlegt. www.Routerlogin.net oder xxxx.com kann nicht gefunden werden bei Abänderung der LAN IP deshalb muß dieses in diesem Fall manuell eingefügt werden.

Lösung: vor jeder Einrichtung mittels CD den Router in factory defaults setzen.

Knackpunkt:

Der Install Wizard ist lediglich für die Ersteinrichtung gedacht.

Wieso sollte man ihn nutzen, wenn man den Router schon konfiguriert hat?"

Soweit Netgear. Nun. Otto Normalverbraucher dürfte sich nach einer solchen Antwort die Haare ein zweites Mal raufen. Schließlich wird ihm auch auf diesem Wege nicht mitgeteilt, wie er denn seinen Router in ein bestehendes Netzwerk integrieren kann.

Also stellten wir diese Frage der telefonische Hotline, die in Deutschland unter 0180 590 59 59 zu den moderaten Kosten von 12 ct/min aus dem Festnetz zu erreichen ist (Zum Vergleich: Belkin bietet eine kostenlose 800er-Nummer an). Außerdem wollten wir dort auch gleich noch die WLAN-Einstellungen für optimale Durchsatz- und Reichweiten-Ergebnisse in Erfahrung bringen.

Erster Anruf 9:45: "Ich habe ein Problem bei der Installation meines WPN824-Routers"

Ergebnis: Ohne Seriennummer oder Registrierungs-ID keine weitere Auskünfte.

Zweiter Anruf 10:45: "Ich habe ein Problem bei der Installation des WPN824. Habe meine Netzwerkkarte auf das Subnetz 192.168.0 umgestellt. Router ist unter 192.168.0.1 Pingbar. Nach der Eingabe der Adresse Springt der Browser auf http://www.routerlogin.net. Ein Host der nicht bekannt ist". Antwort nach einigen Standardsätzen: "Zum erstmaligen Erreichen des Web-Interfaces sollte der PC direkt am Router angeschlossen werden und die IP-Adresse auf DHCP gestellt. Nach Seriennummer oder Registrierung wird diesmal nicht gefragt. Diese Lösung funktioniert auch." Dritter Anruf 11:00: "Ich kann jetzt den Router zwar erreichen, komme aber nur bis zur ersten Seite - den Wizard. Da ich aber keinen freien DSL-Anschluss habe, weil ich über VoIP telefoniere, bleibe ich an der Stelle hängen. Ich will nur mein bestehendes Netz (192.168.2.0) erweitern. Wie geht das?"

Ergebnis: Nach etlichen Hin und Her am Telefon, währenddessen Operator offenbar Screenshots aller Installationsschritte auf seinem Rechner sieht, liest er die URL der Haupteinstellseite vor. Das sei auch die Lösung zum Umgehen des Wizards. Damit das Ergebnis kommt, muss man es aber vorher schon wissen, um den Support überhaupt auf die richtige Installationsseite führen zu können. Ein unbedarfter Anwender wäre jetzt beim Stand "schicken sie uns eine Email mit ihren Einstellungen, etc." hängen geblieben.

Vierter Anruf 11:25: "Ich habe die Adresse des Routers umgestellt und DHCP abgeschaltet. Nun sollte alles gehen, neue Adresse ist pingbar, aber der Router will immer noch auf www.routerlogin.net reagieren.

Auf die Support-Rückfrage: "Was geben Sie ein?" antworten wir: "Die neue Adresse mit /basicsettings.htm ". Und der Support konstatiert: "Der Fehler liegt irgendwo in der Konfiguration. Im Zweifelsfall noch einmal auf Grundeinstellungen zurückstellen." Und weiterhin unklar bleibt: Folgt der Router auch mit basicsettings der IP-Umleitung oder nicht!

Im Grunde ist die Hotline sehr freundlich und hilfsbereit, aber mit den Fragen sowohl inhaltlich überfordert als auch, was das Call-Center-Material anbelangt.

Dabei ist es nun wirklich kein seltener Fall,

dass ein neuer WLAN-Router an Stelle eines bestehenden DSL-Modems treten soll,

dass er in ein bestehendes Netzwerk integrierbar sein soll, was eine direkte Anpassungsmöglichkeit seiner IP-Adresse erfordert,

dass die bestehende DSL-Modm-Verbindung nur für möglichst kurze Zeit unterbrochen werden soll.

Ein zu unflexibler Wizard mag da noch verzeihlich sein. Aber grundsätzlich den Weg zum Router über eine IP-Adresse zu verbauen, kann nicht der Anwenderfreundlichkeit letzter Schluss sein!

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