Vorsicht bei lüfterlosen Netzteilen

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15:32 - 15/08/2007 von Marcel Binder

Die Leistungsaufnahme eines PC-Systems ist so individuell wie der Benutzer, der diesen bedient. Um dem jeweiligen Energiebedarf gerecht zu werden bieten Hersteller verschiedene Netzteile unterschiedlicher Leistungsklassen (in Watt) an. Hierbei haben die Hersteller freie Hand bezüglich der Leistungsfähigkeit eines Netzteils. Marktüblich sind Modelle beginnend mit 300 Watt. Leistungssprünge von 50 Watt waren lange Zeit gang und gebe; mit steigenden Leistungen von mehreren hundert Watt finden sich inzwischen größere Leistungssprünge.

Durch weitere Freiheiten im technischen Design des Netzteils gibt es sowohl aktiv wie auch passiv gekühlte Netzteile, deren Einsatz je nach Verwendungszweck sinnvoll ist. Ein aktiv belüftetes Netzteil besitzt zumindest einen Lüfter und unterstützt damit immer auch die Belüftung des gesamten Computergehäuses, indem es Wärme aus dem Gehäuseinneren abführt. Dieser Umstand wurde auch bei der Verabschiedung des ATX-Standards berücksichtigt, nach welchem ein Teil der Belüftung des Computergehäuses durch ein aktives Netzteil zu erfolgen hat. Ältere Netzteile besitzen meist Lüfter mit 80 mm Durchmesser, um warme Luft nach hinten aus dem Gehäuse herauszusaugen. Mehr und mehr Produkte verwenden heute allerdings Lüfter mit satten 120 mm Durchmesser. Dank der größeren Abmessungen ist der Luftdurchsatz bei gleicher Drehzahl erheblich höher, do dass die Drehzahl meist gesenkt und der Lärmpegel damit reduziert werden kann. 120-mm-Lüfter befinden sich zentral am Netzteil, während 80-mm-Modelle hinten, also direkt am Gehäuserand ihren Dienst tun.

netzteil grundlagen odin

Wer aus Lautstärkegründen trotzdem ein passiv gekühltes Netzteil in einem ATX-Gehäuse verwenden will, der muss sich ironischerweise darauf einstellen, an anderer Stelle im System Lüfter einzusetzen, da es sonst leicht zu einem Hitzestau kommen kann, der Komponenten schädigen kann.

In Umgebungen, in denen die Lautstärke des Systems ein kritischer Punkt sein kann, wie zum Beispiel in Media-Center-PCs oder Home-Theater-PCs, welche im Wohnzimmer stehen und dem Hauptzweck der Unterhaltung dienen, werden meist passive Netzteile zur Stromversorung gewählt, um die Geräuschentwicklung so niedrig wie möglich zu halten. Sollen auch keine Lüfter im Gehäuse verwendet werden, so müssen die restlichen Komponenten im System zwingend so gewählt werden, dass diese eine geringere Wärmeentwicklung haben als in einem aktuellen Desktop-System- um einem Überhitzen des Systems vorzubeugen.

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Kommentare zum Beitrag
mischu 15/08/2007 16:42
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Das wäre ja ein gut gemachter Grundlagenartikel - wenn da nicht die ständige Werbung für ein gewisses Netzteil auftauchen würde. Von einer professionellen Test-Seite erwarte ich, dass redaktionelle Inhalte und Werbung vernünftig getrennt werden...

FreXxX 15/08/2007 16:59
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-0+

ja, ich muss auch sagen, das ist schon relativ prominent positioniert.
desweiteren würde ich ja behaupten, das eine reduktion des leistungshunger der grafikkarten dazu führen würde, das die hersteller der netzteile sich auf effizientere netzteile mit weniger watt konzentrieren würden.

Oberst 15/08/2007 20:46
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Naja, Werbung würde ich das nicht gerade nennen. Die Gigabyte-Netzteile gibt es erst ab 550W, und über der letzten Seite steht ja "Fazit: Über 500 Watt selten sinnvoll".
Ganz abgesehen davon ist das Gigabyte-Netzteil wohl gerade da gewesen (weil es neu ist und ein Test wohl ansteht). Zum Veranschaulichen ist es halt immer besser, Bilder zu zeigen und da nimmt man, was man gerade da hat.

Und Effizienz hat ja nicht unbedingt was mit den Watt zu tun. Wenn ein Netzteil 80% Wirkungsgrad bei 100 Watt Leistungsabgabe hat, ist es egal, ob das Netzteil maximal 200W oder 500W leistet. Das ändert ja den Wirkungsgrad nicht. Und da ist das Gigabyte-Netzteil durchaus gut (wie man z.B. auf Anandtech sehen kann).

Aber der Lüfter des Gigabyte hat keine 120mm (wie auf Seite 2 Bildunterschrift behauptet) sonder 135mm.
Gruss Oberst.

Numrollen 16/08/2007 01:17
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-0+

Mir wäre ein Test mit 30 aktuellen Netzteilen (inc. semi passiven Netzteilen) lieber.

aspro 16/08/2007 12:49
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"Und Effizienz hat ja nicht unbedingt was mit den Watt zu tun. Wenn ein Netzteil 80% Wirkungsgrad bei 100 Watt Leistungsabgabe hat, ist es egal, ob das Netzteil maximal 200W oder 500W leistet. Das ändert ja den Wirkungsgrad nicht."

Und ob die Effizienz abhängig von der prozentualen Leistungsaufnahme ist. Siehe Anandtech oder Planet3DNow. 100W bei nem 200W NT sind 50% Auslastung, bei der die Effizienz meist maximal ist. 100W bei nem 500W NT sind allerdings nur 20% Auslastung, bei der die Effizenz ca. 5-10% unter dem Maximum liegt.

horstausprag 16/08/2007 13:41
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Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.

horstausprag 16/08/2007 13:41
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Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.

horstausprag 16/08/2007 13:42
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Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.

Oberst 16/08/2007 16:26
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Hallo aspro,
ein gutes Netzteil hat aber bei niedriger Last schon einen guten Wirkungsgrad (80+ Spezifikation schreibt über 80% Wirkungsgrad von 20-100% Auslastung vor).

Ausserdem hast du den Satz von mir falsch verstanden. Ich wollte damit sagen, dass es egal ist, wie viel Maximalleistung das Netzteil hat. Entscheidend ist der Wirkungsgrad. Und da ist es eben leider so, dass kleine Netzteile meist schlechtere Elektronik und daher einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Es gibt nur wenige effiziente und kleine Netzteile (wie zum Beispiel das Fortron Zen).
Gruss Oberst.

horstausprag 17/08/2007 00:09
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Ups, entschuldigung für das zigfache posten, irgendwie wurde bei mir vorher nichts angezeigt. Kann das mal einer wegmachen? Aber bitte 1 mal stehen lassen.
MfG

noway 17/08/2007 00:41
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-0+

Der Artikel kommt mir wirklich vor wie ein Werbetext. Eine Unart die sich in div. Zeitschriften breit gemacht hat, dass Werbung von den Artikeln wenn überhaupt nur durch ein klein gedrucktes "Werbe Artikel" zu unterscheiden ist.

Ansonsten ist dieser Artikel wertlos. Beispiele?

1. Kabelmanagmend, JEDER der nur ein bisschen Ahnung von Elektronik hat weiß, dass jede Lötstelle und vor allem jede Steckverbindung Störungen verursacht. Nicht zuletzt können bei den relativ großen Strömen die gebraucht werden bei schlechten Verbindungen ganz schnell erhebliche Schäden an der gesamten Hardware entstehen.

2. Zitat aus dem Artikel: "Wattanzahl"
Verhökern sie den zuständigen Redakteur an die Bildzeitung! Dass worauf sie ansprechen nennt sich LEISTUNG und wird in Watt angegeben.

3. Sie erwähnen Spannungsschienen aber leider in keinster Weise, welche Spannungen für genau welche Komponenten gebraucht werden.
Eine Erklärung dafür würde es jedoch deutlich einfacher machen ein passendes NT zu finden und nicht zuletzt wäre es sicherer als ihre Milchmädchen Leitungsrechnung!

DOcean 17/08/2007 14:38
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-0+

Es gibt sehr wohl Anwendungen wo ein 800 oder 1000W NT nötig ist...man denke nur an einen 4keringe CPU + 2 8800 Ultra + alles OC (inkl. alle Spannungen höher)...dann kommen schnell 700W zusammen...

aspro 17/08/2007 15:39
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-0+

@Oberst
"ein gutes Netzteil hat aber bei niedriger Last schon einen guten Wirkungsgrad (80+ Spezifikation schreibt über 80% Wirkungsgrad von 20-100% Auslastung vor)."
Ja, aber bei 50% Auslastung ist er noch etwas höher, als bei 20% oder 100%.

"Und da ist es eben leider so, dass kleine Netzteile meist schlechtere Elektronik und daher einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Es gibt nur wenige effiziente und kleine Netzteile (wie zum Beispiel das Fortron Zen)."
Meist ja, es gibt aber auch gute kleine NTs, bspw. Die Seasonic S12II-Reihe, die bis 330W runter geht und durchgängig 80+ zertifiziert ist. Hab btw selbst das S12II-380.

Oberst 17/08/2007 19:52
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Hallo aspro,
ich denke, im Grunde liegen unsere Meinungen gar nicht so auseinander. Die Gigabyte-Netzteile sind für den "Enthusiasten Bereich", und da ist 550W durchaus o.k. Die Rechner in der Klasse brauchen meist schon im Leerlauf um die 150W. Daher wird der Wirkungsgrad auch nahe am Maximum sein (1-2% drunter ist ja auch nicht so schlimm).
Für meinen Server verwende ich auch nur ein 250W Netzteil. Eine Leistungsklasse, die mit aktuellen Netzteilen leider nicht mehr bedient wird. Da das Netzteil schon recht alt ist, wird es wohl bald durch ein 350W ersetzt werden.
Da gibt's schon eine brauchbare Auswahl. Aber 350W empfinde ich eigentlich auch nicht als klein. Klein wäre für mich um 200W, und da gib't leider nichts.

Schneetiger 16/10/2007 16:29
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Ja Docean, es gibt sehr wohl Anwendungen, bei denen auch 1200er Netzteile minimum nötig sind, z.Bsp. die neue Gaming-Plattform von Intel mit X38 vier PEG Schnittstellen un so.
Aber wer will seine LAN-Party in ein Kraftwerk verlegen?

Homeless 18/01/2008 10:10
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Mal Nachrechnen ;

Proz. 120w, Board 50w, Graka(ATI) 200w, 3xHDD-3xDVD-4xUSB-etc. 150w
Ist gleich = 520w + 1/3(rund 170w) = 690w
Was stimmt denn hier nicht ? Das Rechenmodell ergibt allemal über 550W !

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