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In der Theorie kann die Leistung, die ein Netzteil abgibt, nur so groß sein wie die aufgenommene Leistung wird. Dieser Wert kann in der Praxis allerdings nie erreicht werden. Die Umwandlung der Energie im Netzteil ist Verlust behaftet und ein großer Teil dieses Verlustes macht sich als Wärme für den Anwender bemerkbar. Somit kann die abzugebende Leistung eines Netzteils nur kleiner sein als die Energie, die es vor der Wandlung von Spannungen aufnimmt. Wenn man nun die abgegebene Energie ins Verhältnis zur aufgenommenen Energie setzt erhalten wir eine Zahl zwischen null und eins, z.B. 420 W Netto-Leistungsabgabe geteilt durch 550 W Brutto-Leistungsaufnahme bei Volllast gleich 0,764. Diese Zahl beschreibt den Wirkungsgrad des Netzteils. Häufig wird der Wirkungsgrad in Prozent ausgedrückt, was unserer Zahl zwischen Null und Eins multipliziert mit dem Faktor 100 entspricht; in unserem Beispiel also 76,4%
Die Watt-Angaben der Hersteller beziehen sich immer auf die maximale Leistung, die ein Netzteil abgeben kann. Ein 350-Watt-Netzteil mit einem niedrigen Wirkungsgrad von 70% nimmt also maximal 500 Watt auf; dies allerdings aber auch nur wenn am Netzteil angeschlossene Verbraucher diesem auch 350 Watt abverlangen. Der Wirkungsgrad ist auch nicht immer konstant, sondern verändert sich je nach gelieferter Leistung des Netzteils. Das ATX12V Power Supply Design Guide verlangt zur Einhaltung der Spezifikation einen absoluten Mindestwirkungsgrad von 65% bei leichter Last, 72% bei normaler Last und 70% unter Volllast des Netzteils. Es gibt allerdings auch eine empfohlene Mindesteffizienz, die bei leichter Last mit 75%, bei normaler Last mit 80% und bei Volllast mit 77% angegeben ist. Die hier gemeinte Last ist die Stromaufnahme des Systems, die in Ampere gemessen wird.
Warum ist der Wirkungsgrad so wichtig?
Wir führten vor zwei Jahren einen Stresstest mit einem AMD- und einem Intel-System durch, bei dem wir unter anderem auch die Leistungsaufnahme gemessen haben. Beim Intel-System haben wir bei voller Auslastung des Systems eine Brutto-Leistungsaufnahme von durchschnittlich 342 Watt gemessen. Zum Einsatz kamen ein Intel Pentium Extreme Edition 840 mit zwei Kernen, ein Gigabyte GA-8N-SLI Royal, DDR2-DIMMs von OCZ, zwei GeForce 6800GT-Grafikkarten im SLI-Verbund sowie zwei Western Digital Festplatten mit 7.200 U/Min und 160 GB Kapazität. Ausgehend von der Empfehlung im Power Supply Design Guide, dass das Netzteil einen Wirkungsgrad von 77% aufweist, liegt die Leistungsabgabe des Netzteils im Durchschnitt somit bei 263 Watt. Bezogen auf unseren Test bedeutet dies, dass fast 80 Watt Verlustleistung hauptsächlich in Wärme umgewandelt wurde, welche unseren Geldbeutel belastete.
Um es weiter zu verdeutlichen: an die Energieversorger müssen wir die Brutto-Leistungsaufnahme bezahlen. Ausserdem muss die Wärme, die durch einen geringen Wirkungsgrad entsteht, abgeführt werden, was wiederum einen erhöhten Kühlungsaufwand in Form von schneller drehenden Lüftern bedeutet. Wird diese Wärme nicht abgeführt, so wirkt sich diese negativ auf die Lebensdauer des Netzteils aus, da die Lebensdauer der Komponenten mit steigender Wärme sinkt. An dieser Stelle wollen wir unsere damalige Netzteil-Wahl jedoch auch von einem anderen Standpunkt betrachten: Power-User interessiert der geringere Wirkungsgrad bei Teillast eventuell weniger, wenn das Netzteil im Gegenzug stets ausreichend Energie zur Verfügung stellen kann. Ein 1000-W-Netzteil bei lediglich 200 W Energiebedarf sorgt damit also für beste Energie-Verhältnisse; allerdings zum Preis des reduzierten Wirkungsgrades und leicht erhöhten Stromkosten.
Gigabyte wirbt für seine Odin-Netzteile mit einem Wirkungsgrad von mindestens 80 % über den gesamten Lastbereich. Dies bedeutet gegenüber einem billigeren Netzteil mit einem geringeren Wirkungsgrad auf Dauer gesehen eine Geldersparnis. Damit sollte man die höheren Anschaffungskosten wieder ausgleichen - wenn die Herstellerangaben stimmen. Im Falle des Odin-Netzteils müssen diese Angaben noch unter Laborbedingungen überprüft werden.
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Das wäre ja ein gut gemachter Grundlagenartikel - wenn da nicht die ständige Werbung für ein gewisses Netzteil auftauchen würde. Von einer professionellen Test-Seite erwarte ich, dass redaktionelle Inhalte und Werbung vernünftig getrennt werden...
ja, ich muss auch sagen, das ist schon relativ prominent positioniert.
desweiteren würde ich ja behaupten, das eine reduktion des leistungshunger der grafikkarten dazu führen würde, das die hersteller der netzteile sich auf effizientere netzteile mit weniger watt konzentrieren würden.
Naja, Werbung würde ich das nicht gerade nennen. Die Gigabyte-Netzteile gibt es erst ab 550W, und über der letzten Seite steht ja "Fazit: Über 500 Watt selten sinnvoll".
Ganz abgesehen davon ist das Gigabyte-Netzteil wohl gerade da gewesen (weil es neu ist und ein Test wohl ansteht). Zum Veranschaulichen ist es halt immer besser, Bilder zu zeigen und da nimmt man, was man gerade da hat.
Und Effizienz hat ja nicht unbedingt was mit den Watt zu tun. Wenn ein Netzteil 80% Wirkungsgrad bei 100 Watt Leistungsabgabe hat, ist es egal, ob das Netzteil maximal 200W oder 500W leistet. Das ändert ja den Wirkungsgrad nicht. Und da ist das Gigabyte-Netzteil durchaus gut (wie man z.B. auf Anandtech sehen kann).
Aber der Lüfter des Gigabyte hat keine 120mm (wie auf Seite 2 Bildunterschrift behauptet) sonder 135mm.
Gruss Oberst.
Mir wäre ein Test mit 30 aktuellen Netzteilen (inc. semi passiven Netzteilen) lieber.
"Und Effizienz hat ja nicht unbedingt was mit den Watt zu tun. Wenn ein Netzteil 80% Wirkungsgrad bei 100 Watt Leistungsabgabe hat, ist es egal, ob das Netzteil maximal 200W oder 500W leistet. Das ändert ja den Wirkungsgrad nicht."
Und ob die Effizienz abhängig von der prozentualen Leistungsaufnahme ist. Siehe Anandtech oder Planet3DNow. 100W bei nem 200W NT sind 50% Auslastung, bei der die Effizienz meist maximal ist. 100W bei nem 500W NT sind allerdings nur 20% Auslastung, bei der die Effizenz ca. 5-10% unter dem Maximum liegt.
Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.
Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.
Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.
Hallo aspro,
ein gutes Netzteil hat aber bei niedriger Last schon einen guten Wirkungsgrad (80+ Spezifikation schreibt über 80% Wirkungsgrad von 20-100% Auslastung vor).
Ausserdem hast du den Satz von mir falsch verstanden. Ich wollte damit sagen, dass es egal ist, wie viel Maximalleistung das Netzteil hat. Entscheidend ist der Wirkungsgrad. Und da ist es eben leider so, dass kleine Netzteile meist schlechtere Elektronik und daher einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Es gibt nur wenige effiziente und kleine Netzteile (wie zum Beispiel das Fortron Zen).
Gruss Oberst.
Ups, entschuldigung für das zigfache posten, irgendwie wurde bei mir vorher nichts angezeigt. Kann das mal einer wegmachen? Aber bitte 1 mal stehen lassen.
MfG
Der Artikel kommt mir wirklich vor wie ein Werbetext. Eine Unart die sich in div. Zeitschriften breit gemacht hat, dass Werbung von den Artikeln wenn überhaupt nur durch ein klein gedrucktes "Werbe Artikel" zu unterscheiden ist.
Ansonsten ist dieser Artikel wertlos. Beispiele?
1. Kabelmanagmend, JEDER der nur ein bisschen Ahnung von Elektronik hat weiß, dass jede Lötstelle und vor allem jede Steckverbindung Störungen verursacht. Nicht zuletzt können bei den relativ großen Strömen die gebraucht werden bei schlechten Verbindungen ganz schnell erhebliche Schäden an der gesamten Hardware entstehen.
2. Zitat aus dem Artikel: "Wattanzahl"
Verhökern sie den zuständigen Redakteur an die Bildzeitung! Dass worauf sie ansprechen nennt sich LEISTUNG und wird in Watt angegeben.
3. Sie erwähnen Spannungsschienen aber leider in keinster Weise, welche Spannungen für genau welche Komponenten gebraucht werden.
Eine Erklärung dafür würde es jedoch deutlich einfacher machen ein passendes NT zu finden und nicht zuletzt wäre es sicherer als ihre Milchmädchen Leitungsrechnung!
Es gibt sehr wohl Anwendungen wo ein 800 oder 1000W NT nötig ist...man denke nur an einen 4keringe CPU + 2 8800 Ultra + alles OC (inkl. alle Spannungen höher)...dann kommen schnell 700W zusammen...
@Oberst
"ein gutes Netzteil hat aber bei niedriger Last schon einen guten Wirkungsgrad (80+ Spezifikation schreibt über 80% Wirkungsgrad von 20-100% Auslastung vor)."
Ja, aber bei 50% Auslastung ist er noch etwas höher, als bei 20% oder 100%.
"Und da ist es eben leider so, dass kleine Netzteile meist schlechtere Elektronik und daher einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Es gibt nur wenige effiziente und kleine Netzteile (wie zum Beispiel das Fortron Zen)."
Meist ja, es gibt aber auch gute kleine NTs, bspw. Die Seasonic S12II-Reihe, die bis 330W runter geht und durchgängig 80+ zertifiziert ist. Hab btw selbst das S12II-380.
Hallo aspro,
ich denke, im Grunde liegen unsere Meinungen gar nicht so auseinander. Die Gigabyte-Netzteile sind für den "Enthusiasten Bereich", und da ist 550W durchaus o.k. Die Rechner in der Klasse brauchen meist schon im Leerlauf um die 150W. Daher wird der Wirkungsgrad auch nahe am Maximum sein (1-2% drunter ist ja auch nicht so schlimm).
Für meinen Server verwende ich auch nur ein 250W Netzteil. Eine Leistungsklasse, die mit aktuellen Netzteilen leider nicht mehr bedient wird. Da das Netzteil schon recht alt ist, wird es wohl bald durch ein 350W ersetzt werden.
Da gibt's schon eine brauchbare Auswahl. Aber 350W empfinde ich eigentlich auch nicht als klein. Klein wäre für mich um 200W, und da gib't leider nichts.
Ja Docean, es gibt sehr wohl Anwendungen, bei denen auch 1200er Netzteile minimum nötig sind, z.Bsp. die neue Gaming-Plattform von Intel mit X38 vier PEG Schnittstellen un so.
Aber wer will seine LAN-Party in ein Kraftwerk verlegen?
Mal Nachrechnen ;
Proz. 120w, Board 50w, Graka(ATI) 200w, 3xHDD-3xDVD-4xUSB-etc. 150w
Ist gleich = 520w + 1/3(rund 170w) = 690w
Was stimmt denn hier nicht ? Das Rechenmodell ergibt allemal über 550W !