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Fazit: Über 500 Watt selten sinnvoll - hohe Stromkosten

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15:32 - 15/08/2007 von Marcel Binder

netzteil grundlagen odin

Das Prinzip “höher, schneller ,weiter” gilt wie in den meisten Bereichen der IT-Branche, so auch für Netzteilhersteller. Kleine Kraftwerke mit bis zu 2000 Watt bringen satte Leistung für angeblich immer hungrigere Plattformen. Alles klar? Im Gegenzug steigt allerdings auch die Verlustleistung an, für die wir über die Stromrechnung gehörig zur Kasse gebeten werden. So ist es vor dem Kauf eines Netzteils erst einmal ratsam, eine komplette Energiebilanz zu ziehen und sich nicht von schwindelerregenden Leistungs-Angaben auf den Verpackungen oder einem oberflächlich agierenden Verkäufer verrückt machen zu lassen. Errechnen Sie den Energiebedarf Ihres Systems am besten durch die Addition der Ihnen bekannten oder ermittelbaren Bedarfswerte einzelner Komponenten. Eine konventionelle Betrachtung liefert in etwa folgende Angaben: Prozessoren liegen zwischen 35 und 130 W, die Hauptplatine samt Speicher liegt bei 25-50 W, Laufwerke konsumieren 15-30 W, Grafikkarten liegen bei 30 bis 200 W – je nach Modell. Rechnen Sie am Ende zur Sicherheit ein gutes Drittel dazu, um auf der sicheren Seite zu sein. Wer für die Zukunft gerüstet sein will greift noch ein Stück höher; allerdings macht sich dies fast immer durch einen schlechteren Wirkungsgrad im Teillast-Bereich bemerkbar. Da starke Netzteile schnell sehr teuer werden und in Anbetracht von Multi-Core-Prozessoren mit stark wechselnden Leistungsanforderungen - aufgrund von Stromsparmechanismen sicherlich technische Anpassungen notwendig sind - raten wir von extremen Leistungen dringend ab.

Die große Herausforderung für Netzteilhersteller sollte nicht sein, Netzteile mit immer größerer Leistung an den Mann bringen, sondern den Wirkungsgrad weiter zu verbessern. Sicherlich haben auch Netzteile über 500 Watt ihre Daseinsberechtigung. Doch die Anzahl der Anwender für Netzteile in dieser Größenordnung dürfte im Vergleich zur breiten Masse recht gering sein. Mit etwas Verstand und guter Vorbereitung lässt sich sowohl beim Kauf eines Netzteils als auch im täglichen Betrieb Geld sparen. Schließlich werden die Komponenten auch effizienter.

Mit wie wenig Stromkonsum ein leistungsfähiges PC-System auskommen kann, zeigt der Solar-PC von THG.

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Kommentare zum Beitrag
mischu 15/08/2007 16:42
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-0+

Das wäre ja ein gut gemachter Grundlagenartikel - wenn da nicht die ständige Werbung für ein gewisses Netzteil auftauchen würde. Von einer professionellen Test-Seite erwarte ich, dass redaktionelle Inhalte und Werbung vernünftig getrennt werden...

FreXxX 15/08/2007 16:59
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-0+

ja, ich muss auch sagen, das ist schon relativ prominent positioniert.
desweiteren würde ich ja behaupten, das eine reduktion des leistungshunger der grafikkarten dazu führen würde, das die hersteller der netzteile sich auf effizientere netzteile mit weniger watt konzentrieren würden.

Oberst 15/08/2007 20:46
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-0+

Naja, Werbung würde ich das nicht gerade nennen. Die Gigabyte-Netzteile gibt es erst ab 550W, und über der letzten Seite steht ja "Fazit: Über 500 Watt selten sinnvoll".
Ganz abgesehen davon ist das Gigabyte-Netzteil wohl gerade da gewesen (weil es neu ist und ein Test wohl ansteht). Zum Veranschaulichen ist es halt immer besser, Bilder zu zeigen und da nimmt man, was man gerade da hat.

Und Effizienz hat ja nicht unbedingt was mit den Watt zu tun. Wenn ein Netzteil 80% Wirkungsgrad bei 100 Watt Leistungsabgabe hat, ist es egal, ob das Netzteil maximal 200W oder 500W leistet. Das ändert ja den Wirkungsgrad nicht. Und da ist das Gigabyte-Netzteil durchaus gut (wie man z.B. auf Anandtech sehen kann).

Aber der Lüfter des Gigabyte hat keine 120mm (wie auf Seite 2 Bildunterschrift behauptet) sonder 135mm.
Gruss Oberst.

Numrollen 16/08/2007 01:17
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-0+

Mir wäre ein Test mit 30 aktuellen Netzteilen (inc. semi passiven Netzteilen) lieber.

aspro 16/08/2007 12:49
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-0+

"Und Effizienz hat ja nicht unbedingt was mit den Watt zu tun. Wenn ein Netzteil 80% Wirkungsgrad bei 100 Watt Leistungsabgabe hat, ist es egal, ob das Netzteil maximal 200W oder 500W leistet. Das ändert ja den Wirkungsgrad nicht."

Und ob die Effizienz abhängig von der prozentualen Leistungsaufnahme ist. Siehe Anandtech oder Planet3DNow. 100W bei nem 200W NT sind 50% Auslastung, bei der die Effizienz meist maximal ist. 100W bei nem 500W NT sind allerdings nur 20% Auslastung, bei der die Effizenz ca. 5-10% unter dem Maximum liegt.

horstausprag 16/08/2007 13:41
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-0+

Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.

horstausprag 16/08/2007 13:41
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Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.

horstausprag 16/08/2007 13:42
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Und wo bleibt das technische in diesem Artikel? Wie oben schon gesagt, ein Netzteiltest mit Netzteil-Empfehlungen für verschiedene Leistungsbereiche (paar Kennlinien für den Wirkungsgrad wären auch nicht schlecht), aber so, da steht nur blablablabla.
Ich kann's nur immer wiederholen, die Qualität der Artikel (bzw. der ganzen Seite inkl. Design) sinkt...Schade, war mal eine meiner Lieblingsseiten.

Oberst 16/08/2007 16:26
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-0+

Hallo aspro,
ein gutes Netzteil hat aber bei niedriger Last schon einen guten Wirkungsgrad (80+ Spezifikation schreibt über 80% Wirkungsgrad von 20-100% Auslastung vor).

Ausserdem hast du den Satz von mir falsch verstanden. Ich wollte damit sagen, dass es egal ist, wie viel Maximalleistung das Netzteil hat. Entscheidend ist der Wirkungsgrad. Und da ist es eben leider so, dass kleine Netzteile meist schlechtere Elektronik und daher einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Es gibt nur wenige effiziente und kleine Netzteile (wie zum Beispiel das Fortron Zen).
Gruss Oberst.

horstausprag 17/08/2007 00:09
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Ups, entschuldigung für das zigfache posten, irgendwie wurde bei mir vorher nichts angezeigt. Kann das mal einer wegmachen? Aber bitte 1 mal stehen lassen.
MfG

noway 17/08/2007 00:41
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-0+

Der Artikel kommt mir wirklich vor wie ein Werbetext. Eine Unart die sich in div. Zeitschriften breit gemacht hat, dass Werbung von den Artikeln wenn überhaupt nur durch ein klein gedrucktes "Werbe Artikel" zu unterscheiden ist.

Ansonsten ist dieser Artikel wertlos. Beispiele?

1. Kabelmanagmend, JEDER der nur ein bisschen Ahnung von Elektronik hat weiß, dass jede Lötstelle und vor allem jede Steckverbindung Störungen verursacht. Nicht zuletzt können bei den relativ großen Strömen die gebraucht werden bei schlechten Verbindungen ganz schnell erhebliche Schäden an der gesamten Hardware entstehen.

2. Zitat aus dem Artikel: "Wattanzahl"
Verhökern sie den zuständigen Redakteur an die Bildzeitung! Dass worauf sie ansprechen nennt sich LEISTUNG und wird in Watt angegeben.

3. Sie erwähnen Spannungsschienen aber leider in keinster Weise, welche Spannungen für genau welche Komponenten gebraucht werden.
Eine Erklärung dafür würde es jedoch deutlich einfacher machen ein passendes NT zu finden und nicht zuletzt wäre es sicherer als ihre Milchmädchen Leitungsrechnung!

DOcean 17/08/2007 14:38
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-0+

Es gibt sehr wohl Anwendungen wo ein 800 oder 1000W NT nötig ist...man denke nur an einen 4keringe CPU + 2 8800 Ultra + alles OC (inkl. alle Spannungen höher)...dann kommen schnell 700W zusammen...

aspro 17/08/2007 15:39
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-0+

@Oberst
"ein gutes Netzteil hat aber bei niedriger Last schon einen guten Wirkungsgrad (80+ Spezifikation schreibt über 80% Wirkungsgrad von 20-100% Auslastung vor)."
Ja, aber bei 50% Auslastung ist er noch etwas höher, als bei 20% oder 100%.

"Und da ist es eben leider so, dass kleine Netzteile meist schlechtere Elektronik und daher einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Es gibt nur wenige effiziente und kleine Netzteile (wie zum Beispiel das Fortron Zen)."
Meist ja, es gibt aber auch gute kleine NTs, bspw. Die Seasonic S12II-Reihe, die bis 330W runter geht und durchgängig 80+ zertifiziert ist. Hab btw selbst das S12II-380.

Oberst 17/08/2007 19:52
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Hallo aspro,
ich denke, im Grunde liegen unsere Meinungen gar nicht so auseinander. Die Gigabyte-Netzteile sind für den "Enthusiasten Bereich", und da ist 550W durchaus o.k. Die Rechner in der Klasse brauchen meist schon im Leerlauf um die 150W. Daher wird der Wirkungsgrad auch nahe am Maximum sein (1-2% drunter ist ja auch nicht so schlimm).
Für meinen Server verwende ich auch nur ein 250W Netzteil. Eine Leistungsklasse, die mit aktuellen Netzteilen leider nicht mehr bedient wird. Da das Netzteil schon recht alt ist, wird es wohl bald durch ein 350W ersetzt werden.
Da gibt's schon eine brauchbare Auswahl. Aber 350W empfinde ich eigentlich auch nicht als klein. Klein wäre für mich um 200W, und da gib't leider nichts.

Schneetiger 16/10/2007 16:29
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Ja Docean, es gibt sehr wohl Anwendungen, bei denen auch 1200er Netzteile minimum nötig sind, z.Bsp. die neue Gaming-Plattform von Intel mit X38 vier PEG Schnittstellen un so.
Aber wer will seine LAN-Party in ein Kraftwerk verlegen?

Homeless 18/01/2008 10:10
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Mal Nachrechnen ;

Proz. 120w, Board 50w, Graka(ATI) 200w, 3xHDD-3xDVD-4xUSB-etc. 150w
Ist gleich = 520w + 1/3(rund 170w) = 690w
Was stimmt denn hier nicht ? Das Rechenmodell ergibt allemal über 550W !

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