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Neue Waffe der RIAA gegen P2P: Kinderpornografie

18:31 - Mittwoch, 10. September 2003 von Fritz
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: neue, waffe, der, riaa, gegen, p2p, kinderpornografie 0 Kommentare

Im anhaltenden Bemühen, keine Möglichkeit unausgeschöpft zu lassen, um die beliebten Musik-Tauschbörsen zu vernichten, schwingt die Recording Industry Association of America (RIAA) nun die Kinderporno-Keule.

Einen Tag nach einem Grossaufgebot an Gerichtsverfahren - die RIAA zerrte 261 angebliche "Musikpiraten" vor US-Gerichte - trat RIAA-Chef Cary Sherman vor den US-Senat und verbreitete seine Ansicht, Tauschbörsen wären verseucht von Kinderpornografie und würden zudem ein Werkzeug dastellen, mit welchem Pädophile mit unschuldigen Kindern in Verbindung treten könnten, die sich z.B. gerade ein paar Pokemon-Daten herunterladen. Ein Schreckensszenario, das zudem nur sehr nebulöse Verbindungen zur Realität besitzt - was aber keine Garantie dafür ist, dass der US-Senat sich nicht davon beeindrucken liesse.

Sherman führte weiter aus, dass ein "beträchtlicher Teil" der P2P-Daten aus Pornografie bestünde (was aber für das gesamte Internet gelten darf) und sogar abscheuliche Kinderpornografie auf diesem Weg die monatlichen 13 Millionen an neuen Nutzern zugänglich werden könnte. Die US-Bundes-Staatsanwaltschaft relativierte diese Aussagen bereits, die Natur der P2P-Netze mache diese zwar schwer zu kontrollieren, nicht aber zu einem natürlichen Ausbreitungsherd für die oben beschriebenen Dinge.

Der Vizepräsident vom KaZaA-Betreiber Sharman Networks, Alan Morris, kommentierte den Auftritt Shermans mit den Worten, die RIAA versuche nun mit einer Schmutzkampagne gegen P2P-Technik vorzugehen, nachdem sie auf juristischem Weg versagt habe.


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