In der GeForce 6600 steckt der Grafikprozessor mit dem Codenamen NV43. Dahinter verbirgt sich ein neuer, in 110 Nanometer gefertigter Chip, der auf der Architektur des bereits vorgestellten NV40 alias GeForce 6800 Prozessors basiert. Die 3D Feature-Liste der GeForce 6600 entspricht voll der GeForce 6800:
DirectX 9.0c Support mit Shader Model 3.0 Rotated Grid FSAA (IntelliSample 3.0) Ultra Shadow II Fließkomma-Präzision mit 32 Bit Texturfilterung und Blending mit 64 Bit GDDR3-Speicher-Unterstützung (momentan nur bei GeForce 6600 GT eingesetzt) integrierter Video-Prozessor 400-MHz-Ramdac
Mit 146 Millionen Transistoren ist NV43 sehr komplex
Im Gegensatz zu vorherigen Produktgenerationen, bei denen NVIDIA die technischen Fähigkeiten zwecks Kostenersparnis teils stark reduziert hat, beschränken sich die Einsparungen bei NV43 auf die Anzahl der Pixel- und Vertex-Pipelines. Statt 16 (6800 Ultra/GT) bzw. 12 (6800), ist die neue GeForce 6600 mit nur 8 Pixel Pipelines ausgestattet. Die Zahl der Vertex-Shader-Einheiten hat NVIDIA von 6 auf 3 reduziert. Auch die Breite des Speicherbusses wurde von 256 Bit auf 128 Bit beschnitten. Die Anzahl der Transistoren beziffert NVIDIA mit 146 Millionen.
Die GeForce 6600 ist die erste Grafikkarte von NVIDIA, die über ein natives PCI Express Interface verfügt. Zur Markteinführung wird zunächst nur die PCI-Express-Variante erhältlich sein. Etwas später folgt dann die AGP-8x-Variante, die mit dem HSI-Bridge-Chip ausgestattet ist. Hier macht sich die zweigleisige Auslegung des HSI-Chips bezahlt. So übersetzt er PCI-Express-Signale nach AGP, aber auch AGP nach PCI Express. Der Clou daran: NVIDIA braucht für die AGP-Variante keinen neuen Chip auflegen.
Derzeit sind zwei NV43-Varianten geplant: Die GeForce 6600 "GT" und die 6600 ohne Zusatzbezeichnung. Eine "Ultra"-Variante soll es nicht geben, da der Grafikspezialist diese Bezeichnung künftig lediglich im Enthusiast-Segment verwenden möchte.
