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9 - Nvidia Media and Communications Processor (MCP, nForce-6-Serie)

Der Media and Communications Processor (MCP) von Nvidia für den nForce-6-Chipsatz bietet sechs Serial-ATA/300-Anschlüsse mit NCQ (Native Command Queuing) und insgesamt 10 USB-2.0-Ports. Die Tatsache, dass der nForce 680i SLI-Chipsatz die besten Eigenschaften verglichen mit allen anderen Core Logic Produkten für Core 2 Duo bietet, muss nicht unbedingt heißen, dass er auch alles am besten bewerkstelligt. Mal sehen:
Die RAID-0-Leistung mit vier Festplatten hat unverständlicherweise enttäuscht: Während die beiden Intel-Southbridges 300 MB/s Lese- und 280 MB/s Schreibleistung lieferten war bei der Nvidia-Variante mit 115 MB/s bereits Schluss. Jedoch ist der MCP von Nvidia im RAID 0+1 eindeutig die bessere Lösung. Obwohl es die 134 MB/s Lese-Datenrate von ICH7 und ICH8 nicht überbieten kann und Intels Schreibrate auf schlappe 78 MB/s fällt (was annähernd einer einzelnen Festplatte entspricht), so behauptet sich der MCP bei bedeutend besseren 106 MB/s. In Bezug auf RAID 0+1 bietet Nvidia die bessere Gesamtleistung.
Bei RAID 5 ist die Lage allerdings wieder anders. Die ICH7 und ICH8 von Intel liefern erstaunliche 225 MB/s Leseperformance mit den vier Festplatten im RAID 5, während der nForce 6 MCP auf die 115 MB/s beschränkt ist, die wir schon bei RAID 0 gesehen haben. Die Schreibgeschwindigkeit unter RAID 5 ist mit nur 28 MB/s sogar noch schlechter. Bei einem kompromittierten RAID 5 mit einem defekten bzw. fehlenden Laufwerk wird die Sache langsam interessant, da die Nvidia-Lösung ihre Leistung hält und die Produkte von Intel in zweierlei Hinsicht übertrifft: Die schwache Schreibleistung ist vermutlich das Ergebnis des fehlenden Write-Back-Cachings, das wir bei einem RAID-5-Setup nicht bemängeln wollen. Hier sollte die Datensicherheit im Vergleich zur Leistung klar im Vordergrund stehen. Jedoch können wir uns die maximale Bandbreite von 115 MB/s trotzdem nicht erklären. Auch ein BIOS-Update der Testplatine brachte bislang keine Abhilfe.
In Bezug auf die I/O-Leistung agiert der Nvidia-Chipsatz genau zwischen ICH7 und ICH8, was auch auf die USB-2.0-Leistung zutrifft. Mit einer einzigen Festplatte befindet sich Nvidia auf dem zweiten Platz. Verwendet man zwei Laufwerke über denselben USB 2.0 Root-Controller, so hält der Nvidia MCP 20,3 MB/s, während die Intel ICHs auf 18,8 MB/s abfallen. Schließt man zwei Laufwerke an verschiedenen Controllern an platziert sich der MCP wiederum zwischen ICH7 und ICH8.
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so ich hab mal den Morgen mit Recherche und Tests verbracht. Hab ein Asus A8N SLI mit 2 Raptor 150GB im Raid 0
Nach 5 Minuten suchen fand ich in Foren das bei den Nvidia Raid es einen erheblichen Unterschied macht ob man im Gerätemanager für den SataBus an dem die Raid Platten hängen das Read Cache aus /bzw anschaltet. Ich hab dann einige Test gemacht und hier die Ergebnisse Readcache on/off mit HDtach, Atto Disk Benchmark und Winrar:
XP Boot dauer bleibt gleich
HDtach Readcache On: Burst 221MB Average Read 118MB
HDtach Readcache Off: Burst 257MB Average Read 145MB
Bei Atto sieht es so aus das die Test Write/Read Files mit 0.5k bis 1024k gemacht werden. Hier zeigt sich das mit Read Cache off der Read von kleinen Files a 8k etwas langsamer funktioniert. zwischen 16k und 256k bleibt es sich gleich und bei 512k und 1024k bricht die Write Performance mit Readcache on total ein, hier ist Readcache off doppelt so schnell was das lesen der Files angeht. Hab keine Ahnung warum.
Ich habe dann nochmal einen Winrar Test gemacht, entpacken und packen (packen mit Einstellung Store also ohne Komprimierung damit es nicht CPU abhängig wird). Und Files liegen und werden entpackt auf das gleiche Volume(nvidia Stripe set):
Unrar 750MB Read cache off: 6,8 Sek
Unrar 750MB Read cache on: 21 Sek
Rar 550MB File Readcache off: 12 Sek
Rar 550MB File Readcache on: 41 Sek
Die Unterschiede finde ich schon sehr krass. Die Performance mit deaktivierten Readcache sind enorm.
Was sagt ihr dazu.
Grüße Johannes
das mit der schlechten Write Performance bei 512 und 1024k Dateien ist ein Bug der mit dem neusten Treiber nicht auftritt.
Es bleibt aber dabei das auch mit dem neusten Treuber die Performance mit Readcache off wesentlich besser ist als mit Raedcache on. Hab nochmal alle Benchmarks gemacht. Das Einizge was der neue treiber sonst noch bringt ist, daß jetzt die Readcache off Einstellung schlechtere Perfomance aufweist als mit dem Treiber aus 2005
dieser Test interessiert mich doch sehr da ich demnächst einen neuen PC holen möchte. In diesen soll ein Raid 0 mit 2 WD Platten 7200/16MB/400GB - also keine Raptors.
Jetzt lese ich aber den Artikel so, als ob die Intelchipsätze nicht viel schneller sind als der von NVIDIA. Schaue ich mir aber die "Raid 0 Transferdiagramme" an, so sind die Intels sehr viel schneller. Verstehe das dann nicht ganz. NVIDIA glänzt also aufgrund seiner Ausstattung nicht aufgrund seiner Performance?
Gruß
Malte
Dann reichen aber 2 kleine Platten und eine große eigentlich aus.
Ein reines RAID 0 System ist Datenamoklauf.
Wenn ich es recht verstehe, ist es alles relativ schnurz mit den Chipsätzen. 2 Grafikkarten sind in meinen Augen schlicht Unsinn und 10 USB braucht auch kein Mensch. Wenn der ICH8 eh besser ist und die Boards auch bei anderen Anwendungen gleich schnell sind, kann man doch zu einem relativ günstigen 965P Board greifen.
Wozu 200€ und mehr für nen Board ausgeben. Ein Sinn ist nicht erkennbar.
Edit: Die Umlaute scheinen heute zu machen, was sie wollen.
Sicherheit + Schnelligkeit wäre ja dann Raid 0+1 -> 4 Platten -> zu teuer.
Ihr würdet nur eine einigermaßen schnelle Platte nehmen( WD3200KS,Caviar Special Edition 320 GB8,9/16384/7200) und ein Board in der 100-150Euro Klasse(P965).
Gruß
Malte
Sind die Netzwerkcontroller denn auch in der Southbridge (wo sie ja typischerweise sind), denn die dürften dann ja auch bei 1 GBit/s limitiert sein.
ist nur so eine Idee von mir, kann natürlich auch ein Treiberproblem sein, auf alle Fälle sieht man, dass irgendwas die Transferrate limitiert, da die Kurven flach sind und nicht abfallend wie normalerweise (wie auch bei Intel).
Ansonsten wäre noch die CPU Auslastung bei den Festplattentests und bei den USB-Zugriffen interessant gewesen.
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http://www.heise.de/newsticker/meldung/84172