Streng geheim: Rambus entwickelt Speicherinterface für SiS

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19:00 - 02/05/2002 von Frank Völkel

Obwohl die Firma Rambus lediglich Technologierechte vermarktet und keine eigenen Speichermodule produziert, hat sie sich noch nicht unter den Penny-Stocks platziert. Seit Intels Abkehr vom Rambus-Speicher suchte der Hersteller neue Möglichkeiten, um seine Speichertechnologie zu vermarkten. Ein neuer Partner von Rambus ist der taiwanesische Chipproduzent SiS, der schon mit seinem 645DX für rechten Aufruhr sorgte. Ein Blick in interne Unterlagen zeigt, dass Rambus an einem schnellen Speicherinterface für den neuen SiS 648 Chipsatz für Sockel 478 (Pentium 4) bastelt. Mit dem SiS-648-Baustein kalkulieren schon heute die namhaften Motherboardhersteller. Eine weitere Entwicklungsstufe betrifft die Rambus-Speicher selbst: Schon in wenigen Wochen werden neue Speichermodule mit 32 Bit Datenbus auf dem Markt erscheinen, die eine zusätzliche Lösung zu den konventionellen Modulen mit 16 Bit darstellen. Neben der theoretisch zu erwartenden Geschwindigkeitssteigerung ist nur noch ein Modul zur Bestückung notwendig.

Zukunft von DDR: DDR400 und DDR533

Variable Taktraten beim SiS 645DX Referenzboard.

Die Speichertechnologie DDR-SDRAM gilt selbst in Expertenkreisen als am meisten zukunftsträchtig und noch ausbaufähig, diese Tatsache bekräftigen zahlreiche Diskussionen der letzten Messen und Veranstaltungen. Dennoch sind die Probleme bezüglich der begrenzten Bandbreite und vor allem der Latenzzeit hinlänglich bekannt, die von manchen Anwendern einfach außer Acht gelassen werden. DDR-SDRAM ist zwar die konsequente Fortführung und Weiterentwicklung der betagten DRAM-Technologie, aber der Weisheit letzter Schluss noch lange nicht. Vor allem ist die Anbindung des Speichers an den Chipsatz von wesentlicher Bedeutung. Nur durch ein optimiertes Speicherinterface des Chipsatzes lässt sich die maximale Leistung im Zusammenspiel mit einem DDR-Speichermodul erzielen. Obwohl schon erste Muster von DDR400-Speicher verfügbar sind, gibt es mittelfristig keinen Chipsatz, der die Leistung von DDR400 optimal ausreizt. VIA arbeitet am KT400, wobei noch nicht klar ist, welche Latenzzeiten die validierten Module haben werden.

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