Badaboom: Filme mit der Grafikkarte konvertiert

13:30 - 23/05/2009 von Tino Kreiss

Endlich kann man schnelle 3D-Grafikkarten für andere Zwecke nutzen: Mit Nvidias CUDA lassen sich Filme superschnell in andere Formate umrechnen.

Durch den Zugriff auf die Recheneinheiten von Grafikkarten entstehen im Moment viele spannende Anwendungen. Mit CUDA lassen sich Nvidia-Grafikkarten mit Geforce 8, 9 und GTX 200 für neue Aufgaben verwenden; dazu zählen die Berechnung von Datenpaketen aus Folding@Home, Physikeffekte in Spielen mit PhysX und das extrem schnelle Umwandeln von Videoformaten. Das Erfolgskonzept ist die Anzahl der Einheiten, mit denen viele Berechnungen gleichzeitig durchgeführt werden. CUDA ist ein fester Bestandteil im Nvidia-Grafiktreiber. Hat man die passende Anwendung laufen, so muss man nichts zusätzlich installieren. Für Entwickler gibt es ein eigenes Toolkit, die Nvidia Cuda Zone.

Grafikkarte rechnet Filme um.

Der folgende Test beschäftigt sich mit dem Faktor Geschwindigkeit, wenn man digital Filme in ein anderes Format umwandeln möchte – dieser Vorgang beansprucht auf modernen Prozessoren noch immer viel Zeit. Auf die Bildqualität der verschiedenen Codecs wird nicht eingegangen, obwohl diese bislang nicht ganz die Qualität hochwertiger Software-Transcoding-Tools erreicht. In einigen Präsentationen werben die Hersteller mit bis zu 25-fachem Leistungszuwachs wenn man die Grafikkarte gegen eine CPU antreten lässt. In diesem Test fällt der Geschwindigkeitsschub nicht so drastisch aus, da auch die verwendete Core i7-CPU kein Schwächling ist und Taktfrequenz sowie Anzahl der Kerne ihren Teil beitragen.

In über 150 Einzeltests kann man die Zeitersparnis vergleichen, die man beim Geforce 8, 9 und GTX 200 erhält, wenn man die Grafikchips gegen eine übertaktete Core Intel i7 920-CPU mit 3,8 GHz stellt. In vielen Fällen bedeutet Zeitersparnis durch eine schnelle Grafikkarte sogar weniger Energiekosten: Je schneller sich der Film im neuen Format befindet, desto weniger Strom wird über die gesamte Laufzeit von der Steckdose aufgenommen.

Als Testprogramm kommt Badaboom in der Version 1.1.1.194 zum Einsatz. ATI und deren Stream-Technologie wird nicht unterstützt, weshalb sich die Kartenauswahl in diesem Test auf Nvidia-Produkte mit CUDA-Kompatibilität beschränkt. Badaboom ist in der aktuellen Version sehr weit entwickelt, beherrscht fast alle gängigen Formate und nun auch den Umgang mit dem Tool FRAPS, welches viele 3D-Gamer zum Aufnehmen von Sequenzen aus Spielen verwenden.

Im Downloadbereich von Elemental Technologies gibt es eine kostenlose Trial-Version, mit der man bis zu 30 Filme in andere Formate umwandeln kann. Die Filmlänge ist dabei nicht beschränkt, es wird nur ein Wasserzeichen des Herstellers eingeblendet. Wer eine passende Grafikkarte besitzt, kann die Ergebnisse auf seinem eigenen Rechner jederzeit nachstellen.

Hier gibt es Badaboom zum Download.

Der Test besteht aus typischen Praxisbeispielen, wie das Umwandeln eines FRAPS-Videos für YouTube oder eine TV-Serie von DivX und Xvid auf iPod-Format. Um es einfach zu halten wurden die Standard-Einstellungen verwendet. Sollten Durchläufe von diesen Werten abweichen, wird darauf hingewiesen.

Eine Liste mit Grafikprozessoren (GPUs) und Beschleunigern, die CUDA unterstützen, finden man unter folgendem Link: http://www.nvidia.com/object/cuda_learn_products.html

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Kommentare zum Beitrag
fruechtetee 23/05/2009 14:10
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*heul* warum AMD, warum kommst du nicht in die pusche ala Cuda und Physik (Havok...)


:(

konkretor 23/05/2009 19:43
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amd hat das doch auch in seite treiber integriert, den catalys control center im basic modus starten, dann kann man auch videos encodieren.

wird zeit für opencl, dann ist es egal was für ne graka und cpu im rechner steckt

layer8error 25/05/2009 09:15
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Der Unterschied zwischen AMD/ATI und Nvidia liegt darin, dass Nvidia einiges an Ressourcen in das Promoten von CUDA gesteckt hat, sogar schon Workshops für Programmierer etc anbot. AMD/ATI hat mal wieder gedacht, dass das alles von alleine läuft. Angeblich ist Brook+ sogar eleganter weil näher an C++ Notation wohingegen zur Umstellung auf CUDA für den Programmierer mehr Vorarbeit nötig ist.

eisix 25/05/2009 11:28
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Vergleicht doch bitte mal mit Handbrake da werden dann auch alle Core's der CPU voll genutzt.

3D Mann 25/05/2009 15:13
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Handbrake:
WMV-Testfile wird nicht gestartet
Fraps-Testfile wird gestartet, Encoding bleibt bei 0%
MPEG2 to 320x180 | 45% CPU-Last | 225 Watt | 345 fps
DivX5 to 320x180 | 52% CPU-Last | 250 Watt | 355.8 fps
Xvid to 320x168 | 49% CPU-Last | 245 Watt | 401.1 fps
H264 to 720x404 | 15% CPU-Last | 195 Watt | 18.6 fps

eisix 25/05/2009 17:09
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Die CPU-Last Werte sind so niedrig? Mit Handbrake habe ich normalerweiße meinen Q9300 auf allen 4 Cores auf 100% und das nahezu permanent (OS XP-sp2). Werde heute Abend mal was vergleichbares konvertieren.

3D Mann 25/05/2009 17:44
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Die CPU-Lastwerte sind Mittelwerte und schwanken um +-10. Nicht vergessen, die i7 sind 4 Kerne + 4x HT. 100% Auslastung habe ich schon gesehen, ich glaube 3DMark und Vantage erreichen das.

Anonymer Nutzer 25/05/2009 23:00
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Memory Corsair, 3x2 GB DDR3, TR3X6G1600C8D, 2x570 MHz 8-8-8-20
Betriebssystem Windows Vista Ultimate 32 Bit, SP1

fällt da was auf? :P

3D Mann 26/05/2009 05:59
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32 Bit mit 6 GByte Speicher und dann noch Grafikkarten mit 2 GByte Grafikspeicher testen, da bleibt ja fürs System nichts übrig...

Das hat jetzt eigentlich nichts mit dem Artikel Video-Encoding mit der Grafikkarte zu tun:

i7 ist Tripple-Channel
3x1 GByte wäre zu wenig
4 GByte wäre 32 Bit okay
6 GByte ist eine ungünstige Zahl, geht aber nun mal nich anders, da es keine 3x 1.5 GB Bausteine gibt
Real verschenkt man weniger als 2 GB, da 64 Bit mehr zur Verwaltung benötigt, ab 8 GB sinnvoller.
Den meißten Anwendungen und Spielen reichen 2-4 GByte.
Bei 3x 4 GB wäre 64 Bit natürlich die bessere Wahl.

Speicher Vista 32 Bit:
GTX 260 896 MB = Insgesamt 3061 MB frei 2125 MB
HD 4870 2048 MB = Insgeamt 3061 MB frei 2181 MB
Zum Vergleich XP 32 Bit:
9600 GT 1024 MB = Insgesamt 3668 MB frei 3029 MB

Können wir das damit abhaken, das Forum ist voll mit Beiträgen zu diesem Thema, wo dein kryptischer Hinweis besser aufgehoben wäre.

eisix 26/05/2009 14:16
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Mein Testergebnis

Xvid to 320x168 | 100% CPU-Last | ~170 Watt | 250 fps

Was dann nach verrechnen der Taktdifferenz ca. 25% Perfomance Vorteil für den i7 bedeutet. Bei der CPU Last denke ich hast du Recht ist auf HT zurückzuführen. Bezogen auf Cuda würde ich sagen je älter das System um so mehr Sinn macht das ganze. Wenn man viel transcoded.

3D Mann 26/05/2009 14:38
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Sehe ich auch so, mich hat der Preis von Badaboom überrascht, die umgerechnet 22 Euro sind wirklich nicht viel. Vorallem läuft das alles ohne zusätzlichen Codec, ich habe nur ffdshow drauf, damit ich was sehe, wenn ich den Testfile abspiele.

Interessant wird es schon, wenn man eine normale Core 2 Duo ohne OC hat und sich eine GTX 260 oder GTX 275 reinpackt. Gerade weil die Standardprogramme oft nur einen Kern zum Encoden verwenden. Ich hoffe das sich CUDA auch in den Tools bald ausbreitet, gerade beim Schneiden von Fraps-Videos ist das ein ewiges hin und her. Aufnehmen, mit Vdub schneiden, speichern und dann erst mit Badaboom umrechnen.

eisix 26/05/2009 15:29
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Handbrake ist bei mir momentan der letzte Schritt vorm Mediaserver da es alle Cores ausnutzt. Habe momentan nur onboard Grafik und hätte somit noch Platzt für eine Karte.

Anonymer Nutzer 26/05/2009 20:35
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Hat hier schon jemand die SpursEngine von z.B. Leadtek getestet?
Soll extrem schnell sein und nur ca. 20-30W verbrauchen.

BlackX 27/05/2009 23:31
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-0+

http://de.wikipedia.org/wiki/Cell_(Prozessor)

Vergleich doch selber ist zwar Cell aber die SpursEngine hat sag ich mal einen Halben Cell drinne (4 satt 8 SPUs)

http://en.wikipedia.org/wiki/SpursEngine

BlackX 27/05/2009 23:45
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-0+

Nach der Effizienz in der ersten Tabell zu urteilen würde ich sagen ist die SpursEngine niemals so gut wie der i7 wenn schon ein P4 nahe an den vollen Cell rankommt. Gut wenn das ding wirklich nur 30W braucht hat man zwar noch weinger verbrauch aber auch noch weniger leistung als ein normaler CPU. Der ClearSpeed CSX700 hat nur 9 Watt Verlustleistung und mehr GFlop/s als der Cell. Aber wer encodiert schon Videos mit nem Laptop wo keine Steckdose in der nähe ist. :)

Der CSX700 hört sich von den Daten sehr Effizienz an
zwar komm er nicht an die leistung einer GPU ran hat aber auch nur minimalen Verbrauch:
http://www.clearspeed.com/products/csx700.php

Zitat: "ClearSpeed's processors are designed for power efficiency, providing the world's highest performance/watt. "

http://www.clearspeed.com/markets/ [...] /index.php

Tobias Claren 04/06/2009 20:47
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-0+

Naja, wenn es einen Softwareweg gäbe, könnte man vergleichen.
Aber den gibt es ja praktisch nicht.
Was Magix VDL als "MP4" ausspuckt ist grausam.
Eine funktionierende Endbenutzer-Enkodiersofware in AVC gibt es nicht.
meGUI ist umständlich und spuckt Mist und Fehler aus.
"Handbrake" spuckt auch Mist aus.

Und verkaufen will anscheinend auch niemand eine extra Software.
So wie DivX mit seinem extrem einfachen Konverter, nur mit modernem AVC (HD) MP4 (oder zumindest vergleichbares MP4 was die Qualität/Effektivität angeht).
Jeder 70-Euro-Camcorder zeichnet besser (kleiner ohne sichtbare Bildverschelchterung) in MP4 auf, als man am PC andere Formate (DV, Mpeg2...) in dieses Format konvertieren kann.

Ist frustrierend wenn sich die Mpeg2-Aufnahmen auf der HD ansammeln, weil es keine Möglichkeit gibt sie platzsparender (bei augenscheinlich gleicher Qualität) als MP4 zu archivieren.

Wäre echt gut, wenn man mal die Grafikkarte für 1A-Konvertierung nutzen kann.
Die Zeit ist mir dabei mittlerweile egal.....
Hauptsache "Broadcasting"-Qualität. Z.B. bei DVBs-Ausgangs-Material gleiche Bildqualität bei weniger Platz.

eisix 10/06/2009 20:14
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Handbrake und PS3 klappt ohne Probleme als Mediaserver nutze ich Twonky.
meGUI nehme ich zum updaten der ganzen codecs, tools, etc
Ein gutes freies Tool zum schneiden wäre nicht schlecht.

Tobias Claren 10/06/2009 20:44
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Ich kenne die Software PS3 nicht.
Und "Handbrake" erzeugt Videos ohne Ton.
Nicht so umständlich wie das abstürzende MeGUI was auch Dateien ohne Ton ausspuckt, aber ohne Ton.....

eisix 11/06/2009 00:11
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Ich meine auch die Hardware 'SONY' welche mp4 oder DivX abspielt.

ProgDVB(aufnahme)-> VirtualDUB(schneiden)->Handbrake(mp4)->PS3(abspielen)
Manchmal gibt es Probleme bei Handbrake mit dem Ton kann ich bestätigen scheint aber meißt an der Kompatibilität der Eingangsdaten zu liegen.
Mehrere Tonspuren funktionieren aber zum Beispiel sehr gut. Untertitel nur permanent oder garnicht.

Tobias Claren 12/06/2009 04:24
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"Kompatibilität der Eingangsdaten"?
Es war immer DVB-S-Material.
Humax-TS über eine Software die Verlustfrei schneidet und verlustfrei in MPeg2 wandelt "konvertiert".


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