Nvidia GeForce GTS 250 auf dem Prüfstand
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Der Grafikkartenmarkt heute
- 2 – Die GeForce GTS 250 im Detail
- 3 – Konfiguration, Benchmarks, Anmerkungen
- 4 – Benchmark Ergebnisse: 3DMark Vantage
- 5 – Benchmark Ergebnisse: Far Cry 2
- 6 – Benchmark Ergebnisse: Crysis
Letztes Jahr ging es im Grafikkartenmarkt drunter und drüber. Erst stellte Nvidia seinen GT200-Grafikprozessor sowie zwei darauf aufbauende Referenzdesigns vor. Die Karten mussten zu diesem Zeitpunkt keine Konkurrenz fürchten und deklassierten alles, was sich sonst auf dem Markt befand. Da AMDs stärkster Konter damals die Radeon HD 3800-Familie war, die schon von Nvidias vorheriger Chipgeneration überholt worden war, überraschte das wenig.
Doch AMD hatte noch ein As im Ärmel und präsentierte den RV770-Chip, ebenso wie zwei Grafikkarten, die die neue GPU einsetzten. Die Radeon HD 4870 konnte als Flaggschiff dieser Familie dem schnellsten Nvidia-Chip zwar nicht Paroli bieten. Dennoch war klar, dass die bereits angekündigte Dual-GPU-Variante namens HD 4870 X2 Underdog AMD wieder auf das Siegertreppchen helfen würde.
Seitdem hat AMD sein Produktportfolio sowohl im Mainstream- als auch im Low-Cost-Bereich mit Derivaten dieser Architektur ausgefüllt. Die Radeon HD 4830 ist derzeit eine der preiswertesten Performance-Karten. Die Modelle HD 4670 und HD 4650 bilden das Rückgrat von AMDs Mitteklasse. Am unteren Ende des Preisspektrums liegen die HD 4500- und HD 4300-Serien.
Nvidia hat mit mit verschiedene Strategien versucht, dem entgegenzutreten. Im High-End-Segment schickte man mit der GeForce GTX 295 eine eigene Dual-GPU-Karte ins Rennen. Die Mittelklasse nahm eine weniger beschnittene GeForce GTX 260 mit 126 Shader Prozessoren ins Visier und hielt damit AMDs Radeon 4850 in Schach - und sogar die 4870 mit 512 MB Grafikspeicher, wie unsere Benchmarks zeigen. Auch die GeForce GTX 285 basiert auf dem GT200, allerdings in einer geschrumpften Variante, die in 55-nm Strukturbreite hergestellt wird.
Darüber hinaus betont Nvidia auch stark den Mehrwert, den die eigenen Chips gegenüber der Konkurrenz bieten sollen. Gemeint sind CUDA, PhysX und 3D Vision, die alle per Treiber implementiert werden. Auch wenn dieses Technologie-Trio noch in den Kinderschuhen steckt, kann man sie durchaus schon als Vorteile ansehen. AMD arbeitet derzeit noch daran, die letzten Bugs aus seinem Stream Video Encoder herauszubügeln und bietet keinerlei Physikbeschleunigung in Hardware an. Außerdem ist es um die Partnerschaft mit 3D-Monitorhersteller iZ3D, deren Produkte sowohl mit Nvidia- als auch mit ATI-Hardware identische Resultate liefern, ungewöhnlich still geworden.
Die Lücke im Mainstream
Auf den ersten Blick scheint es also, dass Nvidia mit seinen GPUs den Markt gut abdecken könne. Doch selbst die 55-nm-Version des GT200 ist noch zu groß (und damit zu teuer), um mit ihm eine neue Karte auf den Markt zu bringen, die unterhalb der GTX 260 angesiedelt ist. Damit fehlt der Grafikchipschmiede ein passender Nachfolger zum G92, der inzwischen knapp anderthalb Jahre alt ist.
Allerdings hat Nvidia bei der Entwicklung der vergleichsweise alten Architektur ein glückliches Händchen bewiesen und auch diese GPU von 65-nm auf 55-nm geschrumpft. Selbst heute kommt die GPU noch gut gegen AMDs Riege von RV770-Karten an. Die Vorstellung der GeForce GTS 250 beweist das nun ein weiteres Mal.
Der Name deutet zwar an, dass die neue Karte sich zwischen der GTX260/285 und der älteren GeForce 9800-Serie einordnet, doch in Wirklichkeit geht auch auf dieser Karte der altbekannte G92-Chip zu Werke. Genau genommen handelt es sich um eine GeForce 9800 GTX+, also eine im 55-nm Prozess hergestellte GeForce GTX 9800, die ihrerseits eine leicht übertaktete und umbenannte GeForce 8800 GTS darstellte.
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Hmm... Ein schöner Test. Schade das die ATI Karten nicht auch übertaktet sind.
Liebes Redaktionsteam, ich lese eure Tests wirklich sehr gerne. Manchmal jedoch weiss ich nach einem Test nicht mehr als vorher. Daher habe ich 2 Anmerkungen und hoffe, dass ihr euch diese zu Herzen nehmt:
Bei der Betrachtung der Benchmark-Ergebnisse zeigt sich die GTS 250 erst dann von ihrem zusätzlichen Speicher und der leichten Übertaktung profitieren kann, wenn man die Auflösung und Detailstufen so weit aufdreht, dass die beide Karten nur noch unspielbare Frameraten liefern
Wie sehen denn die Ergebnisse aus, wenn man nur die Auflösung hochzieht, die Deteils jedoch bei "niedrig" oder "Mittel" belässt?
Ich selbst spiele Crysis mit einer Geforce 8600GT mit 256MB Speicher mit einer Auflösung von 1920x1200 absolut flüssig. Abseits der Auflösung ist jedoch alles auf "low" gestellt.
Wär nett wenn ihr vor allem für Mittelklassengrakas in Zukunft auch mal solche Szenarien durchtesten würdet. Dann hätte ein solcher Test auch Mehrwert für alle die sich für hohe Auflösungen interessieren.
Ich mein kein Graka-Verbund schafft es in euren Tests Crysis auf 2500er Auflösung spielbare fps darzustellen, das liegt jedoch auch an den restlichen Einstellungen...
Und genau dann kann man doch wirklich leistungsunterschiede feststellen. Ob die Graka nun 11 oder 13 fps schafft ist für den Endkunden doch irrelevant, besser vergleichbar werden die Grafikkarten dadurch nicht.
Die zweite Sache: Bitte nehmt in eure Vergleiche immer noch ältere Grafikkarten mit rein. Es ist zwar schön und gut zu sehen wie sich die neusten Modelle im Vergleich schlagen, jedoch würde ich gern für mich wissen wie viel besser diese neuen Grakas im Vergleich zu meiner alten sind. (nein, eine 8600GT braucht ihr nun wirklich nicht zu nehmen...)
Mein Nachbar hat zum beispiel eine Radeon 3870 und überlegt sich eine Neuanschaffung. Er weiß jetzt zwar, welche Graka zur Zeit der Stern am Himmel ist, hat jedoch keine Ahnung wie weit das seine Systemleistung verbessern würde, da die Referenz ja immer die neusten ATI oder Nvidia-Produkte sind.
Hoffe ich hab mich nicht zu verwirrt ausgedrückt.
Schönen Tag noch :-)
@ jean
Ganz unrecht hast nicht. Es ist auch nicht unbedingt sinnvoll eine 1gb karte mit einer 512 zu vergleichen. Eine 4870 1gb wäre pflicht gewesen oder ?
Ich finde es schade, dass eine übertaktete Karte eingesetzt wurde. Meine ATI 4850 Golden Sample ist ca. 14-16% schneller als die Standart und kostet inzwischen auch nur noch was bei 135€. Außerdem bedeutet die Übertaktung nur ein paar Watt mehr.
Eine 4870 mit 1GB währe schon angebracht gewesen, weil der Umstieg auf GDDR5 denke ich gerade bei den niedrigeren Auflösungen einen Unterschied gemacht hätte.
Ja, ich finde es auch sehr schade, dass hier nie eine Radeon 4870 1GB mit verglichen wird

Ihr könntet ja mal rumfragen, vielleicht würde sich ja jemand erbarmen und euch ein Testsample schicken
Gruß
@jean dann lege ich dir mal unsere charts sehr an herz da steht alles was du brauchst und selbst deine 8600gt ist drin^^
http://www.tomshardware.com/de/cha [...] ks,30.html
Hmmm... hab ichs nur übersehen oder gibts im Artikel keinen Hinweis auf die Lautstärke des Lüfters im Idle- und 3D-Betrieb??
So wie es aussieht basiert die BFG-Karte auf dem Nvidia Referenzdesign. Ich geh mal davon aus, dass die Karte unter Last relativ laut wird.
Wäre interessant zu wissen ob in diesem Fall die "MSI" oder "XFX" GTS250 leiser zu Werk gehen. Die bauen nämlich (laut diversen Bildern im i-net) nicht auf dem Referenzdesign auf.
Also ich muss schon sagen, die Karte schneidet gar nicht mal so schlecht ab, wie ich es mir gedacht hätte.

Der i7 holt die Ganze Power von den Karten raus.
Übrigens auch von älteren Modellen wie die 8800GTS.Aber Hier geht es ja um aktuelle Karten, im mittleren Breich.
Also wieso nennt sich die 9800gtx+ auf einmal 250GTS.



Nvidia setzt auf den neuen Namen.
Wenn man die Test's Aufmerksam Verfolgt merkt man schnell, auch ohne das Fazit, Dass es sich um den Selben Chip Handeln muss.
Nvidia baut den N92 Chip in die 250Gts ein.
Ab in den Titeltext damit. Da braucht sich Nvidia nicht zu schämen
Würde mich nicht wundern wenn bald ein 8800gt Chip in eine 230GTS verbaut wird.
Ach ja was ich noch vergessen habe die 250GTS soll 9Euro mehr Kosten als die 9800gtx+.

Man bezahlt also für 512MB nochmal 9Euro. P
reiswert wie Ich finde
Nvidia baut den N92 Chip in die 250Gts ein.Ab in den Titeltext damit.
Hi und danke für's Feedback!
Genau das steht doch aber im Teaser, und direkt unter dem Titel auch nochmal.
Es sticht mir zu wenig in die Augen
Aber Trotzdem DANKE;O)
Hehe und der kleine Pickelkrieger findet einen Rechtschreibfehler
Während die meisten GeForce 9800 GTX+ Karten mi_r_ 512 MB
Aber egal. Ein sehr guter Test wirklich aber ich finde es sehr schade, dass es keine 4870 mit 1gb gab. Ich habe nämlich im Moment die Qual der Wahl zwischen 4870 und gtx 260 aber zum Glück gibst noch genügend andere Tests =)
Aber ansonsten Top!
Schöner Test!
Ich finde auch das die HD 4870 1Gb Version in den Test mit einbezogen werden sollen. Da der Unterschied der 512MB und der 1GB 4870 in 1920 x 1200 Auflösung enorm gross ausfällt.
@ ladykiller:
Ja, in dem Test hat meine Graka bei Crysis 1 Frame...
Eine "Low-Ennstellung" ohne AA und so hab ich da nicht gefunden...
Das vermittelt leider den Eindruck, dass man mit Graka xy das Spiel überhaupt garnicht spielen kann. Und das ist schade. Weil es eben nicht stimmt.
Der Test ist ganz schön, mir fehlen aber, so wie auch anderen hier, drei Sachen:
- Lautstärke
- die 4870 mit 1GB RAM zum Vergleich
- eine klare Sortierung nach Preis/Leistung
Da muß man nun nicht unbedingt nach jeder Auflösung einzeln sortieren, aber grob gemittelt.
Nicht Spielen ist Relativ.
......

1Frame ist doch Spielbar. Dann zählt auch die Reaktionszeit sehr viel
Also für mich sieht es hier so aus, als würde mit "Tricks" gearbeitet um Nvidia besser darzustellen.
Ich meine, warum nehmt ihr 2 OC Varianten der Nvidia, aber KEINE von den Ati`s? Warum nehmt ihr die 1 Gig VRAM Version der Nvidia aber bei ATi nur die 512?
Warum messt ihr mit 2erlei Mass und vergleicht dann noch die Ergebnisse miteinander? Könnt ihr das schlüssig erklären?
@RichieL:
Keine Grafikkarte hat heute noch VRAM. VRAM ist ein Grafikspeicher, der in den 90ern hergestellt wurde. War damals zwar allem anderen weit überlegen, hat aber überhaupt nichts mit heutigem (G)DDR-RAM zu tun.
Meine Vermutung: THG wurden schlicht und ergreifend diese Karten zur Verfügung gestellt. Was nicht da ist, kann man nicht testen.
Ja, manchmal sind die Begründungen ganz einfach.
Wo kostet denn eine 280 GTX 600 Euro?? Ich hab damals 320Euro bezahlt, und das war kurz nach deren erscheinen!