Mehr geht nicht: Quad SLI - 4 Grafikkarten im Verbund

11:00 - 12/05/2006 von Darren E. Polkowski

Ursprünglich hatte jeder Computer nur einen Prozessor. Um die Performance zu erhöhen, rüsteten die Hersteller später auf zwei (Dual) und inzwischen sogar auf mehrere (Multicore) Prozessoren auf. Bei der Computergrafik gab es eine ähnliche Entwicklung. Mit der Einführung von Scan Line Interleave (SLI) für die Voodoo-Reihe von 3Dfx im Jahre 1996 kam die erste Multi-GPU-Konfiguration für noch schnellere Bildaufbereitung.

Nvidia hat SLI kürzlich bei seiner GeForce 6-Serie als "Scalable Link Interface" neu erfunden, ein Jahr später folgte die Antwort von ATI mit dem Namen CrossFire. Die aktuellste Implementierung der Parallelverarbeitung hat die Form von Quad-SLI, also eine Kombination aus vier Grafikkernen zur Erhöhung des Gesamtdurchsatzes bei der Bildaufbereitung, um eine höhere Auflösung und maximale Bildqualität zu erzielen.

Bisher war die 3-D-Bildaufbereitungs-Pipeline auf eine maximale Anzahl von festen Objekten begrenzt, also die Anzahl von Befehlen, die innerhalb einer bestimmten Zeit von den Shadern verarbeitet werden kann, sowie durch zahlreiche Probleme, die Microsoft DirectX 9 nicht beheben kann. Bis die erste Generation von DirectX-10-Grafikkarten und Microsoft Windows Vista zur Realität werden, wird der Durchsatz durch dieselben Parameter begrenzt sein. Davon abgesehen gab es tatsächlich Hardware-Hersteller, die schnellere und umfassendere 3-D-Lösungen zur Maximierung des Durchsatzes bei der Bildaufbereitung auf den Markt brachten. Nvidia nennt dies XHD für "Extreme High Definition", und genau das tut Quad-SLI: Es liefert eine maximale Auflösung, auch wenn alle Formen von optischen Spielereien aktiviert sind.

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