Treiberrevision 12.xx - Turbolader für den Pentium 4

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19:00 - 15/05/2001 von Thomas Pabst

Kommen wir nun auf das Wesentliche. Was ist so besonders an der Revision 12.xx, dass wir gleich einen Artikel darüber schreiben? In der letzten Woche wurde uns mitgeteilt, dass der neueste Treiber von NVIDIA einen erheblich weiterentwickelten Code besitzt, der speziell für den Pentium-4-Prozessor von Intel optimiert wurde. Während dieser Umstand eine ganz normale Entwicklung darstellt, könnte es entscheidenden Einfluss auf den Prozessormarkt haben. In anderen Worten: diese technische Lösung kann politische Auswirkungen besitzen.

Bislang hat die Pentium-4-CPU von einen schweren Stand. Das Flaggschiff ist immer noch zu teuer für die Applikations-Performance, die der Prozessor bietet - besonders nach der letzten Preissenkung von AMD. Der AMD Athlon 1333 nimmt es momentan problemlos mit dem Pentium 4 1700 auf, obwohl der Pentium 4 im Vergleich zu seinem Mitbewerber aus Austin, Texas sogar einen Taktfrequenzvorteil für sich verbuchen kann. In der Vergangenheit konnte Intel seine hohen Preise durch eine überlegende Performance seiner Highend-Prozessoren rechtfertigen. Auf diesem Gebiet ist der Pentium 4 jedoch gescheitert. Der Hauptgrund liegt im fehlenden Software-Support für die neue Architektur des Pentium 4. Wenn sich diese Situation einmal ändert, hat es Intel viel leichter, den Pentium 4 an den Mann zu bringen.

Wenn man heute die Konfiguration der OEM-Systeme studiert, findet man heraus, das der Großteil mit NVIDIA-Grafikkarten ausgestattet werden. Wenn diese Grafikboards mit Treibern geliefert werden, die für den Pentium 4 optimiert sind, könnte dies dem P4 einen wichtigen Performance-Boost verleihen.

NVIDIA teilt mit, dass die Treiberrevision 12.xx eindeutig einen Code besitzt, der auf den Pentium 4 optimiert ist:

Wie Sie wissen, unterscheidet sich die Mikroarchitektur des P4 beträchtlich vom P3, besondern auf den Gebieten des Caches und des Front Side Busses. Natürlich gibt es auch andere Unterschiede wie SIMD2 usw. Wir haben unsere Speicherverwaltung in Richtung Grafikprozessor komplett umgestellt, um die höhere Bandbreite des Front Side Busses und des Systemsspeichers des P4 nutzen zu können. Zusätzlich haben wir unseren Code für den größeren Cache optimiert und ein besseres Prefetching [vorgezogenes Abholen der CPU-Befehle] implementiert, um den Treiber auf die tiefere P4-Pipeline abzustimmen.

Wegen der oben aufgeführte Gründe sehen wir es als sehr wichtig an, den neuen NVIDIA-Treiber unter die Lupe zu nehmen. Sie könnten gut einen Einfluss auf künftige Pentium-4-Verkäufe haben!

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