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Fazit: Alles wird platt gemacht

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18:00 - 23/11/2004 von Lars Weinand

Es war zu erwarten: Ein SLI-Rechner mit GeForce 6800 Ultras oder GTs stampft alles in Grund und Boden! Die Leistungsreserven eines solchen Systems sind riesig. Selbst mit einem Athlon 64 4000+ müssen die Karten fast immer auf die CPU warten. Erst in einer Auflösung von 1600x1200 Pixeln mit 4x FSAA und 8x anisotroper Filterung wird ein SLI-System richtig gefordert. Das sollte auch die bevorzugte Betriebsart für SLI sein. Großen Einfluss auf den Leistungsgewinn hat auch das Spiel selbst. Während Shader-lastige Spiele wie Doom3 und Farcry bereits in niedrigen Auflösungen von SLI profitieren, fällt der Leistungsgewinn in älteren Spielen wie UT 2004 oder Call Of Duty deutlich geringer aus. Auch Half-Life 2 kann nur eingeschränkt profitieren. Einige Spiele laufen derzeit gar nicht mit SLI.

Eines ist aber jetzt schon klar: billig ist SLI keinesfalls.

Bei der Anschaffung eines SLI-Systems ist zu beachten, dass nicht jedes Spiel mit diesem Modus zusammenarbeitet. Ohne passendem SLI-Profil im Treiber läuft das Spiel bei aktiviertem SLI nur mit einer Karte, manchmal sogar etwas langsamer als mit deaktiviertem SLI. Auch das Alter bzw. die 3D-Technolgie eines Titels spielt eine große Rolle. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es für die GeForce-6800-PCIe-Karten noch keine Straßenpreise gibt und der Aufpreis, der für ein SLI-fähiges Motherboard fällig wird, noch nicht bekannt ist. Man munkelt derzeit von rund 50 € gegenüber einem Standard-Motherboard mit nForce 4 Ultra.

Beim Vergleich der nForce 4 SLI Motherboards geht unsere Empfehlung nicht nur wegen der besseren Performance an das ASUS A8N-SLI Deluxe . Selbst wenn MSI beim K8N Diamond die Speicherbandbreiten-Probleme einmal in den Griff bekommt, punktet das ASUS mit zwei zusätzlichen x1 PCIe Express Slots. Diese sucht man bei MSI vergeblich. Hinzu kommt, dass die Netzteilanforderungen bei ASUS dank des zusätzlichen Stromsteckers etwas geringer ausfallen.

Nicht einverstanden sind wir damit, dass der SLI-Betrieb derzeit nur in von NVIDIA freigegebenen Spielen möglich ist. Ähnlich wie beim Overclocking wünschen wir uns eine Option im Treiber, mit der sich der SLI-Betrieb erzwingen lässt - selbst wenn dadurch das Risiko auf Fehldarstellungen und Abstürze gegeben ist. SLI ist schließlich etwas für absolute Enthusiasten. Wer über 1000 € für die 3D-Grafik investiert, der wird auch damit zurecht kommen, dass sein Rechner oder ein Spiel beim SLI-Betrieb auf eigenes Risiko einmal abstürzt. Das Warten auf das nächste Treiber-Update oder der Einsatz irgendwelcher ge-leakter Treiber, um SLI bei einem neuen Spiel einsetzen zu können, ist wenig befriedigend und wird von der anvisierten Zielgruppe auch sicherlich so nicht akzeptiert werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für ein SLI Motherboard ist der Aufbau eines Systems mit drei oder vier Monitoren. Wer verrückt genug ist, kann sogar eine ATI- und eine NVIDIA-Grafikkarte gleichzeitig im Rechner einbauen.

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