Vergleich: Erschütterungsfestigkeit von Festplatten

Seite zurück Seite vor
18:00 - 13/02/2004 von Patrick Schmid

Die Schreib-/Leseköpfe einer Festplatte sind winzige Komponenten, die eine hohe Empfindlichkeit aufweisen. Im Bild eine IBM-Festplatte vom Typ Deskstar 75GXP, deren Köpfe geparkt sind.

Alle Laufwerkshersteller geben die Empfindlichkeit ihrer Produkte gegenüber mechanischer Beeinflussung in den Datenblättern an. Der Wert von 1 G entspricht der Gravitationskraft unseres Planeten auf Meereshöhe. Zu unterscheiden ist dabei die Beeinflussung im laufenden Betrieb (operating) sowie im ausgeschalteten Zustand (non-operating). Im letzten Fall befinden sich die Schreib-/Leseköpfe in einer gesicherten Position (siehe Bild), die bei sachgerechter Handhabung nie zu Schäden führt.

Berührungen sowie leichte Stöße verkraften aller modernen Festplatten im Betrieb problemlos. Dazu zählt zum Beispiel ein Stoß mit dem Bein gegen den unter dem Schreibtisch laufenden Rechner. In solchen Fällen müssen die Schreib-/Leseköpfe lediglich neu ausgerichtet werden, was "nur" die Performance beeinflusst.

Kritisch sind jedoch vertikale Einflüsse aller Art, denn Berührungen der Schreib-/Leseköpfe mit dem Medium führen im ungünstigsten Fall schnell zu einem Totaldefekt des Laufwerks. In diesem Zusammenhang tabu sind:

 - Das Verschieben eines Rechners auf Teppichboden, so dass dieser "hoppelt"
 - Das Hochheben des Rechners oder eine Seite davon mit anschließendem, unsanftem Herablassen
 - Wartungsarbeiten am Rechner im laufenden Betrieb (so etwas wird leider gern gemacht)

Recht unproblematisch sind dagegen die Belastungen im ausgeschalteten Zustand. Hier führen eigentlich nur grobe Handhabungsfehler zu Schäden. Dazu zählt:

 - Fallenlassen einer Festplatte
 - Umwerfen einer auf dem Rand stehenden Festplatte
 - Heftiges Anstoßen an harten Gegenständen

Solche Einflüsse schaden dabei nicht nur der Lebenserwartung, sondern auch den nach wie vor überwiegend verwendeten Kugellagern. Zu erkennen sind Handhabungsfehler bei Desktop-Festplatten mit 5.400 oder 7.200 U/Min unter anderem an einem überdurchschnittlich laut surrenden Laufgeräusch. Dem lässt sich durch den Einsatz von Flüssigkeitslagern entgegenwirken.

Einzeln vorkommende Stöße schaden einem Laufwerk meist nicht gleich; sehr wohl dagegen die wiederholt vorkommenden Einflüsse. Genau dem möchte Olixir mit dem externen Data Vault entgegenwirken, indem das verbaute Laufwerk mechanisch möglichst stark entkoppelt wird (siehe Folgeseiten).

Erschütterungsfestigkeit im Betrieb außer Betrieb
Hitachi 7K250 55 G 350 G
Maxtor DiamondMax Plus 9 60 G 300 G
Seagate Barracuda 7200.9 63 G 350 G
Western Digital WD2500JB 65 G 350 G
Olixir Data Vault 3DX 55/60 G (Maxtor/Hitachi) 1200 G
Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen
Anzeige

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über NAS & Externes Backup
Alle NAS & Externes Backup Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner