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Windows Media Player: Auch in der 200-Prozent-Ansicht sieht Bruce Willis noch gut aus
Die WMV-Dateien liegen im verschlüsselten OTRKEY-Format vor, damit sie nicht jedem frei zugänglich sind. Zum Docodieren benötigen Sie ein Dekoder-Tool, das aus der OTRKEY-Datei eine reguläre WMV-Datei macht. OTR stellt ein solches Programm zur Verfügung, den OTR Key Decoder 0.52. Sie laden es unter "Hilfe, Decoder" herunter (Bild F).
Nach der Installation starten Sie das Programm. Klicken Sie auf "Auswählen" und navigieren Sie zu einer heruntergeladenen OTRKEY-Datei. Bei "Ihre e-mail" und "Password" tragen Sie Ihre OTR-Zugangsdaten ein und setzen am besten gleich ein Häkchen bei "Login-Daten speichern". Starten Sie das Dekodieren per Klick auf "Decode". Der Vorgang dauert nicht lange. Beachten Sie: Sie können nur Dateien dekodieren, die Sie auch selbst aufgenommen haben und die noch in Ihrer Aufnahmen-Liste stehen. Löschen Sie die Einträge dort also erst nach dem Dekodieren.
Nun steht der Film im WMV-Format zur Verfügung und lässt sich in einem Player wie dem Windows Media Player oder Winamp ansehen. Die Auflösung beträgt 384x288 Pixel. Der Film lässt sich aber auch in der Vergrößerung noch gut genießen (Bild G). Allerdings muss man in der Vollbild-Ansicht ein paar Abstriche machen. Reicht es Ihnen jedoch aus, den Film im WMV-Format auf dem PC anzusehen, brauchen Sie den Rest des Artikels nicht mehr zu lesen.
Film in MPEG 2 umwandeln
Konvertierung in fünf Schritten: In diesem Fenster stellen Sie die Bitraten ein, um die WMV-Datei in die MPEG-2-Datei umzuwandeln
Für manche Zwecke ist es empfehlenswert, den Film in das Format MPEG 2 umzuwandeln, etwa um ihn auf DVD zu brennen und am Fernseher anzusehen. Sie benötigen dazu ein Programm, das Ihre WMV-Datei in eine MPEG-2-Datei umwandelt. Solche Tools gibt es zuhauf, allerdings sind die meisten kostenpflichtig. Ein gutes kostenloses Programm ist TMPGEnc (www.tmpgenc.net, kostenlos). Die MPEG-2-Funktionalität ist allerdings aus Lizenzgründen auf 30 Tage beschränkt. Installieren und starten Sie das Programm.
Der Project Wizard führt Sie in fünf Schritten durch die Konfiguration. Als MPEG-Format wählen Sie im Abschnitt "DVD" den Punkt "PAL". Welches Audioformat Sie nehmen, bleibt Ihnen überlassen. Bei "CBR MPEG-1 Layer II Audio (MP2)" ist das Ergebnis etwas kleiner als bei "CBR Linear PCM Audio". Klicken Sie auf "Next".
Im zweiten Schritt legen Sie die Quelle und das Ziel fest. Klicken Sie neben dem Feld "Video File" auf den Button "Browse..." und stellen Sie im nächsten Fenster als Dateityp "All files(*.*)" ein. Wählen Sie die WMV-Datei und bestätigen Sie dies mit "Next". Im nächsten Schritt belassen Sie die Standard-Einstellungen.
Im vierten Schritt stellen Sie Bitrate und Auflösung ein. Typische Einstellungen für einen Spielfilm: Wählen Sie bei "Video resolution" aus dem Menü den Wert "352x576 pixel". Die Qualität verbessert sich dadurch natürlich nicht. Die "Average video bitrate" stellen Sie auf "3200 kbits/sec" und die "Audio Bitrate" auf "384 kbits/sec" (Bild H). Alternativ belassen Sie einfach die Voreinstellungen. Diese ergeben meist ein brauchbares Ergebnis.
Schließlich stellen Sie bei "Makes file size" als Wert "99.99 % of disk capacity" ein. Damit wird die DVD optimal ausgefüllt, und die Bitrate liegt möglichst hoch. Im Fall von "Stirb langsam" mit 161 Minuten Laufzeit ergibt das eine Datei, die 4,199 GByte groß ist. Achten Sie darauf, bei Dateigrößen über 4 GByte das NTFS-Dateisystem zu verwenden. FAT 32 macht in solchen Fällen Probleme.
Nach zwei weiteren Klicks auf "Next" und "OK" und einer Warnung wegen MPEG-2-Lizenzen rechnet das Programm los. Schalten Sie nach einigen Sekunden mit "Option, Preview Option, Do not display" die Voransicht aus. Das spart deutlich Rechenzeit. Auf einem Pentium 4 mit 3,2 GHz dauerte die Umrechnung von "Stirb langsam" 89 Minuten. Zum Brennen auf DVD verwenden Sie ein DVD-Authoring-Programm Ihrer Wahl, etwa die Ulead Filmbrennerei (www.ulead.de/dmf/runme.htm, 35 Euro).


