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Richtig schnell, trotzdem sparsam: Core 2 perfekt übertaktet

00:00 - 01/06/2009 von Patrick Schmid, Achim Roos

Das Spitzenmodell des Core 2 Duo läuft mit 3,33 GHz. Aber: mit bester Energieeffizienz läuft der Doppelkern erst bei Übertaktung. Wir haben ein P45D3 Neo-F von MSI eingesetzt, um mit dem Core 2 Duo Leistung und gleichzeitig Effizienz zu optimieren.

Was das Herauskitzeln von zusätzlicher Performance und das Tunen von Systemen angeht, hat sich das Übertakten von Prozessoren und Grafik-Hardware als wirkungsvollste Methode etabliert. Immerhin bietet diese Vorgehensweise merkliche Performance-Verbesserungen ohne zusätzliche Koste und inzwischen nachweislich geringen Risiken. Allerdings gibt es beim Übertakten auch Grenzen, sie sich durch Vernunft definieren: Wenn Ihnen etwas an einem vernünftigen Verhältnis von Performance und Leistungsaufnahme liegt sind extreme Taktgeschwindigkeiten in jedem Fall tabu, da diese hohe Leistungsaufnahme zur Folge hat. Für diesen Artikel haben wir ein P45-Motherboard von MSI und einen Core 2 Duo E8600 benutzt, um die folgende Frage beantworten zu können: Was ist die ideale Taktrate für einen Core 2 Duo E8000?

P45 und Core 2 Duo bleiben

Mittlerweile redet zwar scheinbar jeder vorzugsweise über Intel Core i7- bzw. AMD Phenom II-Prozessoren, doch auch in den kommenden Monaten dürfte sich der gute alte Core 2 Duo mit seinem effizienten Doppelkern ungebrochener Beliebtheit erfreuen. Die oben erwähnten Vier-Kern-Prozessoren bieten zwar bessere Performance, sind allerdings auch teurer (Intel), und man benötigt dafür oft neue Motherboards mitsamt des passenden DDR3-Speichers. Das wird auch für die neuen Produkte von Intel der Fall sein, die in Form der neuen Ibex Peak Plattform (P55-Chipsatz), Sockel LGA1156 sowie Lynnfield-Prozessoren (Core i5 Quad Core) bald auf dem Markt erscheinen sollten.

Dem Käufer bietet die neue Plattform eine verbesserte Performance, die die Lücke zwischen Core 2 Quad und Core i7 schließen dürfte. Die Plattform dürfte nicht viel effizienter sein als eine Core 2 Quad-Konfiguration – sicherlich aber etwas teurer. Beim Ibex Peak geht es offensichtlich in erster Linie um neue Features und Funktionen. Da zahlreiche Anwendungen noch immer nicht von mehreren Prozessor-Kernen profitieren (zumal viele für eine schnelle Ausführung nicht mehr als zwei benötigen) dürfte der Core 2 Duo auch in absehbarer Zukunft nicht an Beliebtheit einbüßen.

Plattformen? Core 2 Duo Hardware ausgereift

Für dieses Übertaktungsprojekt haben wir einige Zeit nach der passenden Plattform gesucht, wobei die in Frage kommende Produktauswahl alles andere als klein ist. Eine Fülle von High-End-Motherboards im Preisbereich von knapp 200 Euro ist sicherlich bestens geeignet, doch wer konkret nach einer vernünftigen Plattform sucht, die auch möglichst sparsam mit Energie umgeht, wird nur nach einiger Suche fündig. Wir haben uns für ein P45 Mainstream-Motherboard entschieden, das wir im Produkt-Portfolio von MSI gefunden haben. Das P45D3 Neo zählt zu den P45-Motherboards der Mittelklasse, ist nicht mit unzähligen Funktionen versehen, die ohnehin nur die wenigsten Durchschnittsanwender nutzen würden und es bietet klassengerecht die von uns gewünschte Unterstützung für Übertaktungsvorhaben. Das besser ausgestattete P45D3 Platinum ist hochwertiger bestückt und käme für Vier-Kern-Prozessoren in Frage, wobei dieses Projekt mit dem einfachen „Neo“ prima funktioniert hat.

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Kommentare zum Beitrag
pzero 01/06/2009 00:10
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--1+

Das Spitzenmodell des Core 2 Duo läuft mit 3,33 GHz. Aber: mit bester Energieeffizienz läuft der Doppelkern erst bei Übertaktung. Wir haben ein P45D3 Neo-F von MSI eingesetzt, um mit dem Core 2 Duo Leistung und gleichzeitig Effizienz zu optimieren.

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foxtrot 02/06/2009 06:19
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-0+

also dass das Mobo für Europa gedacht kann ich zwar nicht bestätigen aber die P45D3 Neo-F haben eine sehr hohe ausfall rate.

Zumindest war das vor 2 Monaten in der letzten Firma so wo ich gearbeitet habe.

tkoerbs 02/06/2009 10:43
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-0+

3,9 GHz ohne Spannungserhöhung und mit erstaunlich geringer Verlustleistung unter Volllast - das ist besser, als ich erwartet habe.
Nur die gegenüber Standardtakt um 10% erhöhte Leistungsaufnahme im Leerlauf ist nicht so toll. Da ist noch zu klären, welche Systemkomponenten da besonders über die Stränge schlagen, denn der Prozessor alleine wird es wohl nicht sein...

boerdie 03/06/2009 10:59
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-0+

Mein E8400 läuft seit Monaten auf 4,1GHz und 1850MHz FSB stabil. (habe die Kernspannung sowie die Spannungen der Bridges leicht erhöht. (auf dem XFX 780iSLI Board) Eine sehr gute Leistung bei Benchmarks - wirklich fantastisch.
Ich möchte nicht wissen was mein System an Leistung zieht - gut neugierig wäre ich schon habe aber kein Messgerät ;-) Es stecken noch 2 8800GT im System. Also im großen und ganzen ein schnelles aber sicher sehr ernergieineffizientes System.

d4rk 04/06/2009 19:38
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-0+

"Sollten Sie sich für eine Dual Slot-Grafikkarte wie die von uns verwendete Geforce GTX 260² entscheiden, kommt eine derartig lange Grafikkarte drei der sechs PCI Express-Steckplätze in die Quere."

Bitte den Fehler berichtigen, es werden 3 S-ATAs verdeckt.
Ansonsten interessanter Artikel! ;-)

awacs 08/06/2009 11:26
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-0+

Zitat :Hier erreicht die Konfiguration mit 3,9 GHz eindeutig das beste Ergebnis, wobei hier nicht einmal eine höhere Spannung notwendig war.

Beim CPU-Z wird aber eine spannung von 1,41 V angezeigt. oder irre ich mich?

ParAn0id92 28/07/2009 20:22
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-0+

"Anwendern, denen der Sinn nach Quad Core-Leistung steht, sollten auf die P55-Plattform und Clarkdale-Prozessoren warten, die im Juni auf der Computex vorgestellt werden."

Wenn ich mich nicht irre sind die Clarkdales Dual Core und die Quadcores heißen Lynnfield....

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