Welche Eigenschaften sollten die Lautsprecher haben?

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18:00 - 08/01/2004 von Jean-Pierre Roche

Wie üblich bei Produkten dieser Art stellen die Hersteller die Leistung des verwendeten Verstärkers in den Vordergrund. Ähnlich wie bei der "Megahertz"-PC-Welt können wir nur wiederholen: Die Watt-Zahl gibt Ihnen keinerlei Sicherheit für Klangqualität oder maximale Lautstärke. Letztere hängt gleichzeitig von der Verstärkerleistung und dem Wirkungsgrad der Lautsprecher ab. Die Lautstärke wird heute mit dB(A) angegeben. Ein Maß für die Klangqualität ist der Frequenzgang sowie der Klirrfaktor und der Rauschabstand. Die Leistung kann als allgemeiner Hinweis auf die Klasse verstanden werden, in der sich das betreffende Produkt befindet. Man sollte dabei aufpassen, dass man die RMS-Leistung (Root Mean Square, Effektivleistung, Sinusleistung) bewertet. Die so genannte PMPO-Leistung (Peak Music Power Output, Spitzenleistung) wird gern für Werbemaßnahmen verwendet und hat nur wenig Aussagekraft. Dieser Wert gibt lediglich an, welche kurzzeitige Leistungsspitzen der Lautsprecher verträgt, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Bei den Satelliten wird am häufigsten ein Breitbandlautsprecher eingesetzt, der die Frequenzen zwischen 150 Hz und etwa 20 kHz wiedergibt. Diese Lösung funktioniert sehr gut, wenn ein Qualitätslautsprecher verwendet mit guten technischen Eigenschaften gewählt sind. Im Prinzip gibt ein Lautsprecher die Höhen umso besser wieder, je kleiner er ist. Dafür hat er aber umso größere Schwierigkeiten, mit dem Subwoofer zu harmonieren und ausreichende Schallpegel im Mittelton- und Mitteltieftonbereich zu liefern. Man muss dann also einen Kompromiss finden. Die andere Lösung besteht darin, eine Zweiwegebox mit einem Mittel- und einem Hochtöner zu bauen. Das ist der Königsweg, aber ein guter Breitbandlautsprecher ist trotzdem besser als eine mäßige Zweiwegebox. Und schließlich kann man (das Verfahren ist gerade sehr modern) Microdrives verwenden, besonders kleine Lautsprecher, von denen mehrere Einheiten parallel eingesetzt werden, um eine ausreichende Lautstärke in den Mitten zu erzielen. Der Hauptvorteil liegt dabei in der Ästhetik, denn die Satelliten können dadurch sehr schlank gebaut werden. Einige so aufgebaute Kombinationen erzielen zufrieden stellende Ergebnisse, aber das ist nicht bei allen Modellen der Fall. Im Allgemeinen haben die Microdrives Schwierigkeiten, die Mitten korrekt wiederzugeben und sich an das Bass-System anzupassen. Es kommt auch vor, dass sie keine höheren Lautstärken erzeugen können.

Der Subwoofer, das Herzstück, das meist gleichzeitig die Stromversorgung und die Elektronik birgt, muss noch kritischer betrachtet werden. Jeder möchte, dass der Subwoofer zugleich klein, leicht und leistungsfähig ist. Leider ist das unmöglich, zumindest mit den verwendeten konventionellen Technologien. Ein guter Subwoofer, der den ganzen Tieftonbereich (und nicht nur einen Teil) wiedergeben kann, ist notwendigerweise ziemlich voluminös, denn dafür muss der Lautsprecher einfach einen relativ großen Durchmesser haben. Ein Durchmesser von mindestens 15 cm ist nötig, um die geforderte Bassleistung zu erreichen. Darunter muss man entweder einen Teil der Bässe oder die maximal erreichbare Lautstärke opfern. Die Bauart des Gehäuses kann natürlich die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Lassen Sie sich von den Aussagen der Hersteller in diesem Bereich nicht beeinflussen: Es ist für einen Laien sehr schwierig, diese Techniken zu bewerten. Besser ist es, Sie vertrauen beim Probehören Ihren Ohren.

Zudem sollte man das Konzept und die Funktionsweise der Fernbedienung überprüfen: Die praktischste Lösung ist die Kabelfernbedienung (wenn keine Infrarot-Fernbedienung vorhanden ist, die es nur bei einigen High-End-Geräten gibt). Regler am Subwoofer (noch schlimmer: auf dessen Rückseite) sind unpraktisch. Regler an einem Satelliten passen nicht gut zu diesem Lautsprechersystem, dessen Komponenten häufig in einer gewissen Entfernung aufgestellt werden.

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