Richtiger Einsatz eines as Mehrkanal-Systems

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18:00 - 08/01/2004 von Jean-Pierre Roche

Damit man ein Mehrkanal-System betreiben kann, muss man es korrekt an eine mehrkanal-fähige Soundkarte anschließen. In der Regel findet man drei 3,5-mm-Stereo-Miniklinken als Standardanschlüsse vor. Wenn Sie eine 5.1-Soundkarte besitzen und ein 6.1- oder 7.1-Lautsprechersystem einsetzen möchten, dann wird die Karte Ihnen einen "Upmix" anbieten, durch den Sie alle Kanäle mit einer 5.1- oder manchmal auch mit einer Vierkanal-Soundkarte nutzen können. Diverse Probleme gibt es auch bei 6.1- oder 7.1-Soundkarten: Einige, etwa die von Terratec, verwenden eine Stereoklinkenbuchse, andere, wie etwa Creative, haben sich für einen vierpoligen Klinkenstecker entschieden. Vor dem Kauf daran denken!

Die Aufstellung der Satelliten ist bei Mehrkanal-Systemen die große Herausforderung an den Benutzer. Im Prinzip verwendet der Surround-Sound drei vordere Kanäle und eine unterschiedliche Zahl von hinteren Kanälen, die für die Erzeugung einer Klangumgebung und die Wiedergabe von Effekten zuständig sind. Letztere müssen gegen die Zimmerdecke oder gegen eine Wand gerichtet sein, um einen diffusen Klang zu erzielen. Wenn Sie anspruchsvoll sind, können Sie die Aufstellung für die Größe und Akustik Ihres Zimmers und nach Ihrem Geschmack nur durch Ausprobieren optimieren!


Dieses Dokument von Dolby zeigt die grundsätzlichen Empfehlungen für die verschiedenen Aufstellungsweisen von Surround-Systemen von 5.1 bis 7.1.

Bei der Aufstellung eines Mehrkanal-Systems im Zusammenhang mit der Benutzung an einem PC begegnet man vielen Problemen. Das heikelste besteht darin, einen guten Platz für den Center-Satelliten zu finden. Dieser Lautsprecher gibt die Dialoge in Filmen wieder, und es muss so wirken, als ob sie tatsächlich aus den Mündern der Figuren auf dem Bildschirm kommen. Praktisch haben Sie also die Wahl, Ihren Center-Satelliten unter dem Monitor oder darauf zu positionieren. Im Allgemeinen ist es das Einfachste, ihn darunter zu platzieren, doch muss man dann häufig einen Sockel benutzen, um den Monitor höher zu stellen. Die Aufstellung auf dem Monitor ist vor allem dann richtig, wenn man etwa die drei vorderen Lautsprecher an der Wand hinter dem Monitor befestigt: Damit können Sie Ihren Schreibtisch zugleich von den Lautsprechern und von den Kabeln befreien.

Noch schwieriger ist unter Umständen die Aufstellung des Subwoofers. Sein angestammter Platz ist unter dem Schreibtisch, doch muss man wissen, dass der Klang eines Subwoofers ziemlich stark davon abhängt, wo genau er steht. Zunächst sind alle Subwoofer (soweit wir wissen) dafür ausgelegt, auf dem Boden betrieben zu werden. Einige benutzen sogar den Boden als Gehäuse-Element, so dass ohne ihn ihr Klang stark beeinträchtigt wäre! Außerdem muss man wissen, dass der Klang eines Subwoofers stark vom Abstrahlwinkel abhängt. Steht er auf dem Boden, strahlt er nur in den halben Bereich ab (nach oben also), und man gewinnt 3 dB Lautstärke. Stellt man ihn auf den Boden und zusätzlich dicht vor eine Wand, gewinnt man 6 dB, und bei Aufstellung in einer Zimmerecke gleich 9 dB. Dennoch ist die Sache nicht ganz so leicht: In einem Wohnraum gibt es zahlreiche Resonanzen, und jede mögliche Position hat ihre eigenen. Man muss also eine Position suchen, die den besten Kompromiss zwischen Frequenzgang des Subwoofers, Resonanz im Zimmer und Lautstärkegewinn darstellt. Natürlich ist das eine Angelegenheit für Perfektionisten, doch können sich die Resultate erheblich unterscheiden.

Der letzte Punkt, der aber auch am leichtesten zu berücksichtigen ist, ist die Einstellung der Subwoofer-Lautstärke. Bei Filmen und Spielen ist ein relativ hoher Pegel völlig angemessen. Für Musik dagegen muss seine Lautstärke mehr oder weniger stark reduziert werden, um einen natürlichen und ausgeglichenen Klang zu erzielen.

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