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Pinnacle PC TV Sat

An die intuitive Bedienung der Tuner-Software der Pinnacle PC TV Sat (180 Euro) kommt keine andere digitale Karte im Testfeld heran. Nach der problemlosen Installation navigiert der Anwender durch eine einfach zu handhabende Bedienoberfläche. Features wie Timeshifting, einfache Rekorderprogrammierung samt benutzerdefinierter Aufnahmeprofile und eine schnelle Umschaltzeit zwischen TV-Sendern (etwa eine Sekunde) runden den guten Eindruck ab. Diese Qualitäten bescheren der Pinnacle-Karte den Testsieg. Einziger Kritikpunkt: Die EPG-Anbindung funktioniert zwar tadellos, zeigt pro Sender aber nur die aktuelle und die darauf folgende Sendung an.
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Mit der Konzeption dieses Tests von TV-Karten bin ich überhaupt nicht zufrieden, weil zuwenig praxisorientiert. Zunächst steht für mich die BILDQUALITAET an erster Stelle, das wird bei diesem Test so gut wie völlig ignoriert, da kann man nichts direkt vergleichen und nichts definitiv beurteilen.
Das Kernproblem von analogen TV-Karten wird nicht erkannt: Gute DVD-Recorder arbeiten mit Bild-Abtastfrequenzen von 100 oder 200 MHz und Auflösungen von 10 oder 12 bit. Womit arbeiten alle diese TV-Karten, welche Wandler stecken meist in Recorder ??? Ich will einen DVD-Recorder durch eine PC-TV-Karte ersetzen, dabei werde ich völlig im Stich gelassen; andere wollen eine TV-Karte anstatt sich einen Recorder oder Fernseher anzuschaffen. Anmerkung: Bisher habe ich schon für 2 unbefriedigende bis mieserable TV-Karten Geld und Zeit vergeudet; dies zeigt die Wichtigkeit von solchen Tests.
Anlass für mein Interesse an Vergleichstests ist für mich folgender: Der DVD-Recorder DMR-EH50 von PANASONIC hat beim umständlichen und technisch unbefriedigenden "Entleeren" der Festplatte mittels DVD-Rohlingen einen üblen Konstruktions-Fehler gezeigt: Der Brenner hat derartig laut und stark vibrierend zu kreischen angefangen, dass fortwährend alle Rohlinge verhaut worden sind ("finalise failed") bis ich einsehen musste, dass der GANZE (!) Recorder endgültig hinüber ist. Nach dem Oeffnen (des Gerätes und) des Brenners stellte ich nämlich fest, dass der Führungsschlitten der Laser-LED ähnlich einem Geigenbogen auf einer Saite beim Laufen entsetzlich zu prellen und zu schwingen anfängt; sorgfältiges Putzen und Oelen hat nichts geholfen.
Beim Auseinandernehmen stellte ich weiter fest, dass absichtlich irgendwelche weitere Nutzung des Gerätes verhindert wird: Irgendwas putt = alles putt = ALLES wegschmeissen. Die Festplatte ist nach ihrem Ausbau für PC-Nutzung gesperrt, läuft mechanisch gar nicht an. Zufällig habe ich genau dasselbe PC-HD-Modell zum direkten Vergleich. Die Festplatte ist bei einem Defekt grundsätzlich auch nicht ersetzbar, weil nicht formatierbar; immer dasselbe Lied: bei Defekt ALLES wegschmeissen. Weiters ist kein für den PC verwertbares Digitalsignal abgreifbar. Die wichtigen Aufnahmen auf der HD musste ich über den Analogausgang zeitaufwändig und qualitativ unbefriedigend retten, denn der Brenner ist ja kaputt.
Ich frage mich abschliessend, was die Marketing-Manager überhaupt denken ? Da gibt es Recorder mit 500 GB Kapazität. Geht irgendwas am Gerät kaputt, dann kann man das gesamte Gerät SAMT ALLEN AUFNAHMEN wegschmeissen. Bei den heutigen Stundenlöhnen und bei den fallenden Recorder-Preisen rentiert keine Reparatur. Das Brennen von DVDs ist aus Zeit- und Platzgründen überhaupt völlig unbefriedigend. Richtig ist das DIGITALE Ueberspielen von gecutteten Aufnahmen auf eine externe HD, die ohnehin immer billiger werden. Das bietet ein halbes dutzend überzeugende Vorteile gegenüber DVDs ! Ich bin kein Disk-Jockey mit DVD-Verwaltungs-Büro, auch habe ich keine Lust, meine DVDs beim Datenträgerwechsel (z.B. BLUE RAY) wieder "umzubrennen" und wieder kräftig Geld zu verknallen. Mal den Zeitaufwand vorstellen, wenn sich im Laufe der Zeit ein paar hundert DVDs angesammelt haben ! Urlaub nehmen und Tag und Nacht die DVDs auf neue Datenträger umbrennen ?
Meine Lösung: WEG vom DVD-Recorder, HIN zur QUALITATIV EBENBUERTIGEN PC-Lösung. Die heimlich gegen die Interessen ihrer Kunden arbeitenden Marketing-Manager der DVD-Recorder sind selber schuld. Immer neue Modelle, immer neuer Firlefanz, aber immer dieselben grundsätzlichen Mängel, z.B. kein USB-Anschluss für eine externe Festplatte oder für einen PC mit ganz anderen Software-Bearbeitungs-Möglichkeiten.
Diese Problemstellung aus der Praxis, der eigentliche Zweck von TV-Karten: PCs als Fernseher und Recorder brauchbar zu machen, ist bei diesem Test nicht begriffen worden. Ob die Senderkennung langsam oder schnell läuft, das ist dagegen völlig unwichtiger Schnick-Schnack, denn das macht man eh nur einmal. Aus meiner Sicht sind derartig praxisfremde Tests danebengelungen weil in den wesentlichen, in den wirklich relevanten Punkten zuwenig aussagefähig und daher unbrauchbar.