09:00 - 10/06/2009 von Patrick Schmid, Achim Roos

Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche RAM-Performance-Tests durchgeführt, da die Industrie relativ schnell bei der Sache ist, wenn es um neue und teure Speicherprodukte geht, die man mit beeindruckend hohen Taktraten betreiben konnte – allerdings hoffte man dabei vergebens auf deutliche Performance-Vorteile.

In Bezug auf High-End-Speicher ist der Fall eindeutig: Erstklassiger Speicher ist unbedingt erforderlich und wichtig, wenn Sie Ihrem System maximale Performance durch Overclocking abgewinnen wollen. In diesem Fall benötigen Sie eventuell sogar die schnellsten erhältlichen Module, um Einstellungen mit extremer Prozessor-Übertaktung unterstützen zu können. Allerdings ist der erzielte Performance-Vorteil durch schnellen Hauptspeicher üblicherweise eher gering, wodurch High-End-Speicher als Luxusgut für Enthusiasten gelten darf.

Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass schnellerer Speicher und flottere Timings zu Performance-Vorteilen führen, die am ehesten in synthetischen Benchmarks zum Ausdruck kommen. Der Einfluss auf Performance im reellen Umfeld hält sich dagegen in Grenzen. Spiele profitieren davon wenig; zudem benötigen Sie Anwendungen, die den Speicher intensiv verwenden, um ernstzunehmende Performance-Vorteile zu erhalten. WinRAR ist eines der wenigen Beispiele hierfür.

Während DDR3-1600 bei strammen Timing zweifellos die beste Performance bietet und DDR3 unter 1066 nicht benutzen sollten, ist der beste Kompromiss eindeutig DDR3-1333 bei vernünftigen Timings. In den meisten Benchmarks ist der Unterschied von 1600 zu 1333 verschwindend gering. Hinzu kommt, dass DDR3-1333 bald zum Performance-Mainstream gehören wird, wodurch Low-Latency-Speicher-Kits zu annehmbaren Preisen zu haben sind.

Was wäre wenn… die Prozessorgeschwindigkeit in die Gleichung miteinbezogen würde?
Wir konnten nicht widerstehen und haben noch einen Benchmark mit etwas übertakteter Prozessortaktrate durchgeführt. Dies dient als hervorragendes Beispiel, sollten Sie statt für erstklassigen Speicher etwas mehr Geld für einen schnelleren Prozessor ausgeben wollen. Den Phenom II X4 955 von 3,2 auf 3,4 GHz zu übertakten führt, zu einem hypothetischen Phenom II X4 965 mit 3,4 GHz, den wir möglicherweise eines Tages in den Ladenregalen zu sehen bekommen. Wir haben die langsame Speicherkonfiguration mit DDR3-800 verwendet, um zu zeigen, dass eine Prozessorbeschleunigung oft tatsächlich mehr bewirkt als ein schnellerer Hauptspeicher. Die Ergebnisse die wir erzielt haben finden Sie in unserer Bildergalerie.

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Kommentare zum Beitrag
leogecko 12/06/2009 10:43
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schönes Ding, DANKE

Idleking 15/06/2009 00:38
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Wenn ich mir das so ansehe, gehe ich davon aus, dass DDR3-1333 CL6 wohl den 1600er geschlagen hätte.

Anonymer Nutzer 20/06/2009 08:29
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Ich hab genau die Combo (und dazu noch einer 4890 overclocked). Geiles Teil.

http://www.facebook.com/photo.php? [...] 1170310432

Anonymer Nutzer 20/06/2009 11:46
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Wie würden wohl die Ergebnisse bei DDR3 1600 ausgesehen haben wenn Speicher mit besseren Timings benutzt würden, wie diese hier:
http://www.ocztechnology.com/produ [...] md_edition ??
DAS wäre interessant, denn wenn schon Enthusiasten-RAM, dann den Richtigen!

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