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Piraten knacken Windows XP Service Pack 1

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22:04 - 13. September 2002 von Florian Schmidt

Computerfreaks sind immer einen Schritt voraus. Microsofts Anstrengungen, Windows-Raubkopien mit dem neuen Service-Pack zu verhindern, wurden schon wieder zerstört. Ein kleines Tool hebelt den Sicherheitsmechanismus der Microsoft-Software aus.


Ein Hackertool könnte das Kopierschutz-System von Microsoft schon wieder hinfällig machen, bevor das Service Pack für Windows XP von den Nutzern heruntergeladen wurde.


Die Technikfreak-Website "Tweak Town" stellte nun das Knack-Tool samt Bedienungsanleitung online. In der Beschreibung wird erklärt, wie man das "Hindernis" umgehen kann, das eine Installation des Upgrades verhindert.


Die Website begründet den Schritt mit simpler Logik: "Sehen wir den Tatsachen ins Auge - die Nutzer arbeiten schon mit raubkopierten Windows-Versionen. Kann da überhaupt noch weiterer Schaden angerichtet werden? Egal, wie Sie es sehen, gibt es zwei Antworten zu dieser Frage. Also machen wir einfach weiter, auch trotz der Möglichkeit, dass Microsoft ein Messer an meinen Hals setzt."


Der Clou des Knacks ist, dass die Sicherheitsfunktionen im Service Pack 1 auf Seriennummern beruhen, die bereits auf einer schwarzen Liste stehen. Diese wenigen Nummern werden von den meisten Raubkopierern verwendet, um ihre Klau-Software zu installieren. Soll das XP-Service-Pack 1 auf einer dieser Maschinen installiert werden, beendet das Upgrade einfach seine Arbeit. Das kleine Hacker-Tool ändert nun einfach nur die Seriennumern der gestohlenen Windows-Versionen, um so das Upgrade auch auf diesen Maschinen zu ermöglichen. Die Installation funktioniert dann anstandslos und lässt selbst Nutzer raubkopierter Betriebssysteme an den neuen Sicherheitsfunktionen und Patches teilhaben.

Quelle: Tom's Hardware

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