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Potenz-Protz mit Potenzial: Pentium EE 965

18:00 - 25/03/2006 von Die Redaktion

3 GHz, 3.2 GHz, 3.46 GHz... ja und ? Leistungsangaben, die einem noch vor kurzer Zeit wollüstige Schauer über den Rücken jagten, sind inzwischen Normalität. Ob AMD oder Intel - es wird aufgerüstet, was das Zeug hält. Mittlerweile stecken zwei CPUs in einem Gehäuse und gehören zum guten Ton in der Premium-Klasse. Damit kann Vista kommen und gleich zum Frühstück serviert werden. Und wer noch eine freie Stelle am Tower findet, kann gleich das ViiV-Logo draufkleben. Auch das geht.

Und jetzt ? Das Höchstgebot liegt auf dem Tisch. Intel stellt einen Monat früher als geplant den Pentium Extreme Edition 965 vor, der mit beachtlichen 3.73 GHz taktet. Dieser Prozessor richtet sich an eine kleine aber feine Anzahl von Leuten, die nicht nach Komplettsystemen Ausschau halten. Für sie gilt der Grundsatz : Nur das Beste ist gerade gut genug. Der Preis spielt dabei eine untergeordnete Rolle, schließlich kostet der Elite-Pentium mehr als ein ganzes System bei Aldi & Co. Und da wir gerade beim Preis sind, mehr als 1000 Euro sind ein Argument für viel Leistung, die bei der Konkurrenz auch nicht billiger zu haben ist. Denn AMD verlangt für seinen Athlon FX-60 exakt den gleichen Preis.

Der Interessent eines Pentium EE 965 wünscht in der Regel einen dauerhaft stabilen Betrieb ohne Bastelarbeiten. Somit bleibt das Gehäuse nach der Installation geschlossen. Und der Clou am Intel-Spitzenmodell : Eine Takterhöhung auf 4.26 GHz ist ohne Probleme möglich und es gibt sogar eine inoffizielle Freigabe von Intel. Denn Dell verkauft diese CPU in einem Highend-System für knapp 10.000 Dollar. Und dann sind die 4.26 GHz ganz offiziell. Somit kann der Pentium EE 965 auch als offene Version mit 4.26 GHz betrachtet werden. Wem das noch nicht reicht, der vertieft sich in das Zahlenwerk : Vier virtuelle Prozessoren, insgesamt 4 MB L2-Cache und ein Bustakt von 266 MHz (1066 QDR). Das sollte für die meisten Anwendungen eine gute Basis sein. Vor allem entfällt das Rumprobieren und Experimenten mit Einstellungen, Taktraten und Spannungen. Die 4.26 GHz liegen sofort an, wenn der Multiplikator hochgesetzt wurde. Mehr braucht es nicht.

Gegenüber dem Vorgänger-Modell, dem Pentium EE 955, wurden insgesamt drei wesentliche Änderungen durchgeführt. Allerdings sind noch nicht alle Unzulänglichkeiten des 955 (Presler-Core) beseitigt, so dass auch der 965 noch mit Problemen kämpft. Doch Intel hat gerade in punkto Verlustleistung ganze Arbeit geleistet und nähert sich stark dem Erzkonkurrenten AMD. Die Neuerungen kommen auch den kleineren Modellen zum späteren Zeitpunkt zugute. Unter dem Strich ist der Pentium Extreme Edition mit der Nummer 965 das beste was seit langem aus der Netburst-Architektur rausgeholt wurde.

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