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Radikal oder funktionell: USB-Sticks mit Leistung oder Nutzwert?
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Potenz trifft auf Intelligenz
- 2 – Schutzmachanismus: 1:0 für Memina
- 3 – Memina Rocket 4 GB
- 4 – Kingston DataTraveler II Plus - Migo Edition
- 5 – Zwei Speicherbereiche
- 6 – Den Windows-Desktop in der Tasche
- 7 – Testkonfiguration

Das Rennen um den schnellsten USB-Stick nimmt ungeahnte Ausmaße an: Beinahe wöchentlich jagt eine Rekordmeldung die nächste. Als Reaktion auf unseren letzten Test im Mai kontaktierten uns weitere Hersteller und pochten auf einen Folgetest innerhalb kurzer Zeit. Da der Markt jedoch von sich ähnelnden Produkten nur so wimmelt, haben wir zwei außergewöhnliche Geräte von Kingston sowie Memina (Hana Micron, Samsung-Gruppe) herausgegriffen.
Vor wenigen Monaten sorgte der damals noch Pocket Rocket genannte Stick von Memina/Hana Micron für Aufsehen, denn mit knapp 20 MB/s ließ er die Wettbewerber gnadenlos hinter sich. Noch dazu brachte der Stick Anwender mit bizarren Ambitionen bzw. Kenntnissen zum Lachen, denn ein zumindest in den USA weit verbreitetes Sexspielzeug hörte auf den gleichen Namen. So geht's natürlich nicht - prompt wurde der USB-Stick schlicht in Rocket umbenannt. Die Bezeichnung ist nach wie vor sehr treffend, denn ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen schlägt sich Memina abermals beeindruckend.
Bei Kingston führt man das Tempo-Wettrüsten mit dem DataTraveler Elite zwar weiter fort, sieht aber offensichtlich einen Markt für intelligentere USB-Sticks. Gemeint sind damit Softwaredreingaben, die die Anwendungesgebiete für solche Produkte optimal zu ergänzen vermögen. So soll es die Migo-Edition des DataTraveler II Plus ermöglichen, praktisch Ihren gesamten Desktop inklusive vieler wichtiger Daten inklusive Email-Einstellungen, Desktop-Inhalten, Favoriten, Explorer-History etc. auf dem Stick zu speichern und auf beliebigen Rechnern wiederherzustellen. Ausreichend schnell soll der neue Kingston-Stick natürlich ebenfalls sein.
Uns stellte sich die Frage, wo sich eine höhere Investition am ehesten bezahlt macht: Bei größerer Speicherkapazität und noch besserer Performance oder an der Funktionalität? Um dieser Frage bestmöglich auf den Grund gehen zu können, haben wir unsere Test-Suite um einen interessanten Punkt erweitert: Wie sieht die Performance aus, wenn der Stick gleichzeitig beschrieben wird, während Daten gelesen werden?
