RAID 5: Warum und für wen?

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19:00 - 11/06/2004 von Patrick Schmid

Im Gegensatz zu den inzwischen weit etablierten RAID-Modi 0 und 1, die der Performance-Steigerung beziehungsweise zur Absicherung gegen Festplattendefekte dienen, kann erst ein RAID 5 beide Vorteile kombinieren. Nötig ist dazu jedoch eine potente Logik, die die Verwendung mehrerer Festplatten gleichzeitig sowie die rotierende Speicherung von Paritätsinformationen darauf beherrscht. Letzteres erfordert zwar keine extrem komplexe Architektur, verlangt jedoch mit steigender Datentransferrate nach hoher Rechenleistung, um diese Paritätsdaten on-the-fly, also in Echtzeit, zur Verfügung zu stellen.

Zu unterscheiden ist zwischen einem Software-RAID, wie dieses von HighPoint praktiziert wird, und einem Hardware-RAID, in dem alle rechenintensiven Operationen von einer RISC-Einheit durchgeführt werden. Promise integrierte eine solche XOR-Einheit in den Controller, Adaptec, ICP Vortex und LSI Logic verlassen sich lieber auf bewährte Bausteine von Intel.

Für ein RAID 5 sind mindestens drei Festplatten erforderlich, damit Paritätsinformationen rotierend abgelegt werden können. Allerdings ist der "Verschnitt", also die nicht nutzbare Kapazität, in diesem Fall mir 33% noch etwas hoch. Mit steigender Anzahl der Festplatten sinkt dieser - allerdings steigt natürlich auch das Risiko eines Laufwerksdefektes; bis hin zum Worst-Case, nämlich zwei Festplatten, die sich gleichzeitig verabschieden.

Daraus ziehen wir an dieser Stelle folgendes Fazit: Mit vier Laufwerken "opfert" man ¼ des möglichen Speicherplatzes, behält jedoch eine geringe Wahrscheinlichkeit des schlimmsten Falles bei. Mit vier Laufwerken liegt die Leistungsfähigkeit eines RAID 5 zudem noch im Bandbreitenbereich des PCI-Bus mit seinen 133 MB/s (32 Bit, 33 MHz).

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass ein RAID 5 für Desktop-Rechner praktisch nie Sinn macht. Selbst in Workstations ist ein RAID 0+1 (Striping + Mirroring) oder oder RAID 10 (Mirroring + Striping) die schnellere und bessere Lösung, auch wenn mehr potenzieller Speicherplatz verschenkt wird.

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Kommentare zum Beitrag
w_ing 17/12/2007 22:17
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-0+

...mal wieder:
- GUTE ANSÄTZE
- VIEL ARBEIT GEMACHT
a b e r
- warum keine Tabelle zu Übersicht/ zum Vergleich
(glaubt Ihr wirklich, das es den Lesern Spaß macht, die Teilergebnisse selbst zusammenzusuchen?)
- Schade, wieder nur ein WindowsSystem (kein Linux, OS X, etc. ...wenigstens als Tabellensicht zur den Treibern)

NAJA - viel eich t wird´s ja nochmal was - irgendwann...

rafal 19/03/2009 14:47
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-0+

hallo w_ing,
ich habe einen super controller gefunden.
er ist windows, Linux und Mac kompatibel.
sehr günstig.
es gibt den in PCI, PCI-X 64bit und PCIe.
schau mal unter www.leaf-computer.de

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