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RAID 6: Drei Controller der gehobenen Klasse
Inhaltsverzeichnis
- 1 – RAID 6 für mehr Speichersicherheit
- 2 – Funktionsprinzip redundanter Arrays
- 3 – Leistung redundanter Arrays
- 4 – Die Testkandidaten im Detail
- 5 – Erstellen eines Arrays
- 6 – Areca ARC-1220
- 7 – Promise SuperTrak EX8350
- 8 – Erstellen eines Arrays
- 9 – Testkonfiguration
- 10 – Benchmark-Ergebnisse
- 11 – Benchmark Results
- 12 – Fazit: Areca Klassenbester
- 13 – Ausstattungstabelle
- 14 – Mehr zum Thema
- 15 – Mehr zum Thema

Ein so genanntes Redundant Array of Inexpensive/Independent Drives (RAID) wird allgemein verwendet, wenn die Anforderungen an Leistung, Speicherkapazität oder Datensicherheit mit einer einzelnen Festplatte nicht erfüllt werden können. Normalerweise wird diese Lösung in Serversystemen eingesetzt, aber auch Workstations und High-Performance-Desktops nutzen oftmals eine RAID-Konfiguration. Da das RAID-Konzept zwei oder mehr Festplatten erfordert, kann diese Lösung allerdings leicht ins Geld gehen. Je nach Controller kann die Lösung sogar noch kostspieliger werden.
Unser Test verschiedener aktueller 8-Kanal-SATA-II-RAID-Controller ergab, dass die meisten Hersteller ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Jedoch verfügte nur eine Karte über einen RAID-Modus, der in puncto Datensicherheit tatsächlich besser als eine RAID 5-Konfiguration war. Bei RAID 5 ist die Datensicherheit des Arrays beim Ausfall von maximal einer Platte gewährleistet. Nach dem Ausfall besteht jedoch keine weiterer Schutz mehr. Bis zur Wiederherstellung des Arrays sind die gespeicherten Daten nicht geschützt, wenn es beispielsweise zum Ausfall einer zweiten Festplatte kommt.
Beinahe jedes hochwertige moderne Motherboard bietet heute grundlegende Serial ATA RAID-Funktionen, dabei sind RAID 0 und 1 die gängigsten Optionen. RAID 0 bietet jedoch lediglich gesteigerte Durchsatzraten, aber keine Datenredundanz. Der Ausfall einer Festplatte bedeutet somit den Verlust des gesamten Arrays. Bei RAID 1 werden die Daten einer Festplatte hingegen in Echtzeit auf eine zweite gespiegelt, wodurch eine der Festplatten ohne Datenverlust ausfallen kann.
In Unternehmensumgebungen wird hauptsächlich RAID 1 oder 0+1 (eine Kombination aus RAID 0 und 1 mit vier Festplatten) als Grundausstattung verwendet. Da die höhere Datensicherheit durch gespiegelte Array-Konfigurationen mit einer um die Hälfte verringerten Gesamtspeicherkapazität einhergeht, wird bei größeren Festplatten-Arrays gerne RAID 3 oder 5 verwendet. Beide Level erzeugen Paritätsdaten aller Festplatten im Array bis auf eine und speichern diese Daten auf der ausgelassenen Festplatte. RAID 3 ist mittlerweile nahezu vom Markt verschwunden, da hier eine dedizierte Festplatte zum Speichern dieser Paritätsdaten verwendet wird, was einen Engpass darstellt. Im Gegensatz dazu verteilt RAID 5 die Paritätsdaten über alle Festplatten. Das bedeutet, je höher die Anzahl der Festplatten im Array desto besser die Leistung.
RAID 6 basiert auf dem gleichen Konzept wie RAID 5, fügt aber noch eine weitere Sicherheitsebene hinzu, da Paritätsdaten über verschiedene Datenzeilen hinweg erzeugt werden. Die Resynchronisation dieser Daten erfordert jedoch komplexe algebraische Matrix- und Umkehrmatrix-Berechnungen, die auch topaktuelle Hardware ganz schön auf Trab bringen.
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